Blog 7 – Future of Retail

 

 

Unternehmenswachstum durch kluge Investitionen Amazons

Amazon scheut nicht davon zurück das Geschäftsfeld des Unternehmens immer mehr zu erweitern. In der Vergangenheit wurden einige Investitionen in verschiedenste Produkte oder Firmen vorgenommen. Welches Ziel Amazon mit dieser Strategie verfolgt und ob die bisherigen Investitionen Amazons erfolgreich waren, darauf möchte ich in diesem Blog eingehen. Zunächst beschäftigen wir uns mit vergangenen Investitionen Amazons und untersuchen dessen Erfolg bis heute zur Gegenwart.

 

Amazon und Whole Foods

Im Jahr 2017 wurde die US-Biokette Whole Foods von Amazon aufgekauft und der Konzern übernahm die Führung über die rund 430 Filialen des weltweit bekannten Markts. Nach dem milliardenschweren Investment durch Jeff Bezos Firma wurden landesweit drastisch die Preise des Sortiments gesenkt und vor der Filiale in Brooklyn prangte ein Werbeschild, das verkündete, das dies nur der Anfang sei. Laut dem Manager Jeff Wilke soll dies jedem ermöglichen sich einen Einkauf bei Whole Foods leisten zu können. Hier versucht Amazon die Konkurrenz mithilfe der niedrigen Preise die Konkurrenz auszubooten [1].

Jedoch sind diese Preissenkungen nicht permanent gewesen. In den letzten Jahren erhöhte Amazon zum Beispiel die Preise einiger Trockensortimentsartikel um durchschnittlich 66 US-Cent [2]. Es wurde Amazon Prime Kunden jedoch ermöglicht Rabatte auf schon reduzierte Artikel zu erhalten und es gibt immer wieder sogenannte Prime Member Deals, bei denen einiges beim Einkauf gespart werden kann. Es gibt des Weiteren einen Payback Rabatt von 5 % für Kunden mit einer Amazon Visa und Gratislieferungen innerhalb von 2 Stunden. Whole Foods ist also für Kunden, die sämtliche Amazon Produkte nutzen, sehr attraktiv [3].

Diese Angebote sind zwar für den Kunden ein guter Deal, jedoch müssen diese Preissenkungen auch irgendwie ermöglicht werden. Amazon steht nun wieder einmal in der Kritik, da versucht wird die Supermärkte komplett zu automatisieren. So würden tausende Mitarbeiter Ihren Job verlieren, Amazon jedoch einiges an Geld einsparen [4].

 

Amazons Investment in Deliveroo

Deliveroo ist ein Startup aus London welches sich darauf spezialisiert hat Essen per Kurier an Kunden zu Liefern. Das Unternehmen ist mittlerweile in 14 verschiedenen Ländern zu finden, unter anderem auch in Deutschland in größeren Städten wie beispielsweise Berlin.

Amazon machte vor wenigen Wochen Schlagzeilen, da sie 575 Millionen US-Dollar in die Firma investierten [5]. Es war Jeff Bezos Unternehmen nicht möglich mit dem Lieferservice-Anbieter mitzuhalten und musste daher den eigenen Lieferservice im Vereinigten Königreich schließen. Aufgrund dieser Niederlage scheint Amazon nun einen anderen Weg gewählt zu haben um auch einen eigenen Lieferdienst zu besitzen. Es erscheint nicht sehr abwegig, das Amazon den Liederdienst in der Zukunft komplett übernehmen will um vielleicht auch wie schon im Blog 2 erwähnt die Probleme mit Amazon Fresh zu lösen. Deliveroo hat immerhin gezeigt, dass es möglich ist Nahrungsmittel schnell und verlässlich an den Mann zu bringen.

Ob die Investition in Deliveroo eine gute Entscheidung war wird sich in der Zukunft zeigen, jedoch scheint es mir klar zu sein warum diese Investition für Amazon wichtig war. Es macht insofern Sinn da eine der größten Schwächen von Amazon Fresh mithilfe des Lieferdienstes neutralisiert werden könnte.

Der Marktwert von US-Supermarktketten wie Krogers oder Costcos stürzte enorm als Amazon den Kauf von Whole Foods bekanntgab. Mittlerweile stieg er wieder etwas an, ist jedoch immer noch deutlich niedriger als vorher und hat sich nun stabilisiert und wird nun als der „normale“ Stand angesehen. Amazon war es des Weiteren möglich im ersten Jahr die Sales um ganze 3 % zu steigern und den Kunden ein 2 Stunden Lieferfenster anzubieten. Die einzigen negativen Schlagzeilen gab es im Umgang mit den Mitarbeitern, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit von Maschinen ersetzt werden. Für Amazon stellte es jedoch noch nie ein Problem dar, die Bedürfnisse der Mitarbeiter in den Hintergrund zu stellen und somit scheint die Investition bis hierhin ein Erfolg zu sein. Insgesamt scheint Amazon mit diesen beiden Beispielinvestitionen einen guten Kurs zu fahren und wird möglicherweise weitere Erfolge erzielen können [6].

 

 

 

Literaturverzeichnis

[1]      k.A, “Amazon kauft Bio-Supermärkte,” Lübecker Nachrichten, (2017)

[2]      M. Dawson, “Whole Foods senkt die Preise wieder,” Lebensmittel Zeitung, (2019)

[3]      k.A, k.D “Amazon Prime Savings,” Amazon.com (2019)

[4]      k.A, “December 04, 2018: United Food & Commercial Workers Union: UFCW Statement on Amazon Expansion of Cashierless Technology to Whole Foods,” News Bites, (2018)

[5]      k.A, “Amazon leads $575M investment in Deliveroo,” Financial Services Monitor Worldwide, (2019)

[6]      L. Hirsch, “A year after Amazon announced its acquisition of Whole Foods, here’s where we stand,” CBNC (2018)

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