Roboter in der Zukunft – Ergänzung oder Bedrohung?

Stellen Roboter einen Segen für die Menschheit dar oder gelten Sie in Zukunft doch eher als Bedrohung? In der Industrie kommt es im Bereich der Robotik zur Übernahme schwerer körperlicher Arbeiten, im Haushalt werden uns leidige Aufgaben wie Rasenmähen oder Staubsaugen abgenommen. Roboter unterstützen den Menschen in vielen Bereich und trotzdem werden diese öfter Mals als Bedrohung dargestellt.

Viele renommierte Magazine oder auch Artikel befassen sich heutzutage mit der Thematik über das Verhältnis zwischen Mensch und Roboter. Auf dem Titel: Die Angst vor der Eroberung – der Mensch in der Klemme. Konkrete Ängste werden durch die Gedanken geschürt, dass Roboter uns die Arbeitsplätze wegnehmen oder dass sie uns mit ihrer Intelligenz und ihrer Datenfähigkeit beherrschen werden. Allerdings ist es wichtig diese Frage im Hintergrund zu behalten: Sind diese Szenarien real?

 

Die Befreiung aus der Routine

 

Bereits vor mehreren Jahren setzte sich der ehemalige IBM-Chef Watson mit den positiven Effekten eines Zusammenspiels von Mensch und Maschine auseinander: Roboter sollen vor Allem mittels der Abnahme langweiliger Routinearbeiten den menschlichen Geist befreien. Was hinter der Aussage des ehemaligen IBM-Chefs steckte, wurde den Menschen erst 10 Jahre später klar.

Elektrische Geräte haben uns das Leben im Haus deutlich vereinfacht. Das langweilige und lästige Wäschewaschen wurde uns von der Waschmaschine abgenommen und machte, wie bereits Professoren behaupten aus einem lästigen Waschtag einen intellektuellen Tag des Lebens.

Das Zuhause ist ein gutes Beispiel dafür, um die positiven Aspekte des Zusammenspiels von Mensch und Maschine zu verdeutlichen. Nachdem elektrische Geräte einen Platz in unserem Haushalt fanden, ist es heute die digitale Transformation, welche im Haus zu einer erkennbaren Erleichterung und zu einem erhöhten Komfortgrad führt. Der enorme Gewinn an Zeit und somit an Lebensqualität wird erst durch diesen hohen Automatisierungsgrad ermöglicht.

 

Mensch und Maschine im perfekten Zusammenspiel

 

Dennoch ist es klar, dass sich der eigene Haushalt nicht mit einem Industriebetrieb vergleichen lässt. Dort geht es nämlich vielmehr um Fragen wie selber kochen oder doch eher Küchenmaschinen mit Robotern das Essen vorbereiten lassen. Dabei soll entschieden werden, was die Menschen selber machen und was sich die Menschen abnehmen lassen. So gesehen also ganz nach Lust und Laune.

Dennoch darf nicht der Vorwurf aus den Augen gelassen werden, dass die Roboter in der Lage sind, über den Menschen zu bestimmen. Wie sieht es damit aus? Wird uns der Rasenmäher das Rasenmähen verweigern, weil dieser denkt, dass der Rasen noch nicht hoch genug ist? Oder wird uns gar das Essen verweigert, weil wir zu dick sind?

Die Antwort liegt klar auf der Hand: Nein. Der Grund dafür ist ganz einfach. Wir sind der digitalen Revolution nicht zukunftsweisend ausgeliefert. Der Mensch ist in der Lage, den Roboter dazu zu bringen, das rational Törichte zu tun, als Veranschaulichung: für uns zu Grillen, obwohl Gemüse gesünder wäre. Um dies zu Verwirklichen muss nur der richtige Rahmen geschaffen werden. Wir müssen uns von Rechts wegen der Verantwortung stellen, damit auch der Roboter für das Unvernünftige entscheiden kann. Denn es ist die Entscheidung desjenigen, der den Roboter nutzt.

Diese Grundlage basiert auf enormer Wichtigkeit. Sie muss heute als auch in Zukunft immer unter Berücksichtigung stehen. Ein Hersteller wird seinen Roboter immer auf das rational Vernünftige einstellen, aus einfachem Grund: weil er die Konsequenzen für das Unvernünftige gar nicht übernehmen kann. Den Rest übernimmt der Nutzer.

 

Das Übertreffen unserer Erwartungen

 

Bisher sind uns Mäh- und Saugroboter bekannt, die uns hochspezialisiert, aber unpersönlich im Alltag helfen. Doch die nächste Robotergeneration steht bereits vor der Tür. Diese ist intelligenter und vor Allem leichter zu bedienen als jede Generation zuvor. Wir werden in der Lage sein mit diesen Robotern zu sprechen wie auch mit einem anderen Menschen. Des Weiteren werden diese in der Lage sein, in einem digitalisierten Haushalt mit allen vernetzten Geräten zu interagieren und diese sogar zu steuern. Sie besitzen die Fähigkeit komplexe und feinmotorische Aufgaben auszuführen und Wege im Haus zurückzulegen. Damit werden diese Roboter mehr Können besitzen als ihre derzeitigen Artgenossen, da diese die nächste (R)Evolution des Wohnens einleiten werden.

 

Voraussetzung: Die Fähigkeit zu lernen

 

Die Roboter lernen durch Interaktionen über die Zeit individuelle Vorlieben jedes Bewohners kennen. Sie werden das Lieblingsessen oder die Lieblingsteesorte jedes Familienmitglieds zubereiten und servieren können – vergleich mit einem Butler.

Während die Arbeit von Fabrik-Maschinen stets den gleichen Mustern folgt, unterliegen Haushaltsroboter purem Chaos. Gegenstände, die auf dem Boden liegen, die Wände neu lackieren oder Möbelstücke, die umgestellt werden müssen: Roboter, die im Haushalt eine Hilfe darstellen sollen, müssen die Fähigkeit besitzen sich jeden Tag auf immer neue Situationen einzustellen. Sie müssen aus Erfahrungen lernen können und das ständig wachsende Wissen immer genauestens und situationsabhängig verändern können.

 

Unsere Zukunft

 

Roboter werden uns im Haushalt und auch in anderen Bereichen viele Aufgaben abnehmen. Es kommt hierbei also zur sinnvollen Ergänzung des Menschen, zudem sollen sie uns zuhause unabhängiger machen. Ihre einfache und intuitive Bedienbarkeit wird in Kombination vor allem im Bereich des demografischen Wandels eine wichtige Rolle spielen.

Wichtig sie die Entlastung der Pflegekräfte durch Roboter. So steht mehr Zeit für die individuelle Betreuung der Patienten zur Verfügung, gleichzeitig besitzen Roboter die Fähigkeit, Pflegebedürftige im Alltag und bei der Rehabilitation zu unterstützen. Damit unterliegen sie auch einer wichtigen gesellschaftlichen Dimension.

Wichtig bleibt bei alldem dennoch eines: Roboter werden uns in dem unterstützen, was wir brauchen und auch möchten. Des Weiteren werden sie für uns auch jede unvernünftige Tätigkeit ausführen – trotz aller Intelligenz. Aber das ist auch gut so.

Literaturverzeichnis:

(Carr 08.08.2018, o. S.)
Carr, S. (08.08.2018): Diese Roboter prägen unsere Zukunft.
Online unter: https://www.it-business.de/diese-roboter-praegen-unsere-zukunft-a-734939/
[Stand: 08.06.2019]

(Bertko o. A., o. S.)
Bertko, C. (o. A.): Diese Roboter erwarten uns in Zukunft.
Online unter: https://www.smart-wohnen.de/haus-garten/artikel/diese-roboter-erwarten-uns-in-zukunft/
[Stand: 08.06.2019]


(Kuhn/Seibel 17.09.2018, o. S.)
Kuhn, P./Seibel, K. (17.09.2018): Roboter arbeiten im Jahr 2025 mehr als Menschen. Online unter: https://www.welt.de/wirtschaft/article181553610/WEF-Studie-Roboter-arbeiten-im-Jahr-2025-mehr-als-Menschen.html
[Stand: 08.06.2019]

(futurezone/PR 30.01.2019, o. S.)
futurezone/PR (30.01.2019): Unser Happy End mit Robotern: Irgendwo zwischen Utopie und Chaos.
Online unter: https://www.futurezone.de/science/article216315639/Unser-Happy-End-mit-Robotern-Irgendwo-zwischen-Utopie-und-Chaos.html
[Stand: 08.06.2019]

 

Print Friendly, PDF & Email

One thought on “Roboter in der Zukunft – Ergänzung oder Bedrohung?

  1. Marcus Birkenkrahe

    Die Menschen leben zur Zeit nicht unter denselben Bedingungen – diese Bedingungen sind von Ort zur Ort, von Land zu Land sogar sehr verschieden. Deshalb von “der Menschheit” zu sprechen, ist evtl. zu weit gegriffen. Einfacher ist es immer, von sich selber auszugehen und dann zu schauen, ob man die eigene Erfahrung oder das eigene Denken verallgemeinern kann. Letztlich scheinen Sie keine Position im Hinblick auf “Ergänzung oder Bedrohung?” beziehen zu wollen, sondern sprechen sich für ein “Sowohl als auch” aus, verstehe ich das richtig?

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.