Blended Learning – Best Practice Teil 1

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Über Blended Learning (Kombination aus Präsenzveranstaltungen und E-Learning, BlendIT) wurde auf diesem Blog schon viel berichtet. Das mag daran liegen, dass diese Art der Lehrveranstaltungen schon erfolgreich an dieser Hochschule praktiziert wird. Wer jetzt zum ersten Mal von diesem Begriff gehört hat, sich fragt, was sich dahinter versteckt oder gerne weitere Artikel zu diesem Thema lesen würde, der sollte sich durch unseren Blog klicken. Oder aber man lässt sich einfach von den Best Practice Beispielen an dieser Hochschule inspirieren, in welchen Dozentinnen und Dozenten von ihren persönlichen Erfahrungen mit Blended Learning berichten. 

Aus denen kann man nämlich nicht nur eine Menge über das Format Blended Learning lernen, sondern ebenso werden Fragen beantwortet, welche sich viele Anfänger stellen, die gern dieses Format einmal ausprobieren möchten. Fortgeschrittene auf dem Gebiet finden eventuell neue Ideen oder Lösungen für eigene Probleme. Im Teil 1 berichten Frau Gunnoltz und Prof. Dr. Rüggeberg über die Gestaltung von Moodlekursen im Blended Format sowie über die Nutzung dieser Angebote durch die Studierenden. Mehr möchte ich bei diesen spannenden Inhalten deshalb dazu auch gar nicht schreiben und Interessierte direkt auf die Videos verweisen.

Julia Gunnoltz – Entrepreneurship

Wie gestalte ich einen interaktiven Moodle-Kurs im Blended Learning? Welche Programme kann ich dafür nutzen? Und wie kann ich Theorie und Praxis in diesem Format verzahnen?
Spannende Antworten auf diese Fragen liefert Frau Gunnoltz:

Frau Gunnoltz berichtet von ihren Blended Learning-Erfahrungen, welche sie in ihrem unterrichteten Kurs Entrepreneurship (gemeinsam mit Prof. Ripsas) sammeln konnte. Die Struktur des Moodle-Kurses gliedert sich dabei in mehrere Level, welche sich in dem Schwierigkeitsgrad steigern. Die Studierenden hatten unter anderem die Möglichkeit mithilfe von selbst gedrehten interaktiven Videos (mit Camtasia und H5P), Quiz, selbst aufgenommenen Interviews und Lehrstoffergänzungen den Lernstoff durchzuarbeiten und während mehrerer Präsenzveranstaltungen, online Coachings (mit Adobe Connect) und in Aufgaben zu festen Abgabeterminen ihr Wissen anzuwenden. Die Verknüpfung von Praxis und Theorie konnte mithilfe von eingebundenen Start-up-Unternehmen hergestellt werden, welche ihre Unternehmenskonzepte in selbst aufgenommen Interviews (mit Skype) darboten und auch während des späteren Präsenztermines anwesend waren. Diskutiert wird weiterhin über die zeitliche Organisation des Kurses sowie die Beteiligung der Studierenden.

Prof. Dr. Harald Rüggeberg – Marketing

Welche Struktur kann ein Blended Learning-Kurs haben? Wie werden Online-Angebote von Studierenden auf Moodle genutzt? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Beantwortung von Quizaufgaben und der Leistung der Studierenden?
Spannende Antworten liefert Prof. Dr. Rüggeberg:

Prof. Dr. Rüggeberg beschreibt nicht nur die Struktur seines Blended Learning-Kurses im Bereich Marketing, sondern vergleicht mithilfe eines normalen Marketing-Kurses die Nutzung der Online-Angebote auf Moodle durch die Studierenden.
Im Blended Learning-Kurs ist den Studierenden mithilfe von kurzen Videos (Screencasts, Powerpointfolien), Lernfragen, Lehrmaterialien und verschiedenen Quiz in Moodle die Möglichkeit gegeben, eine erfolgreiche Vor- und Nachbereitung neben den Präsenzveranstaltungen durchzuführen. Zur Verknüpfung von Online- und Präsenzmodulen müssen Hausaufgaben abgegeben werden, welche in folgenden Präsenzveranstaltungen überprüft werden. Neben einer Kurzklausur wird der Lernerfolg durch eine Hausarbeit überprüft.
Mithilfe eines Lern-Monitoring-Tools (LeMo) wird die Nutzung der Online-Angebote auf Moodle durch die Studierenden analysiert. Während die Nutzerzahlen in dem normalen Marketingkurs zwei Wochen vor der Klausur explodieren, ergibt sich ein anderes Bild in dem Blended-Kurs. Im Allgemeinen nutzen die Blended-Studierenden die Angebote gleichmäßiger über den gesamten Kurzzeitraum verteilt. Weiterhin untersuchte Prof. Dr. Rüggeberg, ob es einen Zusammenhang zwischen Nutzung der Online-Angebote und der Klausurnote gibt. Er fand dabei einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der gelösten Quizaufgaben und einer positiven Note in der Klausur (ohne den Zeitraum der Prüfungsvorbereitung). Das begleitende Lernen stellt damit gerade in Blended Learning einen großen Stellenwert dar und drückt sich sogar in der Klausurnote aus.


Für die Veröffentlichung der Videos danken wir Julia und Gunnoltz und Prof. Dr. Harald Rüggeberg.
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