Was ist ein E-Portfolio?

Wer sich mit Moodle und seine Erweiterungsmöglichkeiten beschäftigt, wird irgendwann mit dem Thema E-Portfolios konfrontiert.  Ein Grund, sich mit diesem Begriff etwas näher zu beschäftigen. Was steckt dahinter ? Wann wird aus einem Portfolio ein E-Portfolio? Was hat Moodle damit zu tun?
Einen hervorragenden Einstieg in das Thema bietet das Portal e-teaching.org. Während man unter einem Portfolio im weitesten Sinne eine klassische Sammelmappe für bestimmte Artefakte oder Methoden versteht, beschreibt das Wort E-Portfolio eine elektronische Sammelmappe. Hierbei können im E-Learning verwendete digitale Medien und Services gesammelt werden.

Knapp formuliert dienen E-Portfolios der Selbstreflektion. Lernergebnisse und auch Lernpfade können hier gesammelt und somit die Entwicklung von Kompetenzen und Zuwächsen dokumentiert werden.  Hierbei wird bereits deutlich, dass es um mehr geht, als das schlichte Sammeln von Prüfungsergebnissen. Vielmehr können unterschiedliche Zielstellungen  verfolgt werden. So kann ein E-Portfolio als ausführliche Bewerbungsmappe genutzt werden, die persönliche Entwicklung reflektieren oder auch nur der Präsentation digitaler Arbeitsergebnisse dienen.  Die Reflektion erfolgt über eigene Kommentare sowie die von Kommilitonen oder Lehrenden.  Prof. Dr. Peter Baumgartner bezeichnet E-Portfolios als „unverzichtbaren Begleiter beim lebenslangen Lernen“.

E-Portfolios können schon in Blogs oder Wikis umgesetzt werden oder auch in speziellen E-Portfolio Systemen. Ein bekanntes OpenSource System ist Mahara. Moodle bietet in seiner aktuellen Version eine Integration von Mahara an. Das umfasst neben einer Single-Sign-On Lösung auch die Übergabe von Moodle Kursinhalten direkt in das persönliche E-Portfolio.  Somit kann das eher lehrer- und kurszentrierte Moodle nun auch lernerzentrierte Szenarien abbilden.

Das E-Learning Team der IuK plant Anfang des kommenden Jahres eine Testinstallation von Mahara durchzuführen.  Lehrende, die sich mit Studierenden an inhaltlichen Testszenarien beteiligen möchten, können sich bei Katja Drasdo melden.

Link- und Literaturempfehlungen:

Peter Baumgartner and Reinhard Bauer (2012), Didaktische Szenarien mit E-Portfolios gestalten: Mustersammlung statt Leitfaden, In: Digitale Medien – Werkzeuge für exzellente Forschung und Lehre, ed. by Gottfried Csanyi, Franz Reichl und Andreas Steiner. Waxmann, Münster, chap. E-Assessment, pp. 383-392. Medien in der Wissenschaft
Peter Baumgartner (2007), Karriereplaner E-Portfolio – Katalysator für eine neue Lernkultur, upgrade – Das Magazin für Wissen und Weiterbildung der Donau-Universität Krems, 1.07:20-23.
Autorin: Katja Drasdo

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