Formen und Arten der Cloud

Worum geht’s?
Wenn man nach Formen und Arten der Cloud im Internet sucht, kommt man früher oder später auf Begriffe wie SaaS, PaaS, IaaS, Public, Private & Hybrid Cloud. Genau diese Begriffe und Zusammenhänge möchten wir euch kurz und knapp in diesem Blog näherbringen.

Womit geht’s los?

Es geht los mit der Cloud im Allgemeinen. Sie wird auch als XaaS ( Everything-as-a-Service) bezeichnet und setzt sich aus drei Abstraktionsebenen zusammen:[1]

Software-as-a-Service (SaaS)
Platform-as-a-Service (PaaS)
Infrastructure-as-a-Service (IaaS)

Abbildung 1 [4]
Was ist PaaS?
PaaS wird primär von System-Architekten und Entwicklern bzw. Unternehmen genutzt. Die Softwareentwicklung wird deutlich erleichtert und beschleunigt, da notwendige Infrastrukturen implementiert und bereitgestellt sind, um die Software zu testen und auszuführen. PaaS ist eigentlich eine erweiterte Variation von SaaS, mit mehr Freiheiten, die jedoch vom Service Provider begrenzt und up-to-date gehalten werden. Bekannte Beispielanbieter für PaaS sind Google App Engine und die Microsoft Azure Plattform.[1]

Was ist IaaS?
Die letzte Ebende, die auch eine physikalische IT-Basisinfrastruktur darstellt, ist zuständig für eine dynamische Zuweisung von IT-Ressourcen, beispielsweise Speicher-, Prozessor-, und Netzkapazitäten. IaaS-Infrastrukturen werden verwendet, wenn klassische Hardware nicht ausreicht, da diese uneingeschränkt skalierbar und bei komplexeren Anwedungslandschaften bestens gewappnet sind. Gebraucht wird die IaaS Ebene von IT-Dienstleistern und von Cloud Providern wie zum Beispiel Amazon Web Service und Microsoft Azure.[1]

Was sind die Vorteile für Unternehmen?
Zusammengefasst ist es insoweit sinnvoll Cloud Services als Unternehmen in Anspruch zu nehmen, da man nie alle Ressourcen seines eigenen Rechenzentrums dauerhaft in Anspruch nimmt und bei höherer Auslastung nicht leicht dynamisch erweitern kann.
Die finanziellen Aufwände werden mit den Bezahlmethoden skalierbar und errechenbar. Unternehmen zahlen nur das, was sie verbrauchen und sparen Geld ein. Aufwandsersparnisse sind auch beachtlich, da die Firma kein eigenes Rechenzentrum braucht und damit Planung, Organisation und extra Platz entfällt.[1]

Was ist mit den restlichen Begriffen?
Wir haben nun die verschiedenen Serviceangebote kennengelernt. Diese werden in unterschiedlichen Cloud-Modellen angeboten. Privatkunden und Unternehmen können sich beispielsweise zwischen Public, Private und Hybrid Cloud entscheiden. Also wie und wo ihre Daten gelagert werden.

Was ist Public Cloud?
Public Cloud ist eine standardisierte Infrastruktur, auf die viele Nutzer zugreifen. Es haben also viele Nutzer auf die gleiche Infrastruktur Zugriff, was die Sicherheitsaspekte in Frage stellt. Es ist allerdings die günstigste Variante, wenn es um Cloud-Computing geht und bietet schnelles, bequemes und dynamisches Buchen vom Service.[2]

Was bietet die Private Cloud?
Wenn es um sensible Daten geht ist eine Private Cloud sinnvoll. Man bekommt bei dem Anbieter abgeschirmte Server, auf die kein anderer Nutzer Zugriff hat. Die Cloud ist aber was Flexibilität und schnelle Anpassung angeht deutlich im Nachteil. Eine Private Cloud kann auch das eigene Firmeninterne Netzwerk sein, welches als Cloud fungiert und nicht vom Drittanbieter kommt.[2]

Die ultimative Lösung Hybrid Cloud?
Bei der Mischform handelt es sich um Auslagerungen, die den Regelbetrieb und auch die vorhandenen, lokalen Infrastrukturen der privaten Cloud nicht stören. Das vorhandene, lokale Infrastruktursystem wird durch einen Cloud Service Partner erweitert und ausgebaut. Bei Spitzenbedarf wird das System bei einem Cloud Service Provider ausgelagert. Was die Hybrid Cloud in den Nachteil wirft, ist der technische Aufwand und der Zuordnungsaufwand der Daten. Man muss eine intelligente Trennung, die zwischen sensiblen Daten, die in ein Private Cloud Umfeld gehören und nicht so wichtigen Daten, die in ein Public Cloud Umfeld gehören, unterscheidet, finden.[2]

Die Telekom hat 2018 eine initiierte Studie „Hybrid Cloud im deutschen Mittelstand“ herausgebracht. Diese gibt einen Überblick über geplante Cloud-Strategien für mittelständische Unternehmen. Unter anderem wird in der Studie veröffentlicht, dass über die Hälfte der Unternehmen mehr Beratung benötigen, um Hybrid Cloud Service voranzutreiben. Was dafür spricht, dass der Aufwand einer Hybrid Cloud existiert. Die Studie steht hier zum Download.[3]

Was bedeutet out- und insourced?
Es wird auch unterschieden, ob Daten outsourced oder insourced gelagert werden. Um das kurz und allgemein zu sagen, Public Cloud Daten werden generell outsourced und P  rivate Cloud Daten insourced gelagert. Bei der Hybrid Lösung kann out- sowie insurced werden, man sagt auch die Daten werden gemanaged.[2]

Wie geht’s weiter?
Vieles hat mit dem Thema „Sicherheit“ zu tun und wird noch ausführlicher in einem diesbezüglichen Blog dargestellt. Auch auf die Private Cloud, sowie weitere Sicherheitsaspekte, die für die Cloud wichtig sind, wird noch einmal vertiefend eingegangen.


[1] Stefan Reinheimer(2018); Cloud Computing Die Infrastruktur der Digitalisierung; Aviable from here.

[2] Bitcom; Cloud Computing – Was Entscheider wissen müssen; Aviable from here.

[3] Telekom; Hybrid Cloud im deutschen Mittelstand; Aviable from here.

[4] Abbildung 1 wurde von einer Abbildung von rubygarage.org übernommen und überarbeitet.

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Bildquellen

One thought on “Formen und Arten der Cloud

  1. Ein paar Fragen habe ich noch: “Man muss eine intelligente Trennung, die zwischen sensiblen Daten, die in ein Private Cloud Umfeld gehören und nicht so wichtigen Daten, die in ein Public Cloud Umfeld gehören, unterscheidet, finden.” – Was sind denn das z.B. für Daten in jeder dieser Kategorien?

    Eine wirkliche Erklärung, was out/insourced ist, haben Sie nicht geliefert. Ist das einfach ein Synonym für public/private cloud data?

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