

{"id":880,"date":"2016-08-09T19:20:57","date_gmt":"2016-08-09T17:20:57","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/?p=880"},"modified":"2018-07-16T10:37:40","modified_gmt":"2018-07-16T08:37:40","slug":"praxisnahe-forschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/praxisnahe-forschung\/","title":{"rendered":"Praxisnahe Forschung"},"content":{"rendered":"<p>Ein Interview von Lara Loehrke<\/p>\n<p>Die HWR als praxisorientierte Hochschule versteht sich gleichzeitig auch als forschungsgeleitet. Sie pflegt eine offene Forschungskultur und erm\u00f6glicht u. a. auch Promotionen. Besonders sch\u00f6n zeigt sich die Verbindung zwischen Praxis und Forschung an Forschungsprojekten, die vom Institut f\u00fcr angewandte Forschung Berlin (IFAF Berlin) gef\u00f6rdert werden. Das <a href=\"http:\/\/www.ifaf-berlin.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IFAF Berlin<\/a> ist ein Verein zur Forschungsf\u00f6rderung an Fachhochschulen in Berlin. An einem IFAF-gef\u00f6rderten Projekt sind immer zwei Berliner Fachhochschulen und ein Partner aus der regionalen Wirtschaft beteiligt. Die HWR ist derzeit gleich mit mehreren Forschungsprojekten \u00fcber das IFAF beteiligt. Zwei davon leitet Prof. Dr. Claudia Gather. Neben der Frage, wie Forschung und Praxis zusammenpassen, werden im folgenden Interview mit Frau Prof. Gather und drei ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiter\/innen &#8211; Dr. Heinz Zipprian, Dr. Lena Sch\u00fcrmann und Dr. Ralf Lottmann &#8211; diese IFAF-Projekte vorgestellt.<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Frau Gather, Sie haben zurzeit zwei Forschungsprojekte im IFAF zum Thema Pflege. Wie kam es zu diesem Thema? Eignet es sich besonders f\u00fcr das Format IFAF?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"attachment_884\" style=\"width: 169px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/image.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-884\" class=\" wp-image-884\" src=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/image-169x300.png\" alt=\"Prof. Dr. Claudia Gather\" width=\"159\" height=\"282\" srcset=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/image-169x300.png 169w, https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/image-577x1024.png 577w, https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/image.png 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 159px) 100vw, 159px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-884\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Claudia Gather<\/p><\/div>\n<p><strong>Frau Gather<\/strong>: Wir hatten vorher ein gro\u00dfes BMBF-Projekt \u00fcber den Erfolg selbst\u00e4ndiger Frauen und haben parallel dazu eine Expertise \u00fcber selbst\u00e4ndige Frauen f\u00fcr den zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung abgegeben. Das hei\u00dft, das gro\u00dfe Forschungsthema ist Selbst\u00e4ndigkeit von Frauen. Innerhalb dieses Forschungsthemas wurden verschiedene Branchen untersucht, unternehmerische Dienstleistungen und auch die Pflegebrache. Die Pflege ist eine klassische Frauendom\u00e4ne. Die fanden wir besonders interessant, weil es eine wachsende Branche ist und der Bedarf steigt, zudem weist die Branche durch die starke gesetzliche Regulierung einige interessante Besonderheiten auf. Deshalb haben wir entschieden, einen Antrag im Bereich der Selbst\u00e4ndigkeit der Pflege zu stellen.<\/p>\n<p><strong>Herr Lottmann<\/strong>: Das andere IFAF-Projekt entstand aus einem Wohnprojekt, das wir interessant fanden, n\u00e4her zu untersuchen. Die Idee kam also eher aus der Praxis. Das Wohnprojekt mit dem Namen \u201aLebensort Vielfalt\u2019 ist ein schwul-lesbisches Wohnprojekt f\u00fcr \u00e4ltere und pflegebed\u00fcrftige Senior\/innen. Wir haben uns u. a. gefragt, was bedeutet so ein Wohnprojekt f\u00fcr die Forschung im Bereich Altern und Pflege, welche Potenziale kann so ein neues Projekt f\u00fcr die Pflege aufzeigen, und was k\u00f6nnen wir f\u00fcr die Altenhilfe generell lernen.<\/p>\n<p><strong>Frau Sch\u00fcrmann<\/strong>: Au\u00dferdem ist das Thema Alter eines der gro\u00dfen gesellschaftlichen Herausforderungen, wo viel passiert. Die Gesellschaft wird \u00e4lter. Es gibt also Forschungs- und Handlungsbedarf.<\/p>\n<div id=\"attachment_894\" style=\"width: 319px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/human-874979_1280.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-894\" class=\" wp-image-894\" src=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/human-874979_1280-300x200.jpg\" alt=\"Pflege im Alter\" width=\"309\" height=\"206\" srcset=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/human-874979_1280-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/human-874979_1280-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/human-874979_1280-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/human-874979_1280.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 309px) 100vw, 309px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-894\" class=\"wp-caption-text\">Pflege im Alter<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Was sind die Besonderheiten eines IFAF-Projekts? Wie unterscheidet es sich von anderen Forschungsprojekten in der Durchf\u00fchrung?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Frau Sch\u00fcrmann<\/strong>: Die Besonderheit ist schon der enge Bezug zu den Praxispartnern. Man kann sich gar nicht nur in die Forschung zur\u00fcckziehen, sondern steht mit den Kooperationspartner\/innen in einem engen Austauschverh\u00e4ltnis. So k\u00f6nnen die Probleme der Praxis besser in den wissenschaftlichen Diskurs zur\u00fcckgespielt werden.<\/p>\n<p><strong>Frau Gather<\/strong>: Bei IFAF bietet sich an, weniger stark Grundlagenforschung zu machen, sondern sich eine Branche auszusuchen und da mit Unternehmen aus der Praxis zu kooperieren.<\/p>\n<p><strong>Herr Zipprian<\/strong>: Ich glaube, dass die Einbeziehung praktischer Ziele kein Alleinstellungsmerkmal ist. Programme, die f\u00fcr Sozialwissenschaftler infrage kommen, sind alle relativ eng an praktische Zielstellungen gebunden. Es handelt sich nicht um reine Forschungsunternehmungen,\u00a0 sondern um Unternehmungen, die ganz konkrete Innovationen hervorbringen sollen, m\u00f6glichst von nachweisbarer praktischer Wirksamkeit. Ich denke, das, was\u00a0 IFAF ausmacht, ist die Verpflichtung, Partner au\u00dferhalb der Hochschule zu haben, mit denen man produktiv kooperiert.<\/p>\n<p><strong>Herr Lottmann<\/strong>: Ich denke, das IFAF ist wegen des n\u00f6tigen Praxisbezugs ma\u00dfgeschneidert f\u00fcr Fachhochschulen. Bei IFAF-Projekten ist zudem dringend notwendig, dass die Kooperation mit einem Berliner Unternehmen eingegangen werden muss, um so die Region zu st\u00e4rken.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Was sind die Vor- und Nachteile bei der Arbeit an einem IFAF-Projekt? <\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Frau Gather<\/strong>: F\u00fcr Internationalit\u00e4t oder den Blick \u00fcber Berlin hinaus sind systematisch keine Kooperationspartner vorgesehen. Wir machen das in einem Projekt trotzdem, was aber unsere Reisekosten gleich schon ans Limit gebracht hat.<\/p>\n<div id=\"attachment_882\" style=\"width: 204px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Foto-Ralf-Lottmann.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-882\" class=\" wp-image-882\" src=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Foto-Ralf-Lottmann-273x300.jpg\" alt=\"Dr. Ralf Lottmann\" width=\"194\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Foto-Ralf-Lottmann-273x300.jpg 273w, https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Foto-Ralf-Lottmann.jpg 357w\" sizes=\"auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-882\" class=\"wp-caption-text\">Dr. Ralf Lottmann<\/p><\/div>\n<p><strong>Herr Lottmann<\/strong>: Gleichzeitig ist das IFAF trotzdem relativ offen, wenn es darum geht, internationale Bez\u00fcge und Kooperationen m\u00f6glich zu machen. In einem unserer Projekte ist das der Fall. Ich finde es gelegentlich ein bisschen umst\u00e4ndlich in der Praxis, dass immer zwei Hochschulen mit ihren verschiedenen Verwaltungen beteiligt sind. Die Mittel werden streng getrennt, da ist nicht viel Flexibilit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Frau Gather<\/strong>: Die Verwaltungen ticken anders. Was bei der einen Hochschule m\u00f6glich ist, geht bei der anderen nicht.<\/p>\n<p><strong>Frau Sch\u00fcrmann<\/strong>: Die Dauer der Projekte ist relativ kurz, und die Mittel sind sehr beschr\u00e4nkt, im Gegensatz zum BMBF sehr \u00fcbersichtlich.<\/p>\n<p><strong>Herr Lottmann<\/strong>: Ja, die Zeit ist etwas knapp. Drei Jahre sind schon etwas wenig, hier sind es maximal zwei Jahre.<\/p>\n<p><strong>Herr Zipprian<\/strong>: Bei IFAF ist der Vorteil, dass organisatorische Fragen zur Antragsstellung, Terminen, Umsetzung oder bei Besonderheiten einfach gekl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. Uns ist zum Beispiel im Zuge der Bewilligung des Projekts unser Kooperationspartner abgesprungen, und wir mussten uns an dieser Stelle einen neuen Partner suchen. Das geht nat\u00fcrlich dann besser, wenn man eine Betreuung hat, die das st\u00fctzt. Das ist beim IFAF organisatorisch ganz einfach, weil ein Anruf gen\u00fcgt, und sie l\u00f6sen das Problem.<\/p>\n<p><strong>Herr Lottmann<\/strong>: Das stimmt, bei Problemen sind Ansprechpartner\/innen immer da zur Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Wie unterscheiden sich die zwei IFAF-Projekte m\u00f6glicherweise untereinander? Laufen sie beide gleich ab? Was sind hemmende oder f\u00f6rdernde Faktoren, die zum Erfolg beitragen?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Frau Gather<\/strong>: Zun\u00e4chst ist jedes Projekt immer anders. Es kommt auch auf die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an.<\/p>\n<p><strong>Herr Zipprian<\/strong>: Ich w\u00fcrde einen Unterschied insofern sehen, als das eine Projekt [Anm. der Verfasserin: das Wohnprojekt \u201aLebensort Vielfalt\u2019] aus einem praktischen Zusammenhang entstanden ist und dann in die Wissenschaft reingetragen wurde. Bei unserem Projekt haben wir uns von der wissenschaftlichen Fragestellung her kommend schon ein bestimmtes Themengebiet vorgenommen, dieses haben wir zugeschnitten, an IFAF herangetragen und mussten uns dann Kooperationspartner suchen. Das ist ein anderer Weg und daher ist dann auch der Ablauf der Projekte jeweils unterschiedlich.<\/p>\n<p><strong>Herr Lottmann<\/strong>: Mir fiel auf, dass es steht und f\u00e4llt mit den Leuten vor Ort. Es kommt darauf an, wie stark sie mit dem Thema vertraut sind und wie wir sie einbeziehen k\u00f6nnen, konzeptionell, inhaltlich und praktisch.<\/p>\n<p><strong>Frau Gather<\/strong>: Der starke Praxisbezug ist manchmal ganz sch\u00f6n und interessant, f\u00fcr manche Projekte aber auch einschr\u00e4nkend. Wir w\u00fcrden hin und wieder auch gerne mehr Grundlagenforschung machen, das geht dann in diesem Kontext nicht.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Wie profitieren die Mitarbeiter\/innen, z. B. auch studentische Hilfskr\u00e4fte, von der Zusammenarbeit mit den Unternehmen? Welche Vorteile entstehen im Gegensatz zu einem \u201enormalen\u201c Forschungsprojekt?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Frau Gather<\/strong>: Das erste ist, dass sie forschen lernen, dass sie nah an der Forschung sind. Das ist f\u00fcr ihren eigenen wissenschaftlichen Werdegang ganz sch\u00f6n, auch f\u00fcr Abschlussarbeiten. Das wissenschaftliche Arbeiten k\u00f6nnen sie dann in der Regel auch aus dem ff. \u00a0Es werden \u00f6fters auch Abschlussarbeiten in einem solchen Kontext geschrieben. Der Bezug zu den Unternehmen wirkt sich da, glaube ich, nicht so sehr aus, weil sie nicht diejenigen sind, die den Kontakt haben.<\/p>\n<p><strong>Herr Zipprian<\/strong>: Die Zusammenarbeit ist sehr eng zwischen uns Mitarbeitern und den studentischen Hilfskr\u00e4ften. Das ist klar und da werden f\u00fcr sie Gewinne erzielt.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Also ist es nicht so, dass die studentischen Hilfskr\u00e4fte in die Unternehmen reingehen? <\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Frau Gather<\/strong>: Doch schon.<\/p>\n<div id=\"attachment_881\" style=\"width: 211px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Foto-HZ.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-881\" class=\" wp-image-881\" src=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Foto-HZ-224x300.jpg\" alt=\"Dr. Heinz Zipprian\" width=\"201\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Foto-HZ-224x300.jpg 224w, https:\/\/blog.hwr-berlin.de\/leitbild\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Foto-HZ.jpg 460w\" sizes=\"auto, (max-width: 201px) 100vw, 201px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-881\" class=\"wp-caption-text\">Dr. Heinz Zipprian<\/p><\/div>\n<p><strong>Herr Zipprian<\/strong>: Mehr oder weniger. Es kommt darauf an. Wenn wir Interviews machen oder \u00e4hnliches, ja klar. Nehmen wir als Beispiel das, was wir jetzt gerade machen. Unsere studentische Hilfskraft ist jetzt im Moment dabei, Dokumente zu sammeln, in dem Fall Webauftritte von Pflegeunternehmen, und die zu systematisieren und zu ordnen. Das ist nat\u00fcrlich eine Chance, eine bestimmte Arbeitstechnik zu lernen und wissenschaftliche Kompetenzen zu erhalten.<\/p>\n<p><strong>Frau Sch\u00fcrmann<\/strong>: Wir hatten auch in einem anderen Projekt eine Hilfskraft, die bei einer unserer Tagungen in der Organisation st\u00e4rker eingebunden war. Es ist auch immer ein bisschen so, wo die Interessen und Kompetenzen der Mitarbeiter\/innen liegen und was ansteht.<\/p>\n<p><strong>Herr Lottmann<\/strong>: Wir haben auch Beiratssitzungen in den R\u00e4umlichkeiten der Kooperationspartner gemacht. Und dar\u00fcber lernen die Studierenden dann auch die Einrichtungen, in unserem Fall das Wohnprojekt, kennen. Bei uns k\u00f6nnen sie dann auch eigene Artikel schreiben, z. B. entsteht gerade einer \u00fcber das Thema \u201eTrans* und Alter\u201c \u2013 wahrscheinlich der einzige Artikel zu dem Thema derzeit in Deutschland. Das ist auch f\u00fcr das Projekt gut.<\/p>\n<p><strong>Frau Gather<\/strong>: Wir hatten auch immer wieder mal Publikationen, wo die Studierenden mit dabei waren und einen Teil zugeliefert haben. Und als Student\/in schon eine Publikation zu haben, ist schon au\u00dfergew\u00f6hnlich.<\/p>\n<p><strong>Herr Lottmann<\/strong>: Ich habe auch die Beobachtung gemacht, also wir haben jetzt zwei, die sind interessiert, zu promovieren, und schon haben sie selbst ein ganz eigenes Interesse, Neues zu lernen, z. B. Publikationen. Es kommen dann auch eigene Ideen von ihnen.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Gibt es Themen, die sich mehr oder weniger gut eigenen f\u00fcr das Format IFAF?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Frau Gather<\/strong>:\u00a0 Die Rahmenbedingungen sind so, dass man Praxispartner haben muss. Und ohne diese braucht man gar keinen Antrag stellen, insofern muss man seinen Antrag darauf zuschneiden.<\/p>\n<p><strong>Herr Zipprian<\/strong>: Nein, bez\u00fcglich der Themen gibt es keine Pr\u00e4ferenzen. Allerdings k\u00f6nnen Sie erkennen, dass das IFAF, als eine an den Aufgaben der Fachhochschulen ausgerichtete Institution, so gebaut ist, dass es nicht nur umgesetzte Bundesmittel als reine Forschungsmittel des Landes vergibt, sondern dass bei der Entscheidung \u00fcber die F\u00f6rderung eines beantragten Vorhabens immer auch dessen Praxisbezug eine gro\u00dfe Rolle spielt.<\/p>\n<p><strong>Frau Sch\u00fcrmann<\/strong>: Die Themen m\u00fcssen nat\u00fcrlich in das Forschungs- und Lehrprofil der Professorin bzw. des antragsstellenden Professors passen.<\/p>\n<p><strong>Herr Lottmann<\/strong>: Es gibt auch einen Leitfaden, den wir beachten m\u00fcssen, unter anderem zu den Punkten Kooperationspartner, Innovationsf\u00e4higkeit und Bedeutung f\u00fcr die Region. Damit werden diese Anforderungen meist automatisch ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p><strong>Frau Sch\u00fcrmann<\/strong>: Aber Berlin ist einfach eine Stadt mit vielen M\u00f6glichkeiten. Da findet man schon genug Anregung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Interview von Lara Loehrke Die HWR als praxisorientierte Hochschule versteht sich gleichzeitig auch als forschungsgeleitet. Sie pflegt eine offene Forschungskultur und erm\u00f6glicht u. a. auch Promotionen. 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