Die Chancen und Risiken einer Smart City

In den vorherigen Blogs haben wir davon berichtet, was überhaupt Smart Cities sind und wie sehr die Digitalisierung verbreitet ist, doch welche Chancen ermöglicht sie und welche Risiken entstehen? Diese Frage beantworten wir euch in diesem Blog.

Durch die Digitalisierung ist alles miteinander vernetzt. Alle möglichen Daten, die in Clouds gespeichert sind, werden von Sensoren erfasst

Die Smart City hat die ständige telefonische Erreichbarkeit und die Möglichkeit, von überall online zu sein, zur Folge. Die Mitarbeiter der Smart Cities können sehr flexibel von überall arbeiten und das, wann sie wollen. Das Städtebild verändert sich durch die Smart City. Es herrscht also eine verbesserte, technische Infrastruktur. Die Bewohner sind auch ein Teil des vielfältigen Netzwerks.

Menschen in Smart Cities werden viel bequemer und sparen Zeit, da Behördengänge einfach per App erledigt werden können

Die Folge des übermäßigen Informationsflusses ist die Reizüberflutung. Es wird ständig im Internet gesurft, ganz gleich, welche Tätigkeit man gerade ausübt, wird man sprichwörtlich von Informationen bombardiert, sei es bei der Parkplatzsuche oder beim Einkaufen. Wenn man beispielsweise an einem Laden vorbeiläuft, könnte dieser theoretisch, durch die Ortung, Rabattcodes an die Smartphones verschicken.

Der Emeritierte Professor für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Technischen Universität München, Klaus Mainzer, behauptete in einem Interview mit dem Printjournalisten Marc Behrendt, dass „…der größte Kostenfaktor […], der Einsatz von Menschen.“(1) ist. Außerdem sagte er: „Wenn man das auf ein Dienstleistungssystem wie eine Stadt überträgt, wird klar, wie die Zukunft aussehen könnte. Wir werden wahrscheinlich nicht mehr wie heute in Bürgerbüros gehen, sondern mit einem smartphoneartigen Gerät zuhause sitzen und die Dienstleistungen abrufen.“(1)

 

Es herrschen große Hindernisse im Bereich Datenschutz. Die Privatsphäre der Bewohner in den Smart Cities durch Big Data, sind in Gefahr. Die Datensicherheit ist also nicht ausreichend und daher sehr ausbaufähig. Es finden noch zu viele Hackerangriffe auf großen Netzwerken statt, wie beispielsweise auf dem Regierungsnetz. Sie klauen dadurch Daten, um sich einen Vorteil daraus zu ziehen.

 

Frank Romeike, Gründer des Kompetenzzentrums RiskNET zählt international zu den renommiertesten und führenden Experten für Risiko und Chancen Management.(2) Er antwortete in einem Interview auf die Frage, in welche Richtung sich Smart Cities technologisch weiterentwickeln werden, welche von Andreas Eicher gestellt wurde damit, dass die Technologie dem Menschen dienen soll und nicht anders herum. Er stufte diese Aussage als wahrscheinlich größtes Risiko ein.“Technologie darf den Menschen nicht dominieren. Dies müssen wir beim Thema Smart Cities unbedingt auf dem Radar haben.“(3)

Die große Frage, die offen für eine Diskussion steht, ist, was man genau unter Smart Cities versteht: Die Sicherheit der Bewohner und ihre Lebensqualität oder eine totale Überwachung?

Dadurch, dass wir in der Vergangenheit Opfer von Datenmissbräuchen durch die Behörden und Geheimdienste wurden, weil sie unser Verhalten überwachen und kontrollieren wollten, wird festgestellt, dass dies moralisch nicht vertretbar ist, da man unter einem Überwachungsstaat auch eine Diktatur versteht.

 

Im nächsten Blog erfahrt ihr mehr über die Sicherheit in den Smart Cities. Wir werden detaillierter davon berichten, welche Sicherheitslücken vorhanden sind und wie man diese Probleme lösen könnte. Außerdem erfahrt ihr, welche Auswirkungen diese Lücken haben und welche Aufgaben das Security Management überhaupt hat.

(1) Klaus Mainzer; Journ. Marc Behrendt; Die Smart-City wird kommen; Journalistenakademie; 05/18

https://www.journalistenakademie.de/dossiers/freiraum/die-smart-city-wird-kommen/

(2) Redaktion Risknet; Risiken und Chancen in der Smart City; 03/2016

https://www.risknet.de/themen/risknews/risiken-chancen-in-der-smart-city/87eb6c374df816e6444b0c2a9bdf5059/

(3) gis.Business; ANdreas Eicher S. 12-15; Wichmann Verlag; VDE VERLAG GMBH; Berlin/Offenbach; 1/2016

https://gispoint.de/index.php?eID=tx_securedownloads&p=414&u=0&g=0&t=1558478701&hash=731b06d49c37ccca7d9448d22ef61a4ba64675b0&file=fileadmin/user_upload/Artikel_Archiv/Articles_PDF/gis/2016/gis.Business_1_2016_S.12-15_Titelinterview_2.pdf

(4) Marc Behrendt

https://www.journalistenakademie.de/dossiers/freiraum/redaktion/marc-behrendt/

(5) Privatsphäre in Smart Cities. Eine raumsoziologische Analyse; Smart City S. 75-101; Martina Löw, Lea Rothmann; Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 01/2017

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