

{"id":16440,"date":"2015-01-30T11:27:20","date_gmt":"2015-01-30T10:27:20","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/?p=16440"},"modified":"2018-10-01T13:59:39","modified_gmt":"2018-10-01T11:59:39","slug":"mit-design-thinking-die-studentische-innovationsfaehigkeit-foerdern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/mit-design-thinking-die-studentische-innovationsfaehigkeit-foerdern\/","title":{"rendered":"Mit Design Thinking die studentische Innovationsf\u00e4higkeit f\u00f6rdern"},"content":{"rendered":"<p>Prof. Dr. Anja Grothe und Martin Mahn konnten den Studierenden 2015, gef\u00f6rdert durch die Qualit\u00e4tsoffensive Lehre, einen Innovationsprozess unter Einsatz von &#8222;Design Thinking&#8220; n\u00e4her bringen. <!--more--><\/p>\n<p><strong>Warum haben Sie sich f\u00fcr diesen didaktischen Ansatz entschieden?<br \/>\n<\/strong>Die Design Thinking Methode (DT) ist ein nutzerzentrierter, multidisziplin\u00e4rer Ansatz, der hervorragend in das Fach Innovationsmanagement integriert werden und hier neue Impulse setzen kann. Der didaktische Ansatz beteiligt dabei alle Studierenden, ohne ihnen vorab L\u00f6sungen zu pr\u00e4sentieren. Vielmehr geht es zun\u00e4chst darum, das richtige Problem zu finden. M\u00f6gliche L\u00f6sungen m\u00fcssen die Studierenden gemeinsam \u2013 zu unterschiedlichen Themen\/Fragestellungen \u2013 in Kleingruppen (Teamarbeit) unter Anleitung von Coaches (Grothe, Hause) selbst entwickeln. Es ist also ein Partizipationsansatz, der sowohl die Fach- und Methodenkompetenz als auch die Aktivit\u00e4tskompetenz st\u00e4rken kann.<\/p>\n<p>Ich selbst kenne diese Methode schon \u00fcber 5 Jahre und habe eine Fortbildung in DT gemacht, um die Prozesse entsprechend moderieren zu k\u00f6nnen. Angewendet habe ich DT au\u00dferhalb der HWR in meinem Forschungsprojekt \u201eBenIN\u201c (Berliner Netwerk f\u00fcr Innovation und Nachhaltigkeit) bei unterschiedlichen Unternehmen.<\/p>\n<p><strong>Was ist das Neue an Ihrem Lehr-Ansatz im Gegensatz zur vorherigen ?<br \/>\n<\/strong>Neu ist, dass alle Studierenden an einem ganzen Tag (Sa) zusammen zu unterschiedlichen Themen\/Fragestellungen nach der DT-Methode L\u00f6sungen entwickeln. Der DT Prozess ist kreativ, innovativ und zugleich stark strukturiert. Dadurch erfahren und lernen die Studierenden ein Instrument kennen, das in vielen anderen Situationen\/Zusammenh\u00e4ngen eingesetzt werden kann, um auf neue L\u00f6sungen zu kommen. Das Besondere ist, dass alle Studierenden an einem Tag im Team lernen, die sechs gelernten Prozessphasen (von der Analyse des Problemraums bis einschlie\u00dflich dem Testen von Prototypen), Teamregeln und Methoden direkt praktisch anwenden und so ganz konkrete L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr ihre Fragestellungen entwickeln, die zuk\u00fcnftig durchaus auch umsetzbar sind. Die Produkt-\/Dienstleistungsideen sollen nach M\u00f6glichkeit in einer Hausarbeit fortgesetzt werden.<\/p>\n<p>Die vorherige Lehrpraxis sah nur Vortr\u00e4ge oder seminaristischen Unterricht (bei ca. 60 Studierenden!) vor. Da sind Anwendung und\/oder Erleben nicht m\u00f6glich. DT sollte jedoch praktisch erfahrbar und erprobt werden; eine rein theoretische Vermittlung ist nicht zielf\u00fchrend.<\/p>\n<p><strong>Welche Ziele verfolgen Sie mit der Methode, und was waren Ihre Erwartungen?<br \/>\n<\/strong>Die Studierenden sollen DT als Prozessmethode im Innovationprozess kennen lernen. Sie sollen die Vorteile einer stark strukturierten und zeiteffizienten Arbeitsweise (Time Boxing) und Vorteile des interdisziplin\u00e4ren, bereichs\u00fcbergreifenden Zusammenarbeitens kennenlernen. Sie sollen lernen, welche Relevanz der \u201eresearch\u201c und &#8222;empathy&#8220; Teil im Innovationsprozess hat und wie man Ideen in schnelle Prototypen \u00fcbersetzt und deren praktische Relevanz \u00fcberpr\u00fcft (Validierung durch User Feedback).<br \/>\nUnd sie sollen erkennen, welche Vorteile iteratives Vorgehen hat (stetige Optimierung des Ergebnisses) und lernen, aus einem Prototypen ein Gesch\u00e4ftsmodell zu entwickeln.<\/p>\n<p>Die Studierenden waren auf der einen Seite begeistert und wirklich \u201eanwesend\u201c. Auf der anderen Seite haben einige wegen des Samstagstermins gemurrt. Festzuhalten ist aber, dass in keiner normalen Wochenveranstaltung die Motivations- und Aufmerksamkeitskurve so hoch war, wie an dem Samstag.<\/p>\n<p><strong>Worin besteht aus Ihrer Sicht der Mehrwert des neuen Ansatzes, f\u00fcr die Studierenden und f\u00fcr die Lehrenden?<br \/>\n<\/strong>Die Studierenden lernen eine in der Praxis sehr gut eingesch\u00e4tzte Methode zur Entwicklung von Innovationen kennen und entwickeln zus\u00e4tzlich eine Vielzahl von Schl\u00fcsselqualifikationen, z.B. indem fachbezogene Ideen aus der individuellen Problemstellungs-\/Ideenphase und Ressourcenreduktion f\u00fcr Produkt-\/Dienstleistungsideen genutzt werden k\u00f6nnen, sie moderieren und brainstormen und auf Andere eingehen m\u00fcssen. Der iterative Probleml\u00f6sungsprozess ist sehr gut \u00fcbertragbar auf viele andere Fragestellungen<\/p>\n<p><strong>Was sind wichtige Rahmenbedingungen und Voraussetzungen f\u00fcr eine nachhaltige Verankerung der Methode an der Hochschule?<br \/>\n<\/strong>Eine organisierte und professionelle Ausgabe und Pflege von Moderationstafeln und Materialien sowie ein Unterst\u00fctzung der Hausmeister bei der Raumherrichtung auch nach 15 Uhr und an Samstagen<\/p>\n<p><strong>Autor\/innen:<\/strong> Prof. Dr. Anja Grothe und Martin Mahn<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. Dr. Anja Grothe und Martin Mahn konnten den Studierenden 2015, gef\u00f6rdert durch die Qualit\u00e4tsoffensive Lehre, einen Innovationsprozess unter Einsatz von &#8222;Design Thinking&#8220; n\u00e4her bringen.<\/p>\n","protected":false},"author":141,"featured_media":16442,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[739],"tags":[624],"class_list":["post-16440","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-didaktik","tag-design-thinking"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16440","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-json\/wp\/v2\/users\/141"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16440"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16440\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16444,"href":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16440\/revisions\/16444"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16442"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16440"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16440"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16440"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}