“Podcasts – HWR-Lehre aus der Hosentasche” von Markus Deimann

Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe Online Event – Lehre: digital, medial, planen, durchführen hat PD Dr. Markus Deimann am 10. Juni 2021 über Podcasts gesprochen.

PD Dr. Markus Deimann lehrt und forscht als Bildungswissenschaftlicher an der Schnittstelle von Technik und Pädagogik. Seit 20 Jahren ist er im Bereich Hochschullehre tätig und hat dabei auch übergreifende strukturelle Themen zur Zukunft der Hochschulen im Blick. Er setzt sich für einen kritischen, breiten Diskurs über Fragen zur digitalen Lehre ein. In dem Vortrag wurde der Begriff Podcast erläutert und dessen Formen erklärt. Dann ging Dr. Deimann darauf ein, wie ein guter Podcast in der Lehre entsteht.

An allererster Stelle sind Analyse und Konzeption. Dr. Deimann empfiehlt, sich zuerst zu überlegen, wer die Zielgruppe von dem Podcast sein wird. Davon hängt ab, wie man bestimmte Inhalte vermittelt. Man richtet sich nach dem Kenntnisstand von der Zielgruppe, damit die Zuhörer nicht über- oder unterfordert werden. Zudem spielen Motivation und technische Voraussetzungen eine Rolle. Es sind also viele Faktoren bei dem Erstellen eines Podcasts zu beachten. Wichtig ist außerdem eine sorgfältige Gliederung der Inhalte. Ideal sind Podcastlängen in Abschnitten von 10-15 Minuten (ggf. mit Zwischenübungen), sonst können die Zuhörer Konzentration verlieren. Auch hier ist die Zielgruppe wieder ein wichtiger Richtwert.

Im anschließenden Teil des Vortrags handelte es sich um vielfältige Einsatzmöglichkeiten von Podcasts. In der Lehre eignen sich die Podcasts nicht nur zur Vertiefung oder Integration, sondern auch als Feedback für Studierenden oder Lehrende. Außerdem können Podcasts dazu dienen, die Digitalkompetenzen zu fördern. Eine relativ neue Form ist Distribution von Veranstaltungen. Dr. Deimann verwies auch auf Beispiele von Podcasts in der Hochschullehre.

Im Weiteren befasste sich Dr. Deimann mit der Produktion von Podcasts. Er berichtete schrittweise über die Geräte, die man für die Produktion benötigt, – von den einfachen bis zu den anspruchsvollen.

Der Vortrag erregte großes Interesse der Teilnehmenden und noch bestehende Fragen wurden am Ende geklärt.

Wir danken Herrn Deimann für den informativen Vortrag und für die Denkanstoße.

Im Rahmen der Entwicklung des Blended-Studienganges am FB 1 setzte Thomas Schade schon 2017 HWR Berlin Podcast in seiner Lehre ein. Sein besonderes Konzept beschreibt er in einem Video.

Wie kann die Audioqualität verbessert werden?

Die Qualität von Audioaufnahmen kann schon mit einigen einfachen Tricks optimiert werden. Beim Gebrauch eines USB-Mikrofons oder einer Webcam halten Sie beim Sprechen ca. 20 cm Abstand von Mikrofon. Achten Sie beim der Verwendung eines Headsets darauf, dass dieses nicht zu nah an Ihrem Mund positioniert ist um Übersteuerungen zu vermeiden. Um bei einer Aufnahme das Auftreten von Hall zu minimieren und die Raumakustik zu optimieren, empfiehlt es sich die Produktion in einem möglichst kleinen Raum zu machen. Wenn möglich, dann produzieren Sie Ihre Aufnahmen in einem Raum mit Teppichböden und wenigen glatten Wänden. Vermeiden Sie es vor glatten Oberflächen wie zum Beispiel Fensterscheiben zu sitzen. Durch Gardienen, Regale und andere Möbelstücke werden die Reflexionen vom Schall gebrochen und somit die Raumakustik verbessert.

Anregungen

Print Friendly, PDF & Email

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


CAPTCHA-Bild
Bild neu laden