

{"id":11231,"date":"2015-11-26T11:42:10","date_gmt":"2015-11-26T09:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/?p=11231"},"modified":"2018-06-01T15:17:04","modified_gmt":"2018-06-01T13:17:04","slug":"maschinen-die-immer-mehr-wissen-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/maschinen-die-immer-mehr-wissen-teil-2\/","title":{"rendered":"Maschinen, die immer mehr wissen &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: center;\">Teil 2<\/h3>\n<div id=\"attachment_10968\" style=\"width: 505px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/nicolequevillonphotography\/8679857261\/\" target=\"_blank\" rel=\"- Lightbulb Nicole Quevillon noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-10968\" class=\"wp-image-10968\" src=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-content\/uploads_elerner\/2015\/10\/lightbulb.jpg\" alt=\"Nicole Quevillon - Lightbulb\" width=\"495\" height=\"324\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-10968\" class=\"wp-caption-text\">Nicole Quevillon &#8211; Lightbulb<\/p><\/div>\n<p>So lautete der Titel einer Pr\u00e4sentation auf dem <a href=\"https:\/\/ecber15.educamps.org\/\">EduCamp<\/a> 2015 in Berlin.<br \/>\nDieser eigentlich unscheinbare Titel brachte mich zum Nachdenken\u2026<\/p>\n<p>Maschinen wissen schneller Bescheid als wir?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im <a href=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/2015\/10\/21\/maschinen-die-immer-mehr-wissen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ersten Teil<\/a> habe ich \u00fcber das \u201emehr wissen\u201c geschrieben und meine Ansicht dazu weitergeben. Im zweiten Teil m\u00f6chte ich mich mit dem \u201eschneller wissen\u201c besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Erst k\u00fcrzlich habe ich die Gelegenheit gehabt, eine neue E-Klasse von Mercedes zu fahren und konnte dieses \u201eschnelle Wissen\u201c am eigenen Leibe erfahren. In diesem Fall berichte ich nat\u00fcrlich von einer positiven Erfahrung.<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich halte mich f\u00fcr einen aufmerksamen und guten Autofahrer. Ich habe meinen F\u00fchrerschein seit 9 Jahren und hatte noch nie einen Unfall. Dennoch war ich h\u00e4ufig in einer dieser Situationen, in denen einem der Puls erstmal 200% schneller schl\u00e4gt: Ein Kind rennt auf die Stra\u00dfe, ein anderer Autofahrer ist unaufmerksam und schneidet mich haarscharf. Bisher sind diese Situationen glimpflich ausgegangen, weil ich entweder vorsichtig genug war oder aber schnell genug reagiert habe.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re vermessen von mir zu behaupten, dass ich in 30 Jahren immer noch in der Lage bin, so schnell zu reagieren. Deswegen war ich \u00fcber den Fortschritt der Technik erstaunt, wenn es darum geht, etwas zu wissen, oder vielmehr zu erkennen, bevor ich es wei\u00df.<br \/>\nSo schaltet das Fahrzeug schneller als ich und erkennt eine gef\u00e4hrliche Situation aktuell in Bruchteilen einer Sekunde und reagiert.<\/p>\n<p>Es mag daran liegen, dass die Evolution uns Menschen nicht mit Augen im Hinterkopf gesegnet hat, oder unsere Aufmerksamkeit auch ohne ADS schnell vom Wesentlichen abgelenkt ist. Einer der entscheidensten Unterschiede in diesem Beispiel wird mit Sicherheit sein, dass wir in der Lage sind, Technik schneller gegebenen Umst\u00e4nden anzupassen als es die Evolution bei uns selbst erlaubt. Aus rein technischer Sicht ist es also so, dass ein modernes Auto wie die E-Klasse mit ihren Sicherheitssystemen einfach ein weiteres Paar Augen im Heck bekommt, wenn wir feststellen, dass wir immer mehr Auffahrunf\u00e4lle provozieren. Bei Recherchen zu diesem Thema fiel mir noch das Sicherheitssystem eines anderen Autobauers auf, das wir als Menschen vielleicht niemals entwickeln werden. Audi bietet bei einigen Fahrzeugmodellen an, eine Nachtsichtkamera verbauen zu lassen, die im Display Personen auf der Fahrbahn oder am Fahrbahnrand, selbst bei schlechtesten Lichtverh\u00e4ltnissen erkennt und akustisch sowie optisch davor warnt. Selbst mit meinem noch jungen Verstand und wachen Augen kann ich mich nicht mit dieser Art der Technik messen.<\/p>\n<p>Unweigerlich stellt sich mir nat\u00fcrlich die Frage, ob ich nicht irgendwann als Fahrer \u00fcberfl\u00fcssig werde? Fakt ist, der Computer an Board so eines Fahrzeuges verarbeitet Informationen deutlich schneller als ich und vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit bis Entwickler in der Lage sind, ein System zu entwickeln, das eine Gefahren-Situation viel besser einsch\u00e4tzen und dementsprechend reagieren lassen kann. \u00dcberfl\u00fcssig werde ich allerdings nicht, zumindest hoffe ich das.<br \/>\nDenn klar, Maschinen k\u00f6nnen mehr wissen, Maschinen k\u00f6nnen es schneller wissen, aber das Ganze ist absolut nutzlos, wenn es niemanden gibt, der solche Systeme entwickelt und weiterentwickelt. Wissen Maschinen also nun etwas schneller als ich? Ich denke schon, vor allem unter Anbetracht der unumstrittenen Tatsache, dass man als Mensch \u00e4lter wird.<\/p>\n<p>Ich glaube, dies ist einer der Hauptunterschiede zwischen einem alten Model als Mensch oder z.B. eines alten Autos. Wir gehen nicht einfach nur kaputt und nutzen uns ab, wir werden ab einem gewissen Alter in unseren motorischen und geistigen F\u00e4higkeiten definitiv unwiderruflich schlechter. Ob dieser Entwicklungsstand tats\u00e4chlich dazu f\u00fchrt, dass wir als Menschen \u00fcberfl\u00fcssig werden und was f\u00fcr negative Konsequenzen das \u201emehr und schneller wissen\u201c haben kann, behandle ich im dritten Teil dieses Artikels.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Teil 2 So lautete der Titel einer Pr\u00e4sentation auf dem EduCamp 2015 in Berlin. 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