Damit erfolgreich gewonnenes professorales Personal sich auch langfristig an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften bindet, muss die Organisation der in der Bewerbungsphase wahrgenommenen Attraktivität als Arbeitgeberin auch gerecht werden. Geeignete Maßnahmen der Personalbindung sorgen dafür, dass eine Identifikation mit der Hochschule und ein Zugehörigkeitsgefühl zum Kollegium entstehen und sich im Laufe der Zugehörigkeit zur Hochschule verfestigen. Neuberufene Professor*innen sollen möglichst schnell in die bestehenden Strukturen eingebunden werden.
Im Projekt „Professorale Karriere an der HWR Berlin“ werden zwei Maßnahmen erprobt, um die Personalbindung zu erhöhen: Neuberufenen werden Onboarding-Teams zur Seite gestellt, um Ihnen einen reibungslosen Einstieg in die neue Position zu erleichtern. Und um die Vernetzung innerhalb der gesamten Professor*innenschaft auszubauen, werden innovative, interdisziplinär konzipierte Forschungsprojekte gefördert.
Das Onboarding, also die ganzheitliche Einführung in die neue Stelle, ist ein bedeutsamer Moment hinsichtlich der Personalbindung. Es bietet einen ersten Eindruck, wie gut die Hochschule organisiert ist, wie ernst sie es mit ihrem Arbeitgeberversprechen meint und welche Wertschätzung neuen Mitarbeitenden entgegengebracht wird. Ein holpriger Start senkt die Chance auf eine schnelle und erfolgreiche Integration. Ein gelungenes Ankommen, nicht nur in fachlicher, sondern auch in sozialer und hochschulkultureller Hinsicht, erhöht diese Chance hingegen.
Einmal gut angekommen und im eigenen Fachbereich integriert, gilt es, die Professor*innen auch über den Fachbereich hinaus in der Hochschule zu vernetzen. Welche Tätigkeit wäre hierzu geeigneter als gemeinsame, interdisziplinäre Forschung? Interdisziplinäre Forschung über die Grenzen der eigenen Facheinheiten stärkt dabei nicht nur die Vernetzung innerhalb der Professor*innenschaft, es betont zudem noch die multidisziplinären Ausrichtung als Profilelement der Hochschule.