

{"id":4725,"date":"2012-05-15T13:22:58","date_gmt":"2012-05-15T11:22:58","guid":{"rendered":"http:\/\/elearning.hwr-berlin.de\/blog\/?p=4725"},"modified":"2018-10-29T17:50:31","modified_gmt":"2018-10-29T16:50:31","slug":"call-for-papers-zwischen-rechtedschungel-und-app-uberfluss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/call-for-papers-zwischen-rechtedschungel-und-app-uberfluss\/","title":{"rendered":"Call for Papers: Zwischen Rechtedschungel und App-\u00dcberfluss: Medienkompetenz f\u00fcr Studium und Lernen f\u00f6rdern"},"content":{"rendered":"<p><em><br \/>\nvon Bianca H\u00f6fler-Hoang und Saskia Hehl<\/em><\/p>\n<p>Fragen Sie den reformgeplagten Studenten nach Synonymen f\u00fcr Studium. Sie werden h\u00f6ren:\u00a0Organisation, Kollaboration, Fristeinhaltung, Zeitdruck. Es ist die Generation der Digital Natives \u2013 die Generation junger Erwachsener, welche mit digitalen Medien aufgewachsen sind \u2013\u00a0die gerade an den Hochschulen mit Reform und B\u00fcrokratie zu k\u00e4mpfen hat. Schnell ist man\u00a0dazu geneigt, diesem Personenkreis einen selbstverst\u00e4ndlicheren Umgang mit den digitalen\u00a0Medien sowie eine bewusste Nutzung von webbasierten Informations- und Kommunikationstechnologien zuzuschreiben.<\/p>\n<p>Da ist sie also, die L\u00f6sung f\u00fcr die hohen Anspr\u00fcche an Selbstorganisation, Teamwork, Flexibilit\u00e4t? Ja \u2013 und nein.<!--more--><\/p>\n<p>Untersuchungen zeigen, dass die vielf\u00e4ltige Mediennutzung der Net Generation nicht gleichzusetzen ist mit einer \u201egr\u00f6\u00dferen Medienkompetenz\u201c f\u00fcr Studium und Beruf\u00b9. Denn die fehlt,\u00a0um den sinnvollen Umgang mit den verf\u00fcgbaren Web 2.0-Technologien im Bildungsbereich\u00a0zu gew\u00e4hrleisten. Doch wie soll diese Medienkompetenz aussehen und vor allem, wie kann\u00a0man sie f\u00f6rdern?<\/p>\n<p>Genau diese Fragestellung liegt dem Zertifikatsprogramm E-Kompetenzen zugrunde, welches\u00a0die Universit\u00e4t Trier seit dem WS 2010\/11 als f\u00e4cher\u00fcbergreifende, kostenfreie Zusatzqualifikation anbietet und an der bislang 130 Studierende teilgenommen haben. Neben dem kompetenten Umgang mit dem Internet und seinen Technologien im Studienalltag verfolgt dieses\u00a0Zusatzangebot das Ziel, die Employability der Studierenden durch eine kompetenzorientierte\u00a0Hochschulausbildung zu f\u00f6rdern, die \u00fcber die ausschlie\u00dflich fachorientierte Wissensvermittlung hinausgeht: E-Kompetenz soll den Studierenden den Zugang und die Nutzung von elektronischen Medien f\u00fcr Hochschule und Beruf erleichtern und als Schl\u00fcsselqualifikation f\u00fcr ein\u00a0selbstgesteuertes, lebenslanges Lernen zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Das ZEK basiert auf einem tutoriell begleiteten Blended-Learning-Konzept, bestehend aus\u00a0Online-Selbstlernphasen, Werkstatttagen, Arbeit in moderierten Foren und komplexen Gruppenaufgaben. Es schlie\u00dft mit der Konzeption und Pr\u00e4sentation eines eigenen E-Projektes ab.\u00a0W\u00e4hrend der Werkstatttage lernen die Teilnehmer die f\u00fcr den Einsatz digitaler Medien wichtigen Serviceleistungen verschiedener Einrichtungen der Universit\u00e4t kennen (Universit\u00e4tsvideoanlage, Medientechnik und Medienzentrum Sprachen).<\/p>\n<p>Neben der Vermittlung von Inhalten im Kontext von Web 2.0, die auf Unterst\u00fctzung von Studium und pers\u00f6nlicher Arbeitsorganisation abzielen, sind vor allem die Gruppenarbeit sowie\u00a0eine phasenbegleitende Selbstreflexion wichtige Bausteine dieses Kurses. So soll die Teamf\u00e4higkeit der Studierenden gef\u00f6rdert und ihre F\u00e4higkeiten in computergest\u00fctzter Kommunikation und Kollaboration gest\u00e4rkt werden. Um den Sinn und Zweck der verschiedenen Lerninhalte bewusst wahrnehmen, reflektieren und beurteilen zu k\u00f6nnen, wird die E-Portfolio-Software\u00a0Mahara eingesetzt. Sie stellt eine Arbeitsumgebung, in der die Lernenden Raum zur pers\u00f6nlichen Dokumentation und Reflexion haben, um so die eigene Kompetenzentwicklung w\u00e4hrend\u00a0des gesamten Kurses nachvollziehen zu k\u00f6nnen. Auf dieser Plattform werden ebenfalls die\u00a0webbasierten Selbstlernmodule angeboten, \u00fcber Foren und Blogs kommuniziert und somit ein\u00a0Lernen und Reflektieren im Dialog angeregt.<\/p>\n<p>Am Ende der Veranstaltung findet ein gemeinsames Abschlusstreffen statt, in dem jeder Teilnehmer sein pers\u00f6nliches E-Projekt pr\u00e4sentiert. Diese Produkte sind vielf\u00e4ltig: vom individuellen Reisef\u00fchrer, einer Website \u00fcber das private Hobby, dem Referatshandout als Videocast\u00a0bis hin zum Tutorial zur Nutzung von z. B. Portable Applications. Bei diesem Abschlusstermin wird \u00fcber Idee, Vorgehensweise und eventuelle H\u00fcrden berichtet und den anderen Teilnehmern eine Rezension des zur Umsetzung verwendeten Tools vorgestellt.<\/p>\n<p>Mit dieser Qualifizierungsma\u00dfnahme, die nach erfolgreicher Teilnahme mit einem Universit\u00e4tszertifikat abschlie\u00dft, soll der studentische Blick folglich auf den Mehrwert von Internettechnologien gelenkt werden. Das Ausweisen der erworbenen Kompetenzen bietet zudem\u00a0Vorteile f\u00fcr die k\u00fcnftigen beruflichen Bewerbungen.\u00a0Warum das Zertifikatsprogramm ein Zukunftskonzept mit Entwicklungscharakter ist? Das\u00a0Web 2.0 zeichnet sich durch eine besondere Dynamik aus, befinden sich die verf\u00fcgbaren\u00a0Technologien doch in einem st\u00e4ndigen Wandel. Immer k\u00fcrzer werdende Entwicklungszyklen\u00a0der Technologien und Anwendungen beeinflussen die Inhalte dieser Ma\u00dfnahme, verleihen ihr\u00a0einen Charakter, der sich selbst stetig in Entwicklung befindet. Und auch die im Netz verf\u00fcgbaren Informationen, fordern gewisse Selektionskompetenzen: Ist doch nicht der Mangel,\u00a0sondern vielmehr der \u00dcberfluss an verf\u00fcgbaren Informationen kritisch. Die F\u00f6rderung der\u00a0pers\u00f6nlichen Reflexionsf\u00e4higkeit unterst\u00fctzt die Teilnehmer in einer sinnvollen und (zeit-)\u00a0effektiven Nutzung. So ist das Zertifikatsprogramm kein geschlossenes Angebot, sondern\u00a0wird von Semester zu Semester modifiziert und den aktuellen Trends der virtuellen Welt an-<br \/>\ngepasst.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.uni-trier.de\/index.php?id=33363\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Link zur Website des E-Kompetenzen Zertifikatsprogramms<\/a><\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>\nBianca H\u00f6fler-Hoang und Saskia Hehl<br \/>\nUniversit\u00e4t Trier<br \/>\nKoordinationsstelle E-Learning<br \/>\nRaum DM 09<br \/>\n54296 Trier<br \/>\n+49 (0)651 201-3582<br \/>\nelearning@uni-trier.de<br \/>\n<a href=\"www.elearning.uni-trier.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> www.elearning.uni-trier.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00b9Schulmeister, R. (2008). Gibt es eine Net Generation? Version 2.0. Zentrum f\u00fcr Hochschul- und Weiterbildung<br \/>\n(ZHW) Hamburg. Verf\u00fcgbar <a href=\"http:\/\/www.zhw.uni-hamburg.de\/uploads\/schulmeister-net- generation_v2.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">online hier<\/a>.\u00a0[02.03.2012]<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Bianca H\u00f6fler-Hoang und Saskia Hehl Fragen Sie den reformgeplagten Studenten nach Synonymen f\u00fcr Studium. Sie werden h\u00f6ren:\u00a0Organisation, Kollaboration, Fristeinhaltung, Zeitdruck. Es ist die Generation der Digital Natives \u2013 die Generation junger Erwachsener, welche mit digitalen Medien aufgewachsen sind \u2013\u00a0die gerade an den Hochschulen mit Reform und B\u00fcrokratie zu k\u00e4mpfen hat. 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