Social Media Futures – Zukunftsausblick aus Sicht der Unternehmen

Social Media ist ein fester und großer Bestandteil unserer digitalen Gesellschaft. Sowohl im privaten als auch beruflichen Leben hat sich die Nutzung von Social Media Kanälen derart manifestiert, dass es unvorstellbar erscheint, den Alltag ohne zu gestalten. Rund ein Viertel der “Online-Zeit” wird von Nutzern im Social Media verbracht. Da ist es klar, dass Empfehlungen und Rückmeldungen von Nutzern die Kaufentscheidungen von Kunden beeinflussen oder auch Entscheidungen von Unternehmen verändern. [1] Also ist Social Media keine Neuerscheinung die aus dem Nichts erschien, für kurze Zeit mal angesagt ist, und danach wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Die Veränderung und Entwicklung der Online-Welt ist nicht linear vorausschaubar und lässt sich ebenso auch nicht berechnen, was auch der Geschwindigkeit dieser Veränderungen zu verdanken ist, [2] was gestern noch neu und angesagt war, ist heute schon wieder veraltet.

Was ist für Marketingkampagnen im Social Media wichtig

Wer ganz vorne mitspielen will muss Trends früh antizipieren und auf Veränderungen Flexibel reagieren. Ebenso flexibel sollten auch die Marketing-Konzepte sein, wer heute weiß, was der Kunder von morgen will, ist logischerweise einen Schritt voraus, und das gilt besonders für den Social Media Bereich. Zwei wichtige Punkte für Unternehmen, Erstens sollte ständig beobachtet werden, welche Erfolge bestehende Marketing-Konzepte haben und Zweitens, auf Trends muss eine schnelle Reaktion folgen, um deren Potenzial frühzeitig auszuschöpfen.

Trends die sich jetzt schon voraussagen lassen

Aufgrund der aktuellen Marktentwicklung, zeichnen sich einige Social Media Future Trends schon ab.

  1. Kurze Videos: Das Web wird mobiler und ist fester Bestandteil des täglichen Lebens. Nicht jeder Nutzer hat unterwegs Lust etwas zu lesen oder einzelne Bilder anzuschauen. Deswegen sind hier kurze Video-Clips für die kurze Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer die optimale Lösung.
  2. Messenger Dienste:Neben Social Media Plattformen im öffentlichen Netz gewinnen private Dienste wie WhatsApp und Messenger wie von Facebook immer mehr an Bedeutung. Die Wachstumsraten sind in diesem Bereich heute schon höher als bei den etablierten Social-Media-Portalen.
  3. Virtual Reality: Heutzutage Nutzen gerade mal zehn Prozent der Markteilnehmer Augmented Reality. Doch diese Zahl wird zweifellos wachsen, da der technische Fortschritt in diesem Bereich immer mehr zunimmt und auch bald für jeden zugänglich ist. Kunden könnten in Zukunft Produkte vor dem eigentlichen Kauf in der virtuellen Realität testen. Diese neue Option verspricht hohe Konversionsraten.
  4. Chatbots: Chatbots auf Webseiten sind bei Nutzern sehr beliebt und äußerst hilfreich. Erfahrungsgemäß funktionieren Chatbots sehr gut und nehmen den Nutzer den Aufwand für ein persönliches Telefonat, dass mit Wartezeit und einer gewissen psychologischen Hemmung belastet ist, ab. Chatbots mit künstlicher Intelligenz entlastet die Mitarbeiter, spart Zeit sowie Geld und wird von Kunden sehr positiv aufgenommen. Auch private Apps wie WhtasApp könnten davon profitieren. Solch Moderne Technologie für die Kommunikation mit Kunden spart beiden Seiten Zeit und Geld.
  5. Audio-Werbung: Als Vorreiter sind hier Amazon Echo und Google Home zu nennen, sie gewinnen zunehmend an Relevanz. Die Herausforderung bei diesen Geräten liegt darin, gute Werbung ohne Bildschirm zu verbreiten. Der visuelle Aspekt fällt hier also weg, deshalb wird man sich hier erstmal an Vorgehensweisen der Radiowerbung orientieren und abwarten was der technische Fortschritt mit sich bringt. [3]

Zehn weitere Thesen zu Zukunftsentwicklung des Social Medias

“Social Media…

1. … etabliert sich als Querschnittsfunktion

2. … setzt sich im Employer Branding durch

3. … findet langsam Einzug in die Produktentwicklung

4. … verändert klassische CRM-Prozesse

5. … erfordert zielgruppenspezifische Präsenzen

6. … braucht einheitliche Kennzahlen

7. … nimmt weiteren Einfluss auf Werbekampagnen

8. … wertet interne Kommunikation weiter auf

9. … verändert die Unternehmenskultur

10. … muss seine Effizienz noch stärker beweisen” [3]

Kritik

Die Zukunft gehört den Konsumenten? Doch schaut man in die Zukunft ist diese Entwicklung nicht eindeutig absehbar. Anstatt auf persönliche Vorstellungen, Ideen oder Innovation der Nutzer einzugehen, könnte die Realität ganz anders aussehen. Nämlich das Forschung, Wissenschaft und vor allem Wirtschaft im Vordergrund stehen und die Zukunft sowie Nutzermeinungen und Entscheidungen gestalten. Qualittative Nutzermeinungen werden durch vereinfachte Konzepte wie Punktesysteme oder der gleichen ersetzt. Zudem gibt es im Social Media nur noch die niedrigste Möglichkeit einer Nutzermeinung, und zwar das “I like”.

Themen wie Datenschutz werden Probleme sein, die gar nicht mehr aufzuhalten sind, aber trotzdem noch heißt diskutiert werden. Und bei dieser Konzentration auf lang bekannter Probleme, werden neue entstehen, die wir erst gar nicht bemerken. Mit diesen ganzen Veränderungen, werden ebenso auch viele Probleme einhergehen.

Verrückter Gedanke, “als zu utopisch würde man die Vorstellung bezeichnen, in der sich Menschen an einem sonnigen Tag im Park aufhalten – ohne technische Geräte. Einfach unvorstellbar.” [4]

Quellen:

[1] Dipl.-Kfm. Stefan Beuchel; Digitalisierung und Social Media: Unternehmen der Zukunft sind vernetzter, intelligenter und sozialer; 2019 [Link]

[2] Barbara Braehmer, 10 wichtige Thesen zur Zukunft von Social Media; 20.04.2012 [Link]

[3] Social Media Marketing – ein Blick in die Zukunft; 14.11.2018 [Link]

[4] Dr. William Sen, Die Zukunft von Social Media, 04.2011 [Link]

 

 

 

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