Azure: Anwendungen im Überblick

Was sich zuerst anhört, wie ein kleiner Ort im Bundesstaat Montana, ist im Kontext der Cloud, die Antwort Microsofts in Sachen Cloud Computing. Microsoft Azure stellt dabei mit einem Marktanteil von 11% den zweitgrößten Cloud-Anbieter neben Amazon Web Services dar (31%). Die Kernmodelle von Azure sind dabei das Bereitstellen von Infrastruktur und Plattform, also IaaS und PaaS (Was das ist, lest ihr hier). Innerhalb dieser Modelle unterteilt sich Azure wiederrum in die Anwendungsbereiche Compute, AppFabric, Storage, Virtual Network sowie CDN. Drei dieser Anwendungsbereiche werden wir euch im Folgenden einmal genauer vorstellen.

Compute…

umfasst im Wesentlichen drei Hauptfunktionen, welche untereinander nochmal unterschiedliche Anwendungen bieten. Eine dieser Funktionen ist Azure Container Instances, hiermit können Cloudanwendungen gepackt, bereitgestellt sowie verwaltet werden, ohne dabei auf eine VM zurückgreifen zu müssen. Mehr dazu erfahrt ihr im vorherigen Blog.

Die zweite zentrale Funktion ist die Nutzbarkeit der Azure Virtual Machine. Damit können, z. B. unternehmensinterne Infrastrukturen oder Datenbanken über die Azure-VM ausgelagert werden. Dies hat den Vorteil, dass interne Server entlastet und teure Hardware Upgrades vermieden werden können. Zudem bietet die Azure-VM ein hohes Maß an Skalierbarkeit, sowie individuelle Konfigurationsmöglichkeiten.

Zuletzt wäre noch die Service Fabric zu nennen, diese hat grundsätzlich dieselben Funktionen wie die Azure Container Instances. Der wesentliche Unterschied liegt dabei in den Anwendungsgebieten und dem Verzicht auf Microsoft Internet Information Services (ISS) als Kommunikationsnetzwerk. Die Service Fabric setzt sich dabei aus verschiedenen Microservices zusammen und kann unterstützend zu Azure Container Instances verwendet werden. Hauptfunktion sind nebenläufige oder rechenintensive Aufgaben, z. B. innerhalb von Datenbanken.

AppFabric…

ist eine für Entwickler ausgelegte Plattform (Paas), welche sich in die Dienste Service Bus, Access Control und Cache untergliedert. Ersteres stellt einen Cloudbasierten Messenger dar, welcher die Kommunikation zwischen verschiedenen Anwendungen und Diensten ermöglichen soll. Dies ist insbesondere in komplexen Unternehmensstrukturen mit hohem Verwaltungsaufwand von Vorteil. Zudem lassen sich durch die Konfigurierbarkeit, komplexe Messagingworkflows erstellen.

Die Access Control dient der einfachen und schnellen Authentifizierung und Autorisierung von Benutzern in Bezug auf Web Anwendungen. Dabei richtet sich diese Funktion vorwiegend an Entwickler, welche dadurch auf die Implementierung von Authentifizierungs- und Autorisierungsfunktionen im eigenen Code verzichten können.

Cache bietet dabei die Möglichkeit eines Cloudbasierten Cache-Speichers, hier kann tarifabhängig die Größe frei skaliert werden. Hauptfunktion ist der schnelle Zugriff auf häufig verwendete Daten. Microsoft selber gibt an, Lese- und Schreibanforderungen im einstelligen Millisekunden Bereich erfüllen zu können.

Storage…

ist wie der Name schon erahnen lässt, die typische Cloudanwendung für die Speicherung von Daten. Azure bietet hier eine große Bandbreite an verschiedensten Speichermöglichkeiten. Diese unterscheiden sich hauptsächlich in Preis, Speichergröße und Zugriffszeit. So gibt es vom kostengünstigen Archiv für selten genutzte Daten, bis hin zu Big Data Storage, Lösungen für die verschiedensten Anwendungsbereiche. Auch was die Datensicherheit betrifft, wird durch hohe Standards eine maximale Sicherheit gewährleistet, außerdem wird durch die redundante Datenspeicherung die Ausfallsicherheit erhöht.

Virtual Network und CDN…

stellen kleinere Anwendungen dar, welche wir abschließend nochmal kurz beleuchten wollen. So ermöglicht das Virtual Network das Erstellen eines eigenen geschützten Netzwerkes, es bietet die Möglichkeit, Netzwerktopologien zu implementieren und eigene IP-Adressen sowie DNS-Server zu verwenden. Bei CDN hingegen handelt es sich um ein Content Delivery Network, welches der verbesserten Bereitstellung von Onlineinhalten dient. Abgesehen davon, können durch die hohen Kapazitäten, Ausfälle durch eine plötzlich auftretende Spitze im Datenverkehr verhindert werden.

 

 

 

 

Quellen:

 

Azure.microsoft.com

 

Cloudmonix: What are Web and Worker Roles in Microsoft Azure ?. In: cloudmonix.com  (2018). URL: https://cloudmonix.com/blog/what-is-web-and-worker-role-in-microsoft-azure/

 

Henning Uhle: Microsoft Azure: Zukunft Cloud Computing ?. In: henning-uhle.eu (2018). URL: https://www.henning-uhle.eu/informatik/digital-transformation/microsoft-azure-zukunft-cloud-computing

 

Peter Monadjemi: Windows Azure AppFabric Teil I – einführung und Caching Features. In computerworld.ch (2011). URL: https://www.computerworld.ch/business/cwx-themen/windows-azure-appfabric-teil-i-einfuehrung-caching-features-1346299.html

 

Root360: Cloud-Plattformen im Vergleich: AWS vs. Azure. In: root360.de (2018).        URL: https://www.root360.de/vergleich-aws-azure/

 

 

Print Friendly, PDF & Email

One thought on “Azure: Anwendungen im Überblick

  1. Marcus Birkenkrahe

    An “einen kleinen Ort im Bundesstaat Montana” denke ich beim Nennen des Namens “Azure” nicht…wie Sie wohl darauf kommen? Der Name hängt wohl eher mit dem Himmelsblau zusammen.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.