

{"id":9846,"date":"2015-02-03T00:43:28","date_gmt":"2015-02-02T22:43:28","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/?p=9846"},"modified":"2020-08-07T14:28:33","modified_gmt":"2020-08-07T12:28:33","slug":"was-ist-die-zukunft-der-technologie-in-der-bildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/was-ist-die-zukunft-der-technologie-in-der-bildung\/","title":{"rendered":"Was ist die Zukunft der Technologie in der Bildung?"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_9847\" style=\"width: 552px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-content\/uploads_elerner\/2015\/02\/education-future.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9847\" class=\" wp-image-9847\" src=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/elerner\/wp-content\/uploads_elerner\/2015\/02\/education-future.jpg\" alt=\"Quelle: http:\/\/diginomica.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/education-future.jpg\" width=\"542\" height=\"349\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9847\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: http:\/\/diginomica.com\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/education-future.jpg (Stand: 01.02.2015)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Bei dem folgenden Artikel handelt es sich um einen Beitrag Matt Britlands, des ICT &#8211; Fachbereichleiters (Information and Communication Technology)\u00a0der Lady Eleanor Holles School, den dieser im Rahmen seines Blogs im \u201eThe Guardian\u201c ver\u00f6ffentlicht hat. Er hat freundlicher Weise sein Einverst\u00e4ndnis zu dieser \u00dcbersetzung gegeben.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzung ins Deutsche von Robin Herweg<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor ein paar Wochen wurde ich gefragt, was ich glauben w\u00fcrde, wie die Zukunft der Technologie in der Bildung auss\u00e4he. Das ist eine sehr interessante Frage und dar\u00fcber hinaus eine, bei der permanent von mir erwartet wird, dass ich \u00fcber sie nachdenke.<\/p>\n<p>Es liegt in ihrer Natur, dass Technologie sich mit hoher Geschwindigkeit entwickelt, und sie zug\u00e4nglich zu machen, sowohl f\u00fcr Sch\u00fcler, Lehrer sowie weitere betroffene Personen ist eine fortw\u00e4hrende Herausforderung.<\/p>\n<p>Was also ist die Zukunft? Ist es das iPad ?<!--more--><\/p>\n<p>Nein, ich denke nicht, dass es das ist. F\u00fcr mich hat die Zukunft nichts mit einem bestimmten Ger\u00e4t zutun. Versteht mich nicht falsch, ich liebe das iPad. Tats\u00e4chlich habe ich gerade einen Probelauf abgeschlossen um festzustellen, ob seine Verwendung tats\u00e4chlich das Lehren und Lernen unterst\u00fctzen kann \u2013 und es hat sich als effektiv erwiesen. \u00dcber das Experiment habe ich in meinem Blog\u00a0mehr geschrieben.<\/p>\n<p>iPads und andere mobile Technik sind das \u201eJetzt\u201c. Wenngleich sie auch in der Zukunft eine Rolle spielen werden, gab es das iPad vor vier Jahren noch nicht einmal. Wir wissen nicht, was der Stand der Technik in weiteren vier Jahren sein wird. M\u00f6glicherweise k\u00f6nnte es ein tragbarer Apparat wie Google Glass sein, obwohl ich auch vermute, dass Tablets immer noch in der Bildung verwendet werden werden.<\/p>\n<p>In Zukunft geht es um Zugriffsm\u00f6glichkeiten, Ortsunabh\u00e4ngiges Lernen und Zusammenwirken auf lokaler und auch globaler Ebene. Lehren und Lernen werden zu einer gesellschafts\u00fcbergreifenden Sache werden. Die Schulen der Zukunft k\u00f6nnten \u00fcber einen normalen Anteil an Sch\u00fclern verf\u00fcgen genauso wie reine \u201eonline\u201c Sch\u00fcler, die im ganzen Land oder sogar in der ganzen Welt verteilt leben k\u00f6nnten. Eine Entwicklung in diese Richtung hat bereits mit dem Aufkommen der \u201emassive open online courses\u201c (MOOC\u2019s) begonnen.<\/p>\n<p>Die Zukunft der Lehre bedeutet\u00a0 f\u00fcr mich die Cloud.<\/p>\n<p>Oftmals stellt die Technologie f\u00fcr den Unterricht und das Lernen eine Barriere dar. Ich denke, dass die Cloud einen gro\u00dfen Schritt dabei weiterhelfen kann, diese Barriere aus dem Weg zu r\u00e4umen. Wie? In dem sie die Anzahl an Dinge entfernt, die schief gehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es wird nur eine gro\u00dfe Sache geben, f\u00fcr die Schulen zuk\u00fcnftig gewappnet sein m\u00fcssen. Sie werden keine Software mehr installieren m\u00fcssen, keine Server oder Datenspeicher mehr brauchen. Schulen werden eine schnelle und belastbare Internetverbindung ben\u00f6tigen. Infrastruktur ist von h\u00f6chster Bedeutung f\u00fcr eine Zukunft der Technologie im Bildungswesen.<\/p>\n<p>Wir wissen nicht, was das neue \u201ein\u201c-Ger\u00e4t der Zukunft sein wird. Was wir wissen, ist, dass es die Cloud ben\u00f6tigen wird. Schulen und andere Bildungseinrichtungen werden ihre Infrastruktur so gut wie m\u00f6glich zukunftssicher machen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dies sollte jetzt passieren. Falls Sie in Ihrer Schule anfangen m\u00f6chten, die Technik mobiler Ger\u00e4te zu nutzen, ob das nun iPad-Programme sind oder welche f\u00fcr andere selbst mitgebrachte Ger\u00e4te, Ihre Verbindung muss schnell und verl\u00e4sslich sein. Es ist essentiell, dass sowohl Lehrer als auch Sch\u00fcler sich der Sache verschreiben. Wenn die Verbindung langsam ist und ein reibungsloser Ablauf nicht gegeben ist, werden Sch\u00fcler wie Lehrer die Ger\u00e4te nicht nutzen wollen. Es gilt sicherzustellen, dass die Infrastruktur bereits im Vorfeld besteht.<\/p>\n<p>F\u00fcr Lehrer erm\u00f6glicht die Cloud das Online-Aufgeben, -Einsammeln und -Bewerten von Arbeiten. Sch\u00fcler werden durch Computer, Smartphones und Tablets umgehenden Zugriff auf Noten, Kommentierungen und Aufgaben haben. In vielen Schulen ist dies bereits etabliert und Anbieter, wie das soziale Bildungsnetzwerk Edomo, bieten dies umsonst an.<\/p>\n<p>Das ist der Punkt, an dem die Ger\u00e4te ins Spiel kommen. Alle Ger\u00e4te, unabh\u00e4ngig davon, welche wir in der Zukunft verwenden, werden einen Zugang zur Cloud ben\u00f6tigen. Jeder Sch\u00fcler wird seinen eigenen haben. Entweder einen von der Schule vorgegebenen oder aber einen selbst gew\u00e4hlten.<\/p>\n<p>Die Klassenzimmer werden sich ver\u00e4ndern. Bedingt durch Cloud und mobile Ger\u00e4te wird Technologie in alle Bereiche der Schulen integriert werden. Tats\u00e4chlich werden es nicht nur die Klassenzimmer sein, die sich ver\u00e4ndern werden. Spielfelder, Turnhallen und Klassenfahrten werden sich allesamt wandeln. Ob innerhalb der Schule oder von anderen Orten aus. Die Schule, die Lehrer, die Sch\u00fcler und die weiteren Mitarbeiter werden alle miteinander verbunden sein. In meiner idealen Welt werden alle Klassenzimmer papierlos sein.<\/p>\n<p>Mit der Cloud wird die Welt unser Klassenzimmer sein. E-Learning wird die Lehre ebenso ver\u00e4ndern wie das Lernen. Sch\u00fcler k\u00f6nnen von \u00fcberall lernen und Lehrer von \u00fcberall unterrichten.<\/p>\n<p>Auch kann die Cloud zu eigenst\u00e4ndigem Lernen ermutigen. Lehrern w\u00e4re es h\u00e4ufiger m\u00f6glich, Methoden wie den \u201eflipped classroom\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> anzuwenden. Sch\u00fcler werden die Verantwortung f\u00fcr ihr eigenes Lernen \u00fcbernehmen. Ressourcen f\u00fcr die Sch\u00fcler k\u00f6nnten ihnen online zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Seien es Videos, Dokumente, Audio-Podcasts oder auch interaktive Bilder. Auf alle dieser Materialien l\u00e4sst sich \u00fcber die Computer, Smartphones oder Tablets der Sch\u00fcler zugreifen. Solange ihnen eine Internetverbindung zur Verf\u00fcgung steht, egal ob \u00fcber Wifi, 3G oder 4G, k\u00f6nnen sie loslegen.<\/p>\n<p>Anstatt unterrichtet zu werden, k\u00f6nnen Sch\u00fcler eigenverantwortlich und auf ihre eigene Weise lernen. Zudem gibt es eine riesige Menge an Materialien online, die den Sch\u00fclern zur Verf\u00fcgung stehen, ohne auf die Hilfe des Lehrers angewiesen zu sein.<\/p>\n<p>Dies bedeutet nat\u00fcrlich, dass sich die Rolle des Lehrers ver\u00e4ndern wird.<\/p>\n<p>Gemeinsam genutzte Anwendungen und Dokumente in der Cloud, wie z.B. Google Apps, werden gemeinschaftlichere Stunden erm\u00f6glichen. Wie oft haben Sch\u00fcler tats\u00e4chlich\u00a0 die M\u00f6glichkeit, produktiv im Klassenzimmer unter Nutzung von technischem Ger\u00e4t zusammen zu wirken? Das ist nicht immer einfach. Sch\u00fcler jedoch, die gemeinsam an Dokumenten arbeiten, in dem sie Google Apps nutzen, das ist leicht zu bewerkstelligen. Dabei k\u00f6nnen sie sich im selben Raum aufhalten oder aber in unterschiedlichen L\u00e4ndern. Alle diese F\u00e4higkeiten sind n\u00fctzlich f\u00fcr Sch\u00fcler. Nat\u00fcrlich sind alle diese Anwendungen auch f\u00fcr Lehrer von besonderem Nutzen. Ich zum Beispiel habe in mehreren Projekten gearbeitet, bei denen es mir durch diese Anwendungen erm\u00f6glicht wurde, mit Menschen im ganzen Land zu arbeiten, von denen ich einige niemals getroffen habe.<\/p>\n<p>Wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass Schulen, die neue Technologien und Angebote einf\u00fchren, diese auch evaluieren m\u00fcssen. So wei\u00df man als Schule, ob sie erfolgreich sind und welche Verbesserungen noch ben\u00f6tigt werden. Dar\u00fcber hinaus werden auch die Mitarbeiter Training ben\u00f6tigen, da man von ihnen nicht erwarten kann, diese neuen Technologien zu verwenden, wenn sie selbst sie nicht sicher beherrschen und nutzen k\u00f6nnen. Jede Initiative ist zum Scheitern verurteilt ohne gut ausgebildete und selbstsichere Mitarbeiter, die ein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr haben, wie Technologie die Lehre und das Lernen unterst\u00fctzen und den zugrunde liegenden Prozessen f\u00f6rderlich sein kann.<\/p>\n<p>Viele Schulen sind diesen Schritt bereits gegangen, aber es ist immer noch ein gute St\u00fcck bis sichergestellt ist, dass alle Schulen bereit sind f\u00fcr die Zukunft der Technik. Die Zeit f\u00fcr alle Schulen, die Cloud zu akzeptieren, ist da.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/teacher-network\/teacher-blog\/2013\/jun\/19\/technology-future-education-cloud-social-learning\">http:\/\/www.theguardian.com\/teacher-network\/teacher-blog\/2013\/jun\/19\/technology-future-education-cloud-social-learning<\/a> (Stand: 30.01.2015)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>Flipped classroom, auch flipped approach: Methode bei der vom Lehrenden die Bearbeitung von mediengebundenen Arbeitsauftr\u00e4gen f\u00fcr Sch\u00fcler, auf deren Zeit au\u00dferhalb der Schule verlegt wird und die Ergebnisse dann im Unterricht gemeinsam ausgewertet werden. Die eigentlichen Hausaufgaben werden quasi in die Schule verlegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Bei dem folgenden Artikel handelt es sich um einen Beitrag Matt Britlands, des ICT &#8211; Fachbereichleiters (Information and Communication Technology)\u00a0der Lady Eleanor Holles School, den dieser im Rahmen seines Blogs im \u201eThe Guardian\u201c ver\u00f6ffentlicht hat. 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