Call for Papers: Prozessanalyse und -Optimierung


Projekt-Idee

Gestaltung einer Aufgabe „Prozessanalyse und -Optimierung“ für Lehrveranstaltungen zum Thema Geschäftsprozessmanagement (GPM), deren Lösung unter Nutzung diverser online-Quellen und Modellierungstools zu entwickeln und dann auch online zu präsentieren ist.

Motivation

Prozessanalyse und -Optimierung gehören zum Curriculum von Lehrveranstaltungen zu GPM. Durch die Erarbeitung von digital bereit gestelltem Material ließe sich eine stärkere Aktivierung der Lernenden erreichen. Zugleich würden sich die Lernenden nicht nur theoretisches Wissen aneignen, sondern durch die Bearbeitung des Materials die Vorgehensweise nach“spielen“.

Die mit der Aufgabe erworbenen Fähigkeiten stünden den Studierenden in der Praxis für entsprechende Projekte sofort zur Verfügung. Zudem erleichtern sie den Zugang zu weiteren Themen (z. B. Modellierungsnotationen, Modellierungswerkzeuge, Managementkreislauf, Institutionalisiertes GPM), sei es nun in den Lehrveranstaltungen oder beim Lesen von Literatur.

Zielgruppe

Zielgruppe wären in erster Linie Studierende der HWR Berlin vom Fachbereich 3 (allgemeine Verwaltung) sowie vom FSI, die Geschäftsprozessmanagement im Kontext deröffentlichen Verwaltung kennen lernen. Prinzipiell kann die Aufgabe aber auch so gewählt werden, dass die entwickelten Materialien auch für auf den Business-Bereich ausgerichtete Veranstaltungen Sinn ergibt.

Gern würde ich die Lernumgebung auch einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren. Hierzu würde sich eine Einbindung in das von mir federführend entwickelte Portal GeProM.de eignen. So könnten Interessierte aus der öffentlichen Verwaltung von dem Projekt profitieren.

 

Vorgehenskonzept

  • Auswahl eines geeigneten Prozesses, der nicht zu umfangreich ist und zugleich Optimierungspotenziale birgt.
  • Entwicklung einer Aufgabe zur Prozessanalyse und -optimierung, die entlang bereit gestellter Informationen bewältigt werden kann.
  • Bereitstellung/Verweis auf eine oder mehrere Modellierungsumgebungen, die sich zur Modellierung von Ist- und Sollkonzept des ausgewählten Prozesses eignen.
  • Sofern verschiedene Modellierungstools einbezogen werden, könnte die Lösung auch arbeitsteilig erfolgen und in einem Forum zusammengeführt werden

 

Erforderliche/zu entwickelnde oder bereit zu stellende Arbeitsmaterialien

  • „Aufgabenfahrplan“, ggf. selbst in einem Prozessmodell realisiert
  • Antragsformulare
  • Gesetzesgrundlagen
  • Interviews mit am Prozess Beteiligten:
  • Darstellung der Abläufe und Aufgabenübernahmen,
  • Beschreibung von Verbesserungspotenzialen im Prozess
  • Interviews mit Kunden
  • Darstellung des Anliegens und der vom Kunden zu erbringenden Aktivitäten,
  • Verbesserungswünsche / Zufriedenheit
  • Leitfaden zur Prozessaufnahme
  • Leitfaden zur Prozessoptimierung
  • Anleitungen für mindestens eine, besser mehrere verschiedene Modellierungsumgebungen.
  • Mögliche Lösungen.

Mögliche Projektpartner

  • Anbieter für Modellierungswerkzeuge
  • Hochschulverwaltung (zur Aufgaben-Prozessfindung)

 

Prof. Dr. Dagmar Lück-Schneider

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3 Gedanken zu „Call for Papers: Prozessanalyse und -Optimierung

  1. In meiner aktuellen Lehrveranstaltung »Unternehmensmodellierung« an der HWR Berlin verwende ich mit den Studenten den web-basierten Signavio Modellierungseditor, der für akademische Zwecke kostenfrei ist. Weil Web-basiert können die Studenten einfach von überall modellieren und wegen der Kommentierfunktionalität des Editors kann ein Dozent den Fortgang der Arbeit ebenso bequem vom Sofa aus begleiten. In Signavio könnte man diese Idee leicht verwirklichen, indem man z.B. unvollständige oder falsche Prozessmodelle zur Korrektur anbietet. Aufgaben können im Einzel- oder Gruppenmodus bearbeitet werden. Dozenten kriegen hier sog. workspaces, de sie auch miteinander teilen können, d.h. Community-Potenziale werden freigesetzt. Kannst du Dir vorstellen, dieses Werkzeug zu verwenden, oder hattest du ganz was anderes im Sinn?

  2. Johannes

    Im Rahmen einer Recherche für die Optionen zur Modellierung unserer Unternehmensprozesse bin ich vor ein paar Jahren mal über ein ganz ähnliches Projekt namens Oryx gestoßen, das in der Zwischenzeit scheinbar leider aufgegeben wurde. Tatsächlich sieht es so ähnlich aus, dass ich davon ausgehe, dass Oryx in Signavio aufgegangen ist.
    Ich kann mich erinnern, dass ich von der Funktionalität und eben auch der Einfachheit der Kollaboration sehr begeistert war. Hätte ich also die Aufgabe, einen Prozess zu modellieren, wäre Signavio definitiv eines der Werkzeuge in der engeren Auswahl. Danke für die Idee! 🙂

  3. Hallo Marcus,

    folgende Antwort ist zwischenzeitig aufgrund Eures Serverausfalls im Nirwana verschwunden. Inzwischen habt Ihr ja auch meine Ideen um meine komplette Einreichung ergänzt. So ist möglicherweise meine jetzige Antwort für Dich nicht mehr mit viel Neuigkeitswert verbunden:

    Die Auseinandersetzung mit einem, besser aber mehreren Modellierungstools ist nur ein Aspekt meiner Überlegungen. So soll das Vorhaben auch dazu anregen, sich mit theoretischen Fragestellungen zum Geschäftsprozessmanagement zu befassen. Das können Ausführungen zum Procedere und zur Durchführung einer Ist-Erhebung sein, damit verbunden dann auch eine an der Aufgabe tatsächlich realisierte Recherche und Auswertung von Dokumenten zum Prozess, die Entwicklung von sinnvollen Fragen an Prozessbeteiligte(deren Beantwortung sich dann vielleicht aus eingestellten Videos mit diesen Personen erschließen ließe), die Auseinandersetzung mit Konzepten zur Optimierung … Hierzu möchte ich möglichst viele Online-Bausteine zum individuellen Abruf (selbst gesteuertes Lernen) erarbeiten um so den Vortragsanteil meiner Veranstaltung zu Gunsten einer Beratung bei den Arbeitsphasen reduzieren und auch zusätzlich andere Quellen/Autoren zu Wort kommen lassen. Auch verspreche ich mir so eine noch höhere Motivation für die Auseinandersetzung mit den theoretischen Inhalten. Eine arbeitsteilige Realisierung der Modellierung mit verschiedenen Werkzeugen – wir haben am Campus Lichtenberg z. B. das Werkzeug ADONIS der Firma BOC (ebenfalls kostenfrei) mit großer positiver Resonanz durch die Studierenden im Einsatz –, würde ich durchaus, auch um Vergleiche und die Auseinandersetzung mit Vergleichskritierien anstoßen zu können, begrüßen.

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