Aktives Plenum – neue Lehrformen im Einsatz

Videointerview Aktives Plenum Die Reihe Intercampus Werkstattgespräche findet seit einigen Monaten an der HWR statt. Doch was passiert, wenn die Workshops vorbei sind? Welche Erfahrungen machen die TeilnehmerInnen nach den Workshops? Stefanie Quade interviewte Nina Neef (Lehrbeauftragte im FB3), die begeistert von der Lehrform “Aktives Plenum” berichtet. Das Video zeigt das vollständige Interview.


Aktives Plenum – Stefanie Quade mit Nina Neef from HWR eTraining on Vimeo.

Wer bist Du und was machst Du?

Nina Neef ist Lehrbeauftragte im Fachbereich 3 und unterrichtet u.a. Marketing im Studiengang Public Management. Die studierte Kommunikationswissenschaftlerin und Senior Marketing Managerin hat Spaß daran, mit dem Nachwuchs zu arbeiten, ihr Wissen weiter zu geben und Leute aus der Praxis in ihren Unterricht zu integrieren. Sie möchte die Lücken im Bereich Marketingwissen schließen, die sie selbst in ihrer Praxis erfährt und die zukünftigen Partner ausreichend vorbilden.

Warum “Aktives Plenum” in der Lehre?

Die Lehrform “Aktives Plenum” hat sie in einem Intercampus Werkstattgespräch durch Marcus Birkenkrahe kennengelernt. Menschen fesseln? Wissen unterhaltsam vermitteln? Das schien ihr eine geeignete Methode, um die Aufmerksamkeit der Studierenden zu halten und gleichzeitig die Möglichkeit zu eröffnen, mit mehr Spaß beide Seiten gleichermaßen zu beteiligen. Beim Aktiven Plenum geht der/die Lehrbeauftragte hinter die Studierenden und lässt ihnen “ihren Raum”. Doch funktioniert dies mit allen Inhalten?

Nach dem Workshop ist vor dem Workshop: Nina Neef hat das Aktive Plenum direkt in der darauf folgenden Woche ausprobiert und mit dieser neuen Lehrform das Wissen zum Aufbau einer  aufmerksamkeitsstarken Website wiederholt. Die Moderation wurde direkt von einem Studierenden übernommen. Zwei Gruppen wurden gebildet, Pro und Contra Argumente ausgetauscht. Es entstand eine spannende Diskussion, bis in die letzte Reihe.

Was waren die Lessons learned?

Nina Neef: “Ich dachte mir: Play the game und scheiter heiter. Einfach ausprobieren. Das Ergebnis war sehr befruchtend. Es hat wirklich funktioniert und ich war überrascht, wie einfach es für mich und die Studenten war und wie dankbar sie diese neue Lehrform angenommen haben.” Das Aktive Plenum habe eine reale Arbeitssituation geschaffen, in der die Gruppe das Wissen gemeinsam und selbständig erarbeitet hat.

Als i-Tüpfelchen würde sie sich von der HWR Berlin wünschen, dass es noch mehr Austausch unter den Lehrbeauftragten gäbe, um sich – besonders zu Beginn – gegenseitig Tipps für einen gelungenen Start zu geben. Veranstaltungen wie die Intercampus Werkstattgespräche seien hier ein guter Impuls!

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5 Gedanken zu „Aktives Plenum – neue Lehrformen im Einsatz

  1. Großartig, dass Nina Neef das gleich aufgegriffen und umgesetzt hat – ich habe das auch von ein paar anderen gehört, und in allen Fällen war das Ergebnis positiv und die Dozenten waren überrascht. Das war ich auch am Anfang! — Mehr Austausch unter den Lehrbeauftragten der Hochschule wäre klasse: ich weiß gar nicht, ob es eine Gruppen—Einführung für alle neuen Lehrbeauftragten gibt? Unsere Schulungen stehen natürlich offen und sind frei und umsonst zugänglich: Veranstaltungen am der Lichtenberg oder am Campus Schoneberg beginnen bald wieder, bzw. machen wir auch gerne Einzelschulungen auf Zuruf! Über die Möglichkeit, am Semesteranfang eine Gruppe von Lehrbeauftragten zu treffen, werde ich mich jetzt erkundigen: vielen Dank Nina für die Idee und die Inspiration! — Und vielen Dank Stefanie für diesen Beitrag!

  2. Aktives Plenum war auch bei uns eine gute Sache !! Wir haben es bei Herrn Birkenkrahe ebenfalls zu einer lebhaften Diskussion mit einem wahnsinnig großem Informationsfluss gebracht. Was aber fast noch cooler ist als aktives Plenum, ist ein Science Slam ! Da ging es mal richtig ab !!

  3. Stefanie Quade

    Die Durchführung des Science Slam in dem BIS Kurs war auf jeden Fall ein riesiger Spaß + Erfolg und für mich ebenfalls eine neue Erfahrung! Und die Studies haben Ihre Projektarbeiten unglaublich gut und lebhaft auf die Bühne und vor allem auf den Punkt gebracht! Um in der Lehre Neues auszuprobieren und methodisch und didaktisch nicht jedes Mal das Rad neu zu erfinden, ist ein Netzwerk unter den interessierten Lehrenden eine tolle Sache! Das Video-Interview ist übrigens nur entstanden, weil Nina Neef und ich zwar gern etwas dazu sagen, aber mangels Zeit nicht einen langen Artikel darüber schreiben wollten. Gesagt, getan – und hier ist es nun! Ich würde mich sehr freuen, auch Lehr-Erfahrungen anderer HWRler zB hier im elerner blog zu lesen!

  4. susannemey

    Hallo Stefanie,
    dann sollten wir die Daumen drücken, dass zukünftig noch mehr Lehrende “…etwas dazu sagen, aber mangels Zeit nicht einen langen Artikel darüber schreiben…” können. Das Video spiegelt sehr lebendig, was Austausch und Weiterbildung bewegen können. Und wie aktiv und interessiert viele HWR-Lehrkräfte sind. Durch unsere Beratungen im Bereich Moodle & Co können wir immer wieder erleben welch tolle Projekte es gibt (z.B. hier: http://elearning.hwr-berlin.de/blog/2011/09/15/wirtschaftssprachen-und-medienkompetenz-zum-erfolg-nutzen/).

    Gut fand ich auch den Hinweis von Nina Neef, wieviel von den Studierenden zurückkommt. Danke Euch für den tollen “Nicht-Artikel”!

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