Social Media Futures – Stories erobern die Welt

Möchte man eine Antwort auf die Frage finden, was noch leichter und schneller zu konsumieren ist, als ein Video? findet man im Jahr 2019 eine schnelle Antwort, nämlich eine Story. [1]  Was mit Snapchat Ende 2011 begann, hat ein paar Jahre später auf diversen Apps einen regelrechten Boom erlebt, gerade Instagram und WhatsApp stechen hierbei besonders heraus und diese Verlagerung von Feeds zu Stories wird auf allen Plattformen so weiter gehen, da ist sich Forian Litterst von der Digitalagentur Burda Direct interactive GmbH sicher. [2] Der Studie Block Party zufolge, expandieren Storys, die meistens als Foto, Video oder Boomerang veröffentlicht werden und nach 24 Stunden automatisch gelöscht werden, 15-mal schneller als herkömmlich auf Feed-Basis geteilte Inhalte. Facebook’s Chief Product Officer, Chris Cox, zeigte anhand einer Tabelle, dass die bisher genutzten Feeds, von Stories im Jahr 2019 übertrumpft werden. [3]

Bildquelle: https://www.focus.de/digital/dldaily/der-newsfeed-ist-tot-warum-storys-boomen-das-sind-die-7-wichtigsten-social-media-trends-fuer-2019_id_10280049.html

Diese aktuelle Entwicklung der Industrie, hat ebenso Mark Zuckerburg mit einem bedeutenden Statement unterstrichen: “Another important shift we’re seeing across the industry is the growth of Stories. We expect Stories are on track to overtake posts in feeds as the most common way people share across all social apps. That’s because Stories is a better format for sharing multiple quick video clips throughout your day. The growth of Stories will have an impact on how we build products and think about our business, including WhatsApp and Instagram.” Nämlich die größer werdende Relevanz von Stories für uns Konsumenten, sowie die Art und Weise wie wir Content verbreiten sowie aufnehmen werden.

Weil Stories plattformübergreifend betrachtet werden, nennt Mark Zuckerburg folgende Zahlen bezüglich der Veränderung in den beiden Zielgruppen.[1] Einmal die Millennials, die auch als Generation Y bezeichnet werden und laut Definition circa zwischen 1980 bis 1999 geboren worden und technikaffin sind, sowie großen Wert auf ihre Selbstverwirklichung und Work-Life-Balance legt. [5] Bei ihnen sind 48 % bei Facebook, 59 % bei Instagram und 52 % bei Snapchat aktiv. [1] Im Gegenzug dazu gibt es die Generation Z, geboren ab 1999 (je nach Autor auch ab 1995) und als die Digital Natives 2.0 bezeichnet, noch technikaffiner, möchte unabhängig sein, geht neugierig und offen unter Verwendung aller technischen Gegebenheiten in den Arbeitsmarkt und strebt nach einem optimalen Mix aus Arbeit und Freizeit. [6] Bei Ihnen nutzen aktiv noch 34 % Facebook, 70 % Instagram und 72 % Snapchat. So leitete Mark Zuckerburg den Verschmelzungs-Prozess ein, in dem er die Story-Funktion auf Facebook integrierte, und Instagram Storys automatisch auch auf Facebook veröffentlich werden, sofern die Konten verknüpft sind. Mit Facebook ist auch WhatsApp mitgezogen, auf der beliebten Messenger-App kann nun auch jedes Erlebnis im Alltag spielendleicht geteilt und von Kontakten angeschaut werden. [1]

Stories bieten einen großen Spielraum für Spaß, Experimente und Einfallsreichtum. Sie können an jedem Ort und zu jeder Zeit spontan erstellt und hochgeladen und ebenso angeschaut werden. Da sie nur maximal 24 Stunden online sind, macht das natürlich nochmal einen gewissen Reiz für die Konsumenten aus. Kurz und knapp, Stories sprechen direkt an, machen einen persönlichen Eindruck und geben großen Marken, zum Beispiel auf Instagram, eine gewisse Menschlichkeit. [4] Fast eine Milliarde User, nutzen Stories um ihren Content auf diversen Plattformen zu teilen. Komme was wolle, aber der Fokus wird von Marken 2019 definitiv auch auf Stories gelegt werden müssen. So wird ein gesunder Mix aus der Verbreitung von Content unumgänglich. Doch sollten eher realitätsnahe sowie persönliche und nicht teuer bearbeitete, glatte Stories veröffentlicht werden [3]. Der Schritt wäre, mit einer sogenannten Cross-Ad-Funktion die genannten Plattformen noch stärker zu vernetzen und so eine Monetarisierung des crossmedialen Reach, also die Messung der Wirkung von Werbeaktivitäten einer crossmedialen Kampagne, [7] zu ermöglichen. Ads können demnach schon automatisch von Facebook über Instagram abgespielt werden, auch Story Ads über den WhatsApp-Status würden sich anbieten. [1]

 

Literaturverzeichnis
[1] https://www.meltwater.com/de/blog/social-media-trends-2019/
[2] http://www.futurebiz.de/artikel/top-5-social-media-trends-2019/
[3] https://blog.hootsuite.com/de/die-wichtigsten-social-media-trends-2019/#Storifying
[4] https://blog.hubspot.de/marketing/social-media-trends
[5] https://onlinemarketing.de/news/definition-millennials-zeitalter-beendet
[6] https://www.agentur-jungesherz.de/generation-z/
[7] https://admeira.ch/brands/crossmedia/crossmedia-reach-check
Bildquellen
https://www.mobilegeeks.de/news/wir-werden-bestohlen-wie-social-media-uns-zeit-und-lebensqualitaet-raubt/
https://www.focus.de/digital/dldaily/der-newsfeed-ist-tot-warum-storys-boomen-das-sind-die-7-wichtigsten-social-media-trends-fuer-2019_id_10280049.html

 

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