

{"id":4665,"date":"2012-04-19T17:24:45","date_gmt":"2012-04-19T15:24:45","guid":{"rendered":"http:\/\/elearning.hwr-berlin.de\/blog\/?p=4665"},"modified":"2014-02-07T14:17:51","modified_gmt":"2014-02-07T12:17:51","slug":"call-for-papers-pro-und-contra-der-einbindung-von-social-networks-in-die-lehre-bei-berufsbegleitenden-studiengangen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/call-for-papers-pro-und-contra-der-einbindung-von-social-networks-in-die-lehre-bei-berufsbegleitenden-studiengangen\/","title":{"rendered":"Call for Papers: Pro und Contra der Einbindung von Social Networks in die Lehre bei berufsbegleitenden Studieng\u00e4ngen"},"content":{"rendered":"<p>von Hoerber, G.; Schuster, A.<br \/>\nLernszenarien f\u00fcr Studieng\u00e4nge zu entwickeln ist die Kunst, unterschiedlichen Bed\u00fcrfnissen<br \/>\nvon Studierenden, aufgrund ihres Alters, Umfelds, Erwartungshaltung oder Berufserfahrung,<br \/>\ngerecht zu werden, um bestimmte Kompetenzen zu vermitteln.<br \/>\nBei berufsbegleitenden Studieng\u00e4ngen kommt noch ein erh\u00f6htes Ma\u00df an Flexibilit\u00e4t und<br \/>\nindividueller Betreuung der Studierenden hinzu.<br \/>\nDies wird ohne Zweifel durch den Einsatz von E-Learning oder Blended Learning sehr<br \/>\nunterst\u00fctzt. Lernen zu jeder Zeit und von jedem Ort, der \u00fcber einen Internetanschluss verf\u00fcgt. Die Hochschulen wurden in den letzten Jahren mit hohen F\u00f6rdergeldern zum<br \/>\nAufbau von E-Learning-Konzepten (Hardware und Software) unterst\u00fctzt. <!--more-->Jedoch wurde<br \/>\noftmals dem didaktischen Konzept dieser neuen Art der Kompetenzvermittlung nicht<br \/>\nRechnung getragen. Die klassische Vorlesungssituation wird h\u00e4ufig unver\u00e4ndert auf digitale<br \/>\nMedien \u00fcbertragen und meist ist der Lehrende dabei auf die Rahmenbedingungen der<br \/>\nHochschule angewiesen. Dabei zeigen Studien, dass gerade die Didaktik im Zusammenspiel<br \/>\nmit dem verwendetem Medium die gr\u00f6\u00dften Lerneffekte erzielt. [1]<br \/>\nBlended Learning hei\u00dft auch, auf die Bed\u00fcrfnisse von Studierenden einzugehen und auf<br \/>\nMedien zur\u00fcckzugreifen, die den Nutzern bereits vertraut sind: Lehrinhalte vermitteln und<br \/>\nzugleich eine aktive Projektarbeit f\u00f6rdern.<br \/>\nAls Barriere kann sich hier das eigene IT-Konzept einer Hochschule erweisen. Um die<br \/>\nureigenen Kernkompetenzen zu sch\u00fctzen, werden die Lernplattformen zum \u201eFort-Knox\u201c der<br \/>\neigenen Wissenslandschaft aufgebaut. Dies ist einerseits verst\u00e4ndlich, sollen doch<br \/>\nLernskripte, Pr\u00fcfungen und Vorlagen nicht im Web f\u00fcr alle zug\u00e4nglich gemacht werden.<br \/>\nAndererseits wird der schnelle und unkomplizierte Austausch in Rahmen von<br \/>\ninterdisziplin\u00e4ren Projektarbeiten erschwert. Zus\u00e4tzlich h\u00e4lt die Aktualit\u00e4t der<br \/>\nLernplattformensoftware h\u00e4ufig nicht Schritt mit den immer neueren Anwendungen im WEB<br \/>\n2.0 \u2013 und diese sind den Studierenden meist sehr vertraut. Sie sind es gewohnt, schnell auf<br \/>\nweltweit leicht verf\u00fcgbare Inhalte zur\u00fcckzugreifen, diese zu verwalten, zu ver\u00e4ndern und mit<br \/>\nHilfe von weiteren interaktiven Anwendungen zu personalisieren.<br \/>\nWie sollen sich Hochschulen also verhalten? Neue Software-Features in bestehende<br \/>\nAnwendungen zu implementieren ist teuer und mit hohem Abstimmungsbedarf innerhalb<br \/>\nder Hochschulen verbunden. Und wer kann mit Sicherheit best\u00e4tigen, ob diese Erweiterung<br \/>\nder Software wirklich f\u00fcr einen \u00fcberschaubaren Zeitrahmen dem \u201estate-of-the-art\u201c auf dem<br \/>\nIT-Markt der E-Learning-Anwendungen \u00fcberhaupt entspricht? Erschwerend kommt hinzu,<br \/>\ndass alleine die ben\u00f6tigte Speicherkapazit\u00e4t f\u00fcr bereitgestellte Clouds, wohl jedes<br \/>\nHochschulbudget auf Dauer sprengen w\u00fcrde. Die Alternative w\u00e4ren umstrittene externe<br \/>\nDatenspeicher [2].<br \/>\nWas bleibt, ist die Einbindung von oftmals in der Grauzone des Urheberrechts agierende<br \/>\nSocial Networks von Facebook und Co [3]. Hier kann diskutiert, kommentiert und frei<br \/>\nargumentiert werden. Mit den hinterlegten Profilen k\u00f6nnen Gruppen gebildet und Treffen<br \/>\nvereinbart werden. Die Studierenden sind den Umgang mit Social Networks gewohnt und es<br \/>\nist ein globaler, wissenschaftlicher Austausch m\u00f6glich. Die f\u00fcr Projektarbeiten positive<br \/>\nTransparenz der Interessen und beruflichen Qualifikationen, hat aber durchaus seine<br \/>\nSchattenseiten [4]. Wie gehen Lehrende oder Studierende damit um, wenn neben dem<br \/>\nProjektergebnis auch gleich die aktuellen Fotos vom Badeurlaub gepostet werden?<br \/>\nWie sollte also die Haltung der Hochschulen gegen\u00fcber Social Networks sein? Ist ein Blended<br \/>\nLearning-Konzept ohne entsprechende Einbindung von Facebook nicht innovativ und<br \/>\nmodern genug? Und an welchen Stellen findet eine Grenz\u00fcberschreitung von privaten<br \/>\nInformationen zu wissenschaftlichen Meinungen statt?<br \/>\n<strong>Res\u00fcmee<\/strong><br \/>\nSolange Hochschulen hierf\u00fcr keine L\u00f6sung gefunden haben, werden weiterhin individuelle<br \/>\nEinzell\u00f6sungen kreiert und keine gemeinsame Clouds genutzt. Diese, und vor allem durch<br \/>\nHochschulen organisiert, w\u00fcrden aber den Datenaustausch und damit die interdisziplin\u00e4re<br \/>\nArbeit zwischen den Hochschulen, Studierenden und Lehrenden, wesentlich vereinfachen.<br \/>\nIm Rahmen des Forschungsprojektes MAAL (Masterstudiengang Ambient Assisted Living,<br \/>\n\u00fcbersetzt etwa: Unterst\u00fctztes Leben im Alter oder von Personen mit gesundheitlichen<br \/>\nEinschr\u00e4nkungen) erprobt die HTW Berlin die interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit von<br \/>\nIngenieur\/-innen, Designer\/-innen und Humanwissenschaftler\/-innen mit einem hohen<br \/>\nAnteil an Projektarbeiten im Studium [5].<br \/>\nDie HTW Berlin entwickelt hier ein neues Didaktik-Konzept unter Einbindung von E-Learning,<br \/>\nWEB 2.0 und Pr\u00e4senzzeiten. Die besondere Herausforderung ist hierbei, Studierenden mit<br \/>\nunterschiedlichem Alter und mit v\u00f6llig unterschiedlichem beruflichem Hintergrund, im Team<br \/>\nerfolgreich zu einem Master im Kompetenzspektrum \u201eProduct Design und Consulting\u201c im<br \/>\nProdukt- und Dienstleistungsbereich AAL zu f\u00fchren.<br \/>\n<strong>Literatur<\/strong><br \/>\n[1] Kerres, M.; de Witt, C.; Stratmann, J.: E-Learning. Didaktische Konzepte f\u00fcr<br \/>\nerfolgreiches Lernen. Aus: Jahrbuch Personalentwicklung &amp; Weiterbildung 2003<br \/>\n(hrsg. von Schwuchow, K. und Guttmann, J.), Luchterhand Verlag, 2002, S.1<br \/>\n[2] Prokop, D.: Wie Cloud Computing die Netze herausfordert. In: Computerwoche,<br \/>\nStand: 03.02.2011, http:\/\/www.computerwoche.de\/netzwerke\/tk-netze\/2367179,<br \/>\nAbrufdatum: 05.04.2012<br \/>\n[3] Roos, C.: Gegenw\u00e4rtige Entwicklungen in wissenschaftlichen Netzwerken \u2013 Eine<br \/>\nAnalyse der gegenw\u00e4rtigen Scientific Communities im Zeitalter von WEB 2.0, Social<br \/>\nNetworks und Business Plattformen. Studienarbeit. Norderstedt, GRIN Verlag, 1.<br \/>\nAuflage, 2011, S. 13<br \/>\n[4] Challel, M.: Mitarbeiterkommunikation im Social Web \u2013 Fluch oder Segen?<br \/>\nStudienarbeit. Norderstedt, GRIN Verlag, 1. Auflage, 2011, S. 7<br \/>\n[5] http:\/\/maal.htw-berlin.de<br \/>\nProf. Dr.-Ing. Gerhard H\u00f6rber, HTW Berlin, Projektleiter<\/p>\n<p>MAAL, Fachbereich 2, Maschinenbau<br \/>\nE-Mail: gerhard.hoerber@htw-berlin.de<br \/>\nAndrea Schuster, HTW Berlin, Projektkoordination<br \/>\nMAAL<br \/>\nE-Mail: andrea.schuster@htw-berlin.de<br \/>\nAdresse:<br \/>\nHTW Berlin<br \/>\nWilhelminenhofstr. 75 A<br \/>\n12459 Berlin<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Hoerber, G.; Schuster, A. Lernszenarien f\u00fcr Studieng\u00e4nge zu entwickeln ist die Kunst, unterschiedlichen Bed\u00fcrfnissen von Studierenden, aufgrund ihres Alters, Umfelds, Erwartungshaltung oder Berufserfahrung, gerecht zu werden, um bestimmte Kompetenzen zu vermitteln. Bei berufsbegleitenden Studieng\u00e4ngen kommt noch ein erh\u00f6htes Ma\u00df an Flexibilit\u00e4t und individueller Betreuung der Studierenden hinzu. 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