Blog 3 – Future of Retail

Was ist der “Amazon Effect” und wie wirkt er sich auf den Einzelhandel aus ?

Herzlich willkommen zu unserem dritten Blog über Amazon und wie dieses Unternehmen den Einzelhandel verändert. Letzte Woche hat euch Tim darüber berichtet, was genau die Ziele von Amazon sind und hat dazu noch ein paar Amazon IT-Trends vorgestellt. In meinem heutigen Blog werdet ihr den „Amazon Effect“ kennen lernen und erfährt, wie sich dieser Effekt auf den Einzelhandel einwirkt.

Was ist der “Amazon Effect” ?

Der Begriff „Amazon Effect“ beschreibt die fortwährende Evolution und „Disruption“ (Zusammenbruch) des Einzelhandels. „Online Stores“ und Outlets, die man noch physisch besuchen kann, sind davon beide betroffen. Der „Amazon Effect“ entstand durch den über die Jahre erhöhtem E-Commerce. Der Name dafür leitet sich von der sehr frühen Dominanz im Bereich „Online Sales“ Amazons ab. Das heißt, dass auch andere Unternehmen oder Faktoren Einfluss auf die Entstehung des „Amazon Effects“ hatten, Amazon hatte aber die weitaus größte Einwirkung. [1]

Symptome des “Amazon Effects”

Eines der größeren Erscheinungsformen dieses Effektes ist der noch immer laufende Wechsel vom „brick and mortar shopping“ zum „online shopping“. „Brick and mortar shopping“ beschreibt das Einkaufen von Waren in physischen Läden. Beispiel: Man kauft einen Monitor beim Elektrofachgeschäft, statt diesen auf einer Website online zu bestellen. E-Commerce gewährt die Chance von zuhause aus oder überall mit einer Internetverbindung zu shoppen, sprich: heutzutage so gut wie überall. Oft findet man „online“ die exakte Ware, die man gesucht hat, ohne im physischen Shop stundenlang danach zu suchen. Dazu kann man in wenigen Mausklicks die Ware zu sich nachhause liefern lassen. [2]

Eine weitere Veränderung durch den „Amazon Effect“ ist die neue Herangehensweise der physischen Retailer im Bereich Kundenerfahrung während des „Shopping-Trips“. Diese versuchen durch Spielecken für Kinder, eingebaute Spas oder Loungebereiche und Salons das physische Einkaufen zu einer verlockenden Erfahrung zu machen, damit es sich auch lohnt extra dahin zu fahren um seine Waren vor Ort in Person zu kaufen, statt online. Beispiele wo diese Methode angewandt wurde währen z.B. die verschiedenen Arcaden in Berlin (Spandauer / Wilmersdorfer Arcaden), welche sowohl eingebaute Spas, als auch Massagestühle unter anderem anbieten. Extreme Beispiele wären das Aquarium und das Dinosaurier Museum in „The Mall of America“ in Minnesota, USA oder der Freizeitpark der „West Edmonton Mall“ in Alberta, Kanada. Letzteres habe ich sogar persönlich vor über einem Jahr besucht, das „Galaxyland“ war zwar nicht vergleichbar mit unserem Heide Park oder ähnlichem, aber einen Freizeitpark in einem Einkaufszentrum zu sehen war durchaus eine Erfahrung. [1][3]

Doppelt hält besser oder doch nicht ?

Mehrere physische Retailer versuchen vergeblich das Physische und online zu kombinieren, indem sie einen physischen – und online – Shop zu Verfügung stellen. Ein Beispiel dafür wären die Elektrofachgeschäfte Saturn und Media Markt, welche genau dies versuchen anzubieten. Trotzdem sinken deren Gewinne jedes Jahr weiter. 2017 lag der Gewinn beider Geschäfte bei knapp 500 Millionen. Ein Jahr später sank der Gewinn um 100 Millionen Euro. Durch extrem verlockenden Rabattaktionen versuchen sie weiterhin Kunden anzulocken, angelockt sind die Kunden meist aber nur sehr kurzweilig, denn im Moment scheint es danach auszusehen, dass das „online shopping“ Gegenwart und Zukunft des Retails ist. Ob die letzte Aussage wahr ist oder der Schein doch trügt erfahrt ihr hoffentlich im Laufe der nächsten Blogs. [4]

Wir sehen uns nächste Woche!

Literaturverzeichnis

[1] Margaret Rouse, „Amazon Effect“, What Is TechTarget (2017)

[2] PYMNTS, „The Amazon Effect: How Retailers Are Impacted“, PYMNTS (2017)

[3] k.A. „What is the Amazon Effect?“, MicroDinc (2018)

[4] Christoph Fröhlich, „Das Geschäft wird härter für Saturn und Media Markt“, stern (2018)

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2 thoughts on “Blog 3 – Future of Retail

  1. Marcus Birkenkrahe

    Klasse Video am Ende, motiviert mich, auf den nächsten Artikel zu warten! Kommt der “Amazon-Effekt” jetzt nur Amazon zu Gute? Oder kann da praktisch jetzt jeder aufspringen? Der Trend scheint eindeutig, betrifft er den ganzen Einzelhandel, oder sind bestimmte Produkte ausgenommen?

    1. Huy Nguyen

      Ich denke so gut wie alle Unternehmen des Einzelhandels haben durch den Amazon Effect entweder gelitten oder mussten grundlegende Veränderungen vornehmen. Aus meiner eigenen Erfahrung denke ich, dass ein paar Produkte von dieser Veränderung kaum betroffen sind, wie z.B. Matratzen oder teilweise Klamotten.

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