

{"id":4853,"date":"2012-05-16T22:55:04","date_gmt":"2012-05-16T20:55:04","guid":{"rendered":"http:\/\/elearning.hwr-berlin.de\/blog\/?p=4853"},"modified":"2018-10-29T17:44:08","modified_gmt":"2018-10-29T16:44:08","slug":"neue-schreibformen-%e2%80%93-neue-denkformen-%e2%80%93-neue-lernformen-bloggen-in-geisteswissenschaftlichen-lehrszenarios","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/neue-schreibformen-%e2%80%93-neue-denkformen-%e2%80%93-neue-lernformen-bloggen-in-geisteswissenschaftlichen-lehrszenarios\/","title":{"rendered":"Call for Papers: Neue Schreibformen \u2013 neue Denkformen \u2013 neue Lernformen? Bloggen in geisteswissenschaftlichen Lehrszenarios"},"content":{"rendered":"<p>von\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikiversity.org\/wiki\/Benutzer:Heckerstampehl\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jan Hecker-Stampehl, Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin<\/a><\/p>\n<p>Ein wesentlicher Teil der geisteswissenschaftlichen Forschungspraxis hat mit dem geschriebenen Wort zu tun basiert \u2013 seien es etwa historische Quellen oder die analysierte Prim\u00e4rliteratur. Das Schreiben selbst ist ein wichtiger Teil des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses. Das Schreiben wird aber zur einsamen Arbeit des Genies im stillen K\u00e4mmerlein stilisiert. Schreiben ist Kunst, aber eher monologischer Art. Der in den letzten Jahren zu beobachtende Zuwachs bei den geisteswissenschaftlichen Blogs und auch deren zunehmende Nutzung in Lehrzusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnten hier eine Ver\u00e4nderung \u00fcberkommener Selbstbilder mit sich bringen. Zudem bergen die wissenschaftlichen Blogs die Chance, auch Nischenthemen einer breiteren \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich zu machen.<!--more--><\/p>\n<p>Neben dem Erlernen der grundlegenden wissenschaftlichen Arbeitstechniken erachten es viele geisteswissenschaftliche Lehrende als eine ihrer hehrsten Aufgaben, diese Kunst des wissenschaftlichen Schreibens zu vermitteln. Gerade im deutschsprachigen akademischen Setting gilt zudem in den Geisteswissenschaften nach wie vor, dass der Autor\/die Autorin in wissenschaftlichen Texten ein hohes sprachliches Niveau erreichen muss, um den Erwartungen gerecht zu werden. Man sollte m\u00f6glichst differenziert und variantenreich den Gegenstand der Analyse darlegen und auseinandernehmen. Auf Verst\u00e4ndlichkeit wird dabei nicht unbedingt Wert gelegt. Wer \u201esch\u00f6n\u201c schreibt, l\u00e4uft nach dieser Deutung zu sehr Gefahr, die Dinge zu vereinfachen.<\/p>\n<p>In Blogs hat sich ein von diesem akademisch-schweren Schreibstil abweichender Jargon etabliert. Hier geht es essayistisch bis polemisch zu, es wird in vielen F\u00e4llen eher eine journalistische Sprache gepflegt, die zwar ebenfalls um sachlich angemessene Analyse bem\u00fcht ist, aber einen gr\u00f6\u00dferen sprachlichen Variantenreichtum mit sich bringt. Man l\u00e4sst dem Blogger \u201emehr durchgehen\u201c und tats\u00e4chlich erweist sich das Bloggen f\u00fcr Studierende wie auch f\u00fcr Forschende zunehmend als Schulungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr eine andere Art, \u00fcber Wissenschaft zu schreiben. Damit einher geht auch eine m\u00f6gliche \u00d6ffnung der academia hin zu einer breiteren \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte die Entwicklung in der geisteswissenschaftlichen Blogosph\u00e4re konkret am Beispiel der Geschichtswissenschaft vorstellen, Trends diskutieren und \u00fcber eigene Erfahrungen mit dem Einsatz von Blogs in Lehrszenarios berichten. Mich treibt dabei vor allem um, welche Art von Inhalten sich in Lehrveranstaltungs-Blogs angemessen umsetzen lassen. Das Zusammenschreiben von Handbuchwissen ist ja nicht deswegen besser, wenn es dann in Blogform erscheint. Wo liegen noch ungehobene Sch\u00e4tze, wo die verborgenen Chancen des wissenschaftlichen und des lehrbezogenen Bloggens? Bewirken die neuen Schreibformen auch neue Lernformen? Erlauben Blogs m\u00f6glicherweise andere Sichtweisen auf die jeweiligen Inhalte? Wie kann man wissenschaftliches Bloggen einsetzen, um selbstgesteuerte Lernprozesse der Studierenden zu erm\u00f6glichen?<\/p>\n<p>Kontrastive und erg\u00e4nzende Beispiele aus anderen Disziplinen w\u00e4ren in der Diskussion sehr hilfreich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von\u00a0Jan Hecker-Stampehl, Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin Ein wesentlicher Teil der geisteswissenschaftlichen Forschungspraxis hat mit dem geschriebenen Wort zu tun basiert \u2013 seien es etwa historische Quellen oder die analysierte Prim\u00e4rliteratur. Das Schreiben selbst ist ein wichtiger Teil des wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses. Das Schreiben wird aber zur einsamen Arbeit des Genies im stillen K\u00e4mmerlein stilisiert. 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