

{"id":12939,"date":"2016-12-12T13:52:45","date_gmt":"2016-12-12T11:52:45","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/?p=12939"},"modified":"2018-05-25T15:52:55","modified_gmt":"2018-05-25T13:52:55","slug":"vg-wort-ein-wechselbad-der-hoffnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/vg-wort-ein-wechselbad-der-hoffnung\/","title":{"rendered":"VG Wort &#8211; ein Wechselbad der Hoffnung"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_12952\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12952\" class=\"size-medium wp-image-12952\" src=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-content\/uploads_elerner\/2016\/12\/Ordner-300x266.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"266\" srcset=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-content\/uploads_elerner\/2016\/12\/Ordner-300x266.jpg 300w, https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-content\/uploads_elerner\/2016\/12\/Ordner-768x682.jpg 768w, https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-content\/uploads_elerner\/2016\/12\/Ordner-1024x909.jpg 1024w, https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-content\/uploads_elerner\/2016\/12\/Ordner.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-12952\" class=\"wp-caption-text\">Zur\u00fcck zum analogen Semsesterapperat (eigenes Bild)<\/p><\/div>\n<p>&#8222;<em>&#8230;keine Hoffnung auf Einigung&#8230;&#8220;, &#8222;Aufschub bis 1.4&#8230;.&#8220;; &#8222;&#8230;Sperrung aller Kurse ab 1.1.2017 empfohlen&#8230;&#8220;, &#8222;&#8230;Ergebnis wird erwartet&#8230;&#8220;, &#8222;einvernehmlich &#8230; L\u00f6sungsvorschlag&#8220;<\/em><\/p>\n<p>T\u00e4glich gibt es neue Ger\u00fcchte, Informationen und Pressemitteilungen zu den schwierigen Verhandlungen mit der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort). Die gute Nachricht: Die Verhandlungen laufen und nach dem derzeitigen Stand hat der Aufschub der ab 2017 geplanten Einzelfallerfassung gute Chancen.<\/p>\n<p><strong>Der Hintergrund:<\/strong><\/p>\n<p>Bisher regelte der <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/urhg\/__52a.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00a752a<\/a> des Urhebergesetzes die\u00a0Zug\u00e4nglichmachung von urheberrechtlich gesch\u00fctzten Werken zur Veranschaulichung im Unterricht an Hochschulen. Demnach durften \u201e<em>kleine Teile eines Werkes, Werke geringen Umfangs sowie einzelne Beitr\u00e4ge aus Zeitungen oder Zeitschriften [&#8230;] f\u00fcr einen bestimmt abgegrenzten Kreis von Personen&#8230;\u201c zug\u00e4nglich gemacht werden.<\/em> <!--more-->Daf\u00fcr war &#8222;<em>&#8230;eine angemessene Verg\u00fctung zu zahlen<\/em>\u201c, die \u00fcber eine Pauschale abgerechnet wurde. Die Aufhebung dieser Norm und eine seitengenaue Abrechnung der Anspr\u00fcche standen immer wieder zur Debatte &#8211; die Hochschulen argumentierten dagegen mit dem unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Mehraufwand. Doch nach einem\u00a0 <a href=\"http:\/\/juris.bundesgerichtshof.de\/cgi-bin\/rechtsprechung\/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=pm&amp;sid=a36821df0360e34a7e02f69a83d0072f&amp;nr=65649&amp;linked=urt&amp;Blank=1&amp;file=dokument.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BGH-Urteil<\/a> ist der &#8222;<em>&#8230; Aufwand bei der Erfassung der vom Gesamtvertrag umfassten Nutzungen<\/em>&#8220; gerechtfertigt, &#8222;.<em>..um eine gr\u00f6\u00dfere Genauigkeit bei der Berechnung der Verg\u00fctung zu erm\u00f6glichen<\/em>&#8222;.<\/p>\n<p>Im <a href=\"https:\/\/www.kmk.org\/fileadmin\/Dateien\/pdf\/PresseUndAktuelles\/2016\/2016-10-05_Rahmenvertrag_zur_Verguetung_von_Anspruechen_nach___52a_UrhG.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rahmenvertrag<\/a> zwischen der Kultusministerkonferenz (KMK) und VG Wort wurde die Verg\u00fctung also neu geregelt und sah eine Einzelfallabrechnung ab dem 1.1.2017 vor. Alle Hochschulen sollten dieser Vereinbarung beitreten.<\/p>\n<p><strong>Die Probleme:<\/strong><\/p>\n<p>Jede Seite aus jedem Skript in Verbindung mit den Nutzerzahlen eines aktuellen Kurses einzeln zu melden und abzurechnen, stellt die Hochschulen vor eine gro\u00dfe Herausforderung. <span class=\"metaDataFieldValueEven\">Im Wintersemester 2014\/2015 lief an der<\/span><span class=\"metaDataFieldValueEven\"> Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck ein<\/span><span class=\"metaDataFieldValueEven\"><a href=\"https:\/\/www.virtuos.uni-osnabrueck.de\/forschung\/projekte\/pilotprojekt_zum_52a_urhg.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Pilotprojekt<\/a> um Kosten, Aufwand und Workflows der Einzelerfassung aller relevanten Texte in digitalen Semesterapparaten zu untersuchen.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/repositorium.uni-osnabrueck.de\/bitstream\/urn:nbn:de:gbv:700-2015061913251\/2\/workingpaper_02_2015_virtUOS.pdf\">Auswertung<\/a> zeigte, dass die Meldungen &#8222;<em>&#8230;nur bei einem Viertel des Erwartungswertes lagen<\/em>&#8222;. Die Literaturbeschaffung wurde daf\u00fcr zunehmend den Studierenden \u00fcberlassen. Au\u00dferdem gab es Schwierigkeiten, meldepflichtige Dokumente korrekt zu erkennen (bspw. wenn die Lehrende Mitautoren der Texte waren) und die ermittelten Aufwandskosten \u00fcberstiegen die abzurechnenden Verg\u00fctungen um das Mehrfache. Der Unmut bei Studierenden und Lehrkr\u00e4ften war deutlich zu sp\u00fcren, in den Zitaten \u00fcberwiegen die negativen Stimmen :<\/p>\n<p>&#8222;<em>Wenn man von Wissenschaftlern verlangt, dass Sie sich wie Buchhalter verhalten, dann wird man \u00fcber kurz oder lang auch Buchhalter bekommen und keine Wissenschaftler mehr.&#8220;<br \/>\n<\/em><\/p>\n<div data-canvas-width=\"459.7056\">&#8222;<em>Es l\u00e4uft insgesamt doch darauf hinaus, nur noch mit eigenen Materialien zu arbeiten. &#8230;Die Studierenden erhalten nicht mehr die Bandbreite unterschiedlichen Wissens. Sehr schade!!<\/em>&#8222;<\/div>\n<div>(Quelle: a.a.O. s.65 ff)<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Unabh\u00e4ngig von dieser Untersuchung, deren Ergebnis m.E. einmal mehr die Sinnhaftigkeit hinterfragt, ermittelten hochschul\u00fcbergreifende Arbeitsgruppen n\u00f6tige Umsetzungsschritte\u00a0 und deren technische, organisatorische und rechtliche H\u00fcrden. Die damit verbundene Machbarkeitsanalyse bel\u00e4uft sich f\u00fcr die geplante Umsetzung auf einen Zeithorizont von bis zu 18 Monaten .<\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Der Sachstand:<\/strong><\/div>\n<div><\/div>\n<div>Die Landesrektorenkonferenzen der meisten Bundesl\u00e4nder haben im Namen der von Ihnen vertretenen Hochschulen erkl\u00e4rt, dem Vertrag nicht beizutreten.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Nach der derzeitigen Rechtslage bedeutet das, dass ab 1.1.2017 keine Lehrwerke mehr unter der Ma\u00dfgabe des \u00a752a UrhG in Lernplattformen (&#8222;<em>digitale Semesterapparate<\/em>&#8222;) eingestellt werden d\u00fcrfen. Die Ver\u00f6ffentlichung in den &#8222;<em>physischen Semesterapparaten<\/em>&#8220; (das w\u00e4ren dann wieder die alten Leitzordner) k\u00f6nnen \u00fcber die Kopierpauschale abgerechnet werden. Texte, die mit einer Creative-Commons-Lizenz gekennzeichnet sind (Vorsicht: auch hier gibt es ein<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/landgericht-hamburg-website-betreiber-haftet-fuer-verlinkte-inhalte-a-1125189.html\"> neues Urteil<\/a>) oder Texte, bei denen Einzellizenzen beim Verlag erworben wurden, k\u00f6nnen hochgeladen werden.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>G\u00fcnstig ist diese Regelung weder f\u00fcr die VG Wort noch f\u00fcr die Hochschulen &#8211; bis vor wenigen Tagen sah es trotzdem so aus, als f\u00fchre jeder Weg zu dieser Vorgehensweise. Vor drei Tagen dann sorgte eine Pressemitteilung f\u00fcr ein Aufatmen.<em>&#8222;<a href=\"https:\/\/www.hrk.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilung\/meldung\/hrk-kmk-und-vg-wort-entwickeln-gemeinsame-loesung-zu-digitalen-semesterapparaten-4081\/\">HRK, KMK und VG Wort entwickeln gemeinsame L\u00f6sung zu digitalen Semesterapparaten<\/a>&#8222;<\/em> hie\u00df es am 9. Dezember 2016. Demnach will die &#8222;<em>&#8230;Arbeitsgruppe .. rechtzeitig vor dem Jahresende 2016 einvernehmlich einen L\u00f6sungsvorschlag vorlegen. Die Partner wollen eine bruchlose weitere Nutzung der digitalen Semesterapparate an den deutschen Hochschulen \u00fcber die Jahreswende hinaus gew\u00e4hrleisten.<\/em><br \/>\n<em>Sie wollen ferner bis zum 30. September 2017 unter Ber\u00fccksichtigung der BGH-Entscheidung vom 20. M\u00e4rz 2013 eine praktikable L\u00f6sung an den deutschen Hochschulen implementieren.<\/em><strong>&#8222;<\/strong><\/div>\n<div><strong><br \/>\n<\/strong>Wir folgen die Verhandlungen mit Spannung, dr\u00fccken die Daumen und werden unsere Lehrenden \u00fcber neue Entwicklungen umgehend informieren.<\/div>\n<div>Besuchen Sie f\u00fcr weiterf\u00fchrende Informationen auch unseren <a href=\"http:\/\/moodle.hwr-berlin.de\/course\/view.php?id=32555\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Moodle Infokurs<\/a> zum Urheberrecht.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Susanne Mey, Katja Drasdo<br \/>\nE-Learning Team der HWR Berlin<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer; top: 28px; left: 20px;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;&#8230;keine Hoffnung auf Einigung&#8230;&#8220;, &#8222;Aufschub bis 1.4&#8230;.&#8220;; &#8222;&#8230;Sperrung aller Kurse ab 1.1.2017 empfohlen&#8230;&#8220;, &#8222;&#8230;Ergebnis wird erwartet&#8230;&#8220;, &#8222;einvernehmlich &#8230; L\u00f6sungsvorschlag&#8220; T\u00e4glich gibt es neue Ger\u00fcchte, Informationen und Pressemitteilungen zu den schwierigen Verhandlungen mit der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort). 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