Vorurteile über die Videospieleindustrie

Einleitung

Wenn eine Person sagt, dass sie gerne Videospiele wie zum Beispiel „Counter-Strike“ spielt, welches unter dem Volk ein bekannter „Egoshooter“ ist, wird die Person häufig mit Vorurteilen überhäuft. Eines davon ist zum Beispiel, dass solche „Ballerspiele“ doch nur reine Zeitverschwendung sind und sie die Person, die es spielt zu einem Gewalttäter macht. Mit solchen und ähnlichen Gerüchten oder Klischees muss sich ein Gamer nicht selten auseinandersetzten. Ob dieses Gerücht und weitere Klischees jedoch der Wahrheit entsprechen werde ich weiteren Verlauf des Blogs versuchen herausrauszufinden.

 

Gamer schotten sich sozial ab

Häufig werden Gamer auch als Nerds bezeichnet, welche meist nur wenig Freunde im echten Leben haben und die ganze Zeit nur vor dem PC sitzen. Das muss aber gar nicht stimmen, da man zum Beispiel auch mit seinem Freund aus dem realem leben zusammen ein Spiel online spielen kann und generell auch neue Leute im Spiel kennenlernen kann.

Ein Beispiel was dieses Gerücht ebenfalls wiederlegt ist folgendes: Ein Norweger namens Mats Stehen wurde mit einer nicht heilbaren Krankheit geboren und seine Eltern fanden, das er sich in seinen letzten Lebensjahr immer mehr sozial abgeschottet hat, weil er die größte Zeit vor dem PC verbrachte. Jedoch war das nur eine Täuschung wie sich nach seinem Tod rausstellte, da er im Online-Spiel „World of „Warcraft“ wohl sehr viele Freunde fand, die ihm geholfen haben mit seiner Krankheit umzugehen. Diese Freunde legten am Ende sogar Geld zusammen um bei der Beerdigung des Norwegers dabei zu sein.

 

Jeder Gamer ist ein Potentieller Amokläufer

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, meinen viele Menschen auf diesem Planeten, dass Videospiele und insbesondere Egoshooter den Gamer gewalttätig machen. Nicht selten wird in den Medien auch darüber berichtet, dass ein Jugendlicher einen Amoklauf vollzogen hat und der Auslöser ein Videospiel war. Dies wird auch oft von den Lesern geglaubt jedoch ist es so, dass es noch nie wissenschaftlich belegt wurde, dass das der Wahrheit entspricht. Der Zusammenhang zwischen Gewalt und Videospielen ist nach neusten Forschungen „höchstens schwach ausgeprägt“. [1]

 

Videospiele sind doch eine reine Zeitverschwendung

Dies wird zwar häufig behauptet jedoch wissen viele gar nicht, dass Videospiele auch fördernd für den Menschen sein können. Zum Beispiel können Videospiele Die motorischen Fähigkeiten verbessern. Das haben Gesundheitsforscher der Deakin University in Australien um Juli 2012 belegt. Denn das Ergebnis der Studie war, dass die Kinder die interaktive Videospiele spielten, besser ein Ball wegkicken, fangen und werfen konnten als Kinder die keine interaktiven Videospiele spielten. Des Weiteren muss man in Videospielen häufig schnelle Entscheidungen treffen, welche sehr schwerwiegend sein können. Dies hilft einem auch im echten Leben weiter. Videospiele können auch Menschen mit Krankheiten wie Despressionen helfen. An der University of Auckland in Neuseeland wurde eine Studie mit depressiven Jugendlichen durchgeführt. Dort kam man zum Ergebnis, dass das eingesetzte Videospiel genau so „effektiv war die Einzelberatungssitzungen mit dem Therapeuten“. Auch können Videospiele genau so effektiv wie Schmerzmittel sein und schmerzen von Kindern und Erwachsenen lindern. Dies belegte eine Studie von der American Pain Society im Jahre 2010. [2]

 

Bild 1: Kinder vor dem PC

Fazit

Abschließend kann man sagen, dass sehr viele Vorurteile und Klischees über die Videospieleindustrie herumschwirren aber viele gar nicht oder nur zum Teil zutreffen. Natürlich ist die Frage wieso? Wie bereits erwähnt, werden die Vorurteile von Menschen in den Raum geworfen, die sich gar nicht mit dem Thema beschäftigen und immer nur das lesen und vor allem glauben was die Presse und die Medien dem Leser suggerieren, wie das Beispiel mit den Amokläufern.

 

[1] Oscar Bronner, „Gewalt und Einsamkeit: Fünf schädliche Vorurteile über Videospiele“, DerStandard.de, 22.042019

[2] Sebastian Ossowski, „10 Gründe, warum Videospiele gut für euch sind“, de.ign.com, 24.01.2013

 

Bild 1: https://pixabay.com/de/users/StartupStockPhotos-690514/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=image&utm_content=593313

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One thought on “Vorurteile über die Videospieleindustrie

  1. Marcus Birkenkrahe

    Fragen Sie doch mal andere Professoren, was die von Videospielen halten…bin selbst neugierig.

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