Vorstellung: edX – immer und überall lernen

Accelerate your future. Learn anytime, anywhere.


Das Lernen von neuen Dingen hat sich die letzten Jahre gewandelt und dieser Wandel ist noch lange nicht fertig. Das Voranschreiten der Digitalisierung gibt uns mehr und mehr neue Möglichkeiten Neues zu lernen. MOOC’s geben uns die Möglichkeit immer und überall neue Horizonte zu erforschen.

Eine spannende Non-Profit-Plattform ist EdX, auf der weltweit Kurse aus verschiedenen Themenbereichen angeboten werden. Die Kurse werden von mittlerweile über 90 Partneruniversitäten und Instituten bereitgestellt. Die Kurse sind über den Webbrowser oder einer kostenfreien App erreichbar.

Gegründet wurde die Plattform im Jahr 2012 von der Harvard University und dem MIT, mittlerweile gibt es über 1.200+ Kurse.

Gegen eine Gebühr ab $49 kann man sich die Teilnahme an einem Kurs zertifizieren lassen. Im Vergleich zu anderen Onlinekursen ist das ein lukratives Angebot.

Die populärsten Themenbereiche sind:

Zur Zielgruppe der Plattform gehören all jene, die ihre Fähigkeiten für das Berufsleben verbessern oder sich einfach weiterbilden wollen.

Dank des breiten Repertoires an Partnern, zu denen große Namen gehören wie Massachusetts Institute of Technology , Havard University, Berkeley University of California, RWTH Aachen University, ETH Zürich, Amazon Web Services, IBM, Red Hat und viele mehr, sind die Kurse verifiziert und die Korrektheit der Inhalte gesichert. Die meisten Kurse sind in englischer und spanischer Sprache.

Die Kurse eigenen sich besonders zur Ergänzung zu Studieninhalten, da man hier nochmals einen anderen Blick auf ein Thema erhält. Aber auch wenn man Neues lernen will, eignen sich die Kurse hervorragend. Quasi nie wieder Langeweile!


Alternativen?

Alternativ gibt es, besonders für den deutschsprachigen Raum die Kurse des openHPI hier besteht sogar die Möglichkeit bei einigen Kursen ECTS zu erhalten. Einige Kurse bei edX gehören dem  “MicroMaster Programm” und geben credits für ein MicroMaster Zertifikat.

Anders wie andere online Lernplattformen, wie zum Beispiel Udemy oder video2Brain ist diese Plattform im Grunde komplett kostenlos.

Besonders positiv bei edX ist der kollaborative Ansatz, über bestimmte Twitter Hashtags oder Foren werden Teilnehmer/-innen angeregt sich über Lerninhalte auszutauschen. Durch die hohe Anzahl an Nutzern gibt es viele, die sich interaktiv beteiligen, dass motiviert zusätzlich sich auch zu beteiligen und in den Austausch mit anderen zu gehen, was wiederum für eine bessere Lernkurve sorgt.

Auch die Methodik fällt positiv auf – meist werden Videos gezeigt in den Dozenten sprechen und nebenbei ein Skript abläuft, zusätzlich kann man ein Transskript des gesprochenen Anzeigen.


Und was bringt’s im Endeffekt?

Beschäftigt man sich intensiv mit einer Thematik und zieht dabei mehrere Quellen zu Hilfe so hat man breiteres Wissen auf dem Gebiet, was einem sicher nicht nur für Prüfungen hilft, sondern einen wirklich weiterbringen kann. Mögliche Abschluss- oder Teilnehmerzertifikate machen sich auch im Lebenslauf nicht schlecht – Personaler sehen dadurch, dass man sich für ein Thema interessiert und sich aus eigenem Interesse weiterbildet. Zwar werden die Zertifikate nicht im klassischen Sinne anerkannt. Dennoch zeigen sie deutlich, dass man bereit ist, sich weiterzubilden und geben zudem eine Referenz dafür, dass man sich in dem Thema auskennt über die Vorlesungsinhalte hinaus. Ob es das einem nun Wert ist 49$ zu investieren bleibt fraglich. Das Einfache erwähnen, dass man teilgenommen hat, zeigt meines Erachtens genug Initiative und außerdem, das wohl wichtigste, man hat etwas dabei gelernt.

 

Print Friendly, PDF & Email

Bildquellen

2 Gedanken zu „Vorstellung: edX – immer und überall lernen

  1. Ich belege gegenwärtig einen Kurs bei edX, finde (für mein Fach zumindest) Coursera aber noch sinnvoller. Bei Coursera belege ich gleich zwei Kurse, die ich echt schwierig finde – ich kann die Inhalte zwar verstehen und die Aufgaben lösen, aber es fällt immer wieder schwer, die nötige Zeit zu finden. Die Kurse sind auch didaktisch gelegentlich nicht gut aufbereitet – oder vielleicht anders gesagt: die didaktische Spannbreite ist ungeheuer groß. Da gibt es Kurse, in denen keine Vorlesung unter 20 Minuten liegt (finde ich problematisch), und bei anderen gibt es bloß Texte und den ein oder anderen Video. Am Besten hat mir in den letzten Monaten ein Kurs zum Thema Philosophy of Technology gefallen (bei edX) – auch da gab es mathematisch die eine oder anderer Hürde (es ging um Kosmologie und Dark Matter), aber ich kam durch (weil ich mal Physik studiert habe). Als Ergänzung zum Studium absolut zu empfehlen, gerade, wenn man sich für ein Spezialthema interessiert – ein richtiger Ersatz fürs Studieren ist es noch nicht. Aber ich bin eigentlich überzeugt, dass zumindest einige der Plattformen dahin kommen werden – vielleicht schon in den nächsten 5 Jahren. Wenn auch nur deshalb, weil weltweit eine echte Nachfrage, ein Hunger nach Wissen, besteht, den man sich in unserer informationsgesättigten Gesellschaft kaum mehr vorstellen kann…

  2. Philip Waegt

    Ich persönlich bin auch gerade dabei ein Kurs dort zu machen, allerdings auch nur um einen Einblick in das Thema zu bekommen. So in die tiefe gehend wie dort Angeboten schaffe ich zeitlich neben dem “normalen Studium” auch nicht.
    Ich finde es auch spannend was aus solchen Plattformen in den nächsten Jahren wird.
    Besonders bei IT Themen, die sich ja sehr schnell verändern derzeit.
    Sehr spannend auch wie dort neue Forschungsgebiete vorgestellt werden! 🙂

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


CAPTCHA-Bild
Bild neu laden