Slack

Wie wird überwiegend in einer Gruppe kommuniziert, wenn die Mitglieder nicht vor Ort sind? Per Mail und Telefon ? Wahrscheinlich. Möglicherweise werden informelle Nachrichten über einen Instant Messenger ausgetauscht oder Konferenzen per Video abgehalten. Für den Dateienaustausch werden zunehmend Cloud-Dienste in Anspruch genommen. Die Qualität des Austausches von Informationen in einer Organisation bestimmt wesentlich dessen Effizienz und Erfolg.
Zur Steigerung der Performance können diese auf eine Vielzahl von Werkzeugen zurückgreifen. Diese liefern Lösungen für einen speziellen Zweck. Zusammen arbeiten diese in der Regel nicht oder nur schlecht zusammen. Insbesondere der Informationsaustausch über den aktuellen Status von Projekten erweist sich als sperrig, da die Verwaltung von Dateien und der Nachrichtenaustausch meist parallel voneinander stattfinden.

Slack - Quelle: https://slack.com/brand-guidelines
Die Slack-App auf verschiedenen Geräten (Quelle: slack.com)

Das kalifornische Startup Slack hat dieses Problem aufgegriffen und mit seinem gleichnamigen Dienst ein nützliches Werkzeug geschaffen, das seit dem offiziellen Start im Februar 2014 äußerst erfolgreich ist und zunehmend von Organisationen und Unternehmen verwendet wird. Der Dienst bewirbt sich selbst als „Team communication for the 21st century“. Doch was macht Slack besonders, welche Funktionen bietet der Dienst und für wen eignet er sich?
Zunächst liegt der Fokus auf einer effizienteren Kommunikation innerhalb einer Organisation bzw. eines Teams. Das Fundament von Slack ist ein klassischer Instant Messenger. Personen können dafür in ein bereits existierendes Team eingeladen werden oder ein neues Team gründen. Die Kommunikation findet vorwiegend in „Channels“ statt. Die Nutzer können beispielsweise für eine Abteilung, ein Thema, einen Standort oder eine Projektgruppe einen Channel eröffnen und darin entsprechende Nachrichten und Dateien austauschen. Die Inhalte sind generell für jedes Teammitglied zugänglich. Darüber hinaus ist es in privaten Channels möglich, in einem begrenzten Kreis über sensible Themen zu kommunizieren. Die Teammitglieder können außerdem direkt einzelne Teammitglieder ansprechen.
Das Senden und Verteilen von Dateien wird durch die Channels vereinfacht, da keine Mail-Verteiler gesucht oder Berechtigungen für einen Ordner erteilt werden müssen. Wenn Cloud-Dienste in Slack eingebunden werden, werden diese synchronisiert. Diese und alle weiteren Dateien, Nachrichten oder Benachrichtigungen werden für die spätere Suche indexiert und archiviert. Die Suche findet Ergebnisse innerhalb von Dateien.
Mit der Einbindung von externen Diensten durch den neuen und betriebseigenen App-Store wird die Funktionalität von Slack zusätzlich gesteigert. Beispielsweise können Benachrichtigungen für Fehlermeldungen und aktuelle Verkaufszahlen oder anstehende Veranstaltungen und Aufgaben in den Dienst integriert werden. Die Suche findet auch innerhalb der eingebunden Inhalte Ergebnisse.
Zuletzt ist die aufgeräumte Benutzeroberfläche sowie die benutzerfreundliche Bedienung ein weiterer Grund für den Erfolg und Attraktivität des Dienstes. Die Kommunikation innerhalb einer Organisation wird dadurch spürbar vereinfacht. Die intelligente Suchfunktion verkürzt zudem die Suchzeiten für Dateien oder Nachrichten. Für größere Organisationen oder Unternehmen eignet sich der Dienst jedoch noch nicht, da zu viele Channels und Teammitglieder zu Unübersichtlichkeit führen. Eine „Enterprise“-Lösung wurde für Frühjahr 2016 angekündigt. Zweifelsfrei eignet sich Slack hervorragend für kleinere und mittlere Unternehmen, Vereine und diverse Gruppen.

Slack ist ein plattformunabhängiger Messenger für Teams. Weitere Informationen auf www.slack.com.

Slack ist auf Android, iOS und Windows Phone für Mobilgeräte und als Browseranwendung für Desktop-Computer (Mac und Windows) verfügbar. Für kleinere Teams ist die Nutzung kostenlos. Für erweiterte Funktionen und Support gibt es zahlungspflichtige Abo-Modelle.

 

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2 Gedanken zu „Slack

  1. Sehr cool – habe gleich hwrberlin.slack.com erzeugt und mich angemeldet. Vielleicht kann ich das gleich in einem aktuellen Kurs verwenden. Spannend, wird auch von der NASA verwendet (keep in touch with curiosity). Und die Benutzeroberfläche ist in der Tat prima. Komisch, wie “kindlich” modernes Design immer wirkt: grelle Farben, große Knöpfe…woran das wohl liegt. Jedenfalls wirkt es auf mich kindlich, auf andere vielleicht einfach freundlich. Manchmal denke ich mit nostalgisch gefärbter Abneigung an die Web-Designs der 1990er zurück…hier mal ein Blick auf die Kopie meiner Homepage aus dem Jahre 1994.

  2. …habe jetzt ein bisschen mit Slack rumgespielt und ich denke, ich werde das mal in meiner nächsten Wirtschaftsinformatik-Lehrveranstaltung ausprobieren, wo ein Teamprojekt mehrere Teams für ein ganzes Semester beschäftigt & sich immer kurzfristig Info-Bedarfe ergeben. Außerdem Alternative zu WhatsApp. Ich habe einen HWRBerlin-Slack-Place eingerichtet und erstmal alle E-Learning Leute, die mir so eingefallen sind, eingeladen. Dann gibts außer den Standard-Kanälen (#random und #general) jetzt den #moodle Kanal. Mal sehen was passiert!

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