Einfluss der Politik auf eine Mars-Mission

Einleitung

In den 1960er Jahren erlebte die Raumfahrt ihren Höhepunkt. Die USA und die UDSSR lieferten sich ein Wettrennen zum Mond. Nie war die Politik mehr an der Raumfahrt interessiert als zu dieser Zeit. Die Landung auf dem Mond markiert dabei den Höhepunkt. Daher sollen die Ereignisse und das politische Klima zu dieser Zeit analysiert werden. Wir sehen uns die damaligen Ereignisse an und versuchen die Erkenntnisse auf eine Mars Mission in der heutigen Zeit zu beziehen.

Die Mondlandung

Nach dem Ende des 2. Welt Krieges standen sich die beiden Weltmächte USA und UDSSR als Konkurrenten gegenüber. Im Jahr 1955 erklärten die beiden Staaten das Ziel einen Satelliten in die Erdumlaufbahn zu bringen. Es entstand ein Wettlauf in das Weltall. 1957 gelang es der UDSSR einen Satelliten in die Erdumlaufbahn zu schießen. Die UDSSR übertraf die USA erneut, als sie 1961 den ersten Menschen in das Weltall schickten. Die technische Überlegenheit der UDSSR war für die USA nicht hinnehmbar. Deshalb machte der Präsident John F. Kennedy es zum Ziel der USA innerhalb von 10 Jahren einen Menschen zum Mond und zurückzubringen. Letztendlich betrat Neil Armstrong als erster Mensch, 1969 den Mond. Damit endet der Wettlauf in das All zwischen den USA und der UDSSR. Die Raumfahrt Programme beider Nationen waren seit dem nie wieder so im Fokus der Politik.[1]

Auswirkungen

Am Beispiel der Mondlandung können wir schließen, das der Wettlauf zwischen den USA und der UDSSR der Raumfahrt zugutekommen ist. Die breite Öffentlichkeit unterstützen die Raumfahrt, um das Wettrennen gegen die UDSSR zu gewinnen. So wurden auch die hohen Kosten akzeptiert. Zwischen den Jahren 1961 und 1967 stieg das Budget der NASA jährlich. Im Jahr 1966 erreichte es, Prozentual zu den Gesamtausgaben der USA, den höchsten Wert.[2] Im Vergleich mit der UDSSR gaben die USA mehr Geld für ihr Raumfahrtprogramm aus. Die UDSSR hat nie genau Zahlen zu ihrem Raumfahrtprogramm veröffentlicht. Es existieren nur Schätzwerte. Laut Schätzungen der NASA hat die UDSSR ca. 50 % das Budget des eigenen Budgets verbraucht.[3]

Nach der Mondlandung ist das Interesse gesungen. Das Budget wurde reduziert und das Thema Raumfahrt verschwand aus der politischen Debatte. Im Nachhinein wird das Wettrennen zum Mond auch kritisch betrachtet. Insbesondere die hohen Kosten und der geringe Nutzen, einer bemannten Mondmission stehen im Widerspruch. Ähnliches spricht auch heutzutage gegen eine komplett staatlich finanzierte Mars-Mission.

Bedeutung für eine Mars-Mission

Neben den staatlichen Behörden gibt es private Raumfahrtunternehmen wie SpaceX. Diese finanzieren sich aus Investoren Geldern und sind daher nicht vom Budget eines Staates unabhängig. Allerdings arbeitet SpaceX eng mit der NASA zusammen. Deshalb kommt eine Förderung der NASA auch SpaceX zugute. Durch das geringe Budget stehen Raumfahrtbehörden vor einer schwierigen Entscheidung. Sie müssen abwägen, ob eine lang geplante und teure Mars Mission sinnvoller ist als eine kleiner, günstigere Mission. Unbemannte Mission zum Mars reduzieren die Kosten und den politischen Druck. Während eine bemannte Mars Mission einen neuen Meilenstein darstellen würde. Die Raumfahrtbehörden müssen abwägen, wo sie ihren Fokus legen. Ob in den nächsten Jahren tatsächlich eine Mars-Mission vorbereitet wird, hängt in erster Linie von der gesellschaftlichen und politischen Bereitschaft ab, Geld dafür zu investieren. Dabei wär auch ein neues Wettrennen zum Mars möglich. Allerdings können wir können nicht vorhersagen, ob der nächste Präsident das Budget erneut erhöhen wird.[4]

[1] Frida Kampp, Matthew Romang, Melissa Emilie McGrail(2018): Colonizing Mars for iGems 2018 Available From: http://2018.igem.org/wiki/images/b/b9/T–DTU-Denmark–colonizing-mars.pdf [Accessed 25 April 2019]
[2] Autor unbekannt, The Guardian (2010): Nasa budgets: US spending on space travel since 1958 UPDATED [24.04.2019]
[3] Autor unbekannt,,History Shots Infoart, Race to the Moon Overview
[4] Szocik, K., and Tkacz, B. (2018). Multi-Level Challenges in a Long-Term Human Space Program. The Case of Manned Mission to Mars. Studia Humana 7, 2, 24-30, Available From: De Gruyter – Sciendo<https://doi.org/10.2478/sh-2018-0008> [Accessed 25 April 2019]

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3 thoughts on “Einfluss der Politik auf eine Mars-Mission

  1. Spannend, dieser Einfluss der Politik war mir vorher gar nicht so bewusst, danke! Was ich nicht weiß – wie groß ist denn das “geringe Budget” – wie viel kostet den eine “lang geplante und teure Mars-Mission” (wie lang muss man Sie planen? Wie lange wurde denn die Mondmission geplant?) Vergleichszahlen fände ich ganz hilfreich, habe nämlich gar keine Vorstellung. Oder hat das noch niemand ausgerechnet? Dann kann man es natürlich noch nicht entscheiden…danke!

    1. bohm

      Unser nächster Blog Artikel beschäftigt sich mit der Finanzierung einer Mars-Mission. Dort werden wir konkrete Zahlen nennen. Wir wollen auch aufzeigen wie die hohen Kosten verringert werden können. Daher wurde in diesem Beitrag auf Zahlen verzichtet um nicht Zuviel vorweg zu nehmen.

      1. Marcus Birkenkrahe

        Na, dann bin ich gespannt! Danke für die Antwort!

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