Demografischer Wandel im Klassenzimmer

Die Auswirkungen des Demografischen Wandels im Schulbereich oder: Wie sieht die Schule der Zukunft aus?

„Auch vor Schulen macht der Demografische Wandel keinen Halt!“ Die folgende Karikatur verdeutlicht dies und bedient sich dafür Klischees zum Demografischen Wandel und „alten“ Leuten: „alte“ gebrechliche Lehrkräfte, die körperlich auf Hilfsmittel wie Rollatoren und Sehhilfen angewiesen sind, unterrichten in der Schule. Das Parkplatzschild: „nur Rollatoren“ suggeriert, dass es hauptsächlich alte Lehrkräfte in den Schulen gibt, die noch nach „50 Jahren Schuldienst“ arbeiten, damit überhaupt eine Lehrkraft vor der Klasse steht: „Hauptsache, es ist Leben in der Schule“.

Abbildung 1: Herausforderung Demographischer Wandel, online unter URL: http://www.jugend-und-bildung.de/files/616/Demografischer_Wandel_web.pdf [30.01.2018].

Die rechte Seite der Karikatur setzt sich mit der Heterogenität der Schülerschaft auseinander, die in diesem Blog nicht weiter thematisiert wird.

Immerhin gibt es in dieser ersten Karikatur noch Kinder in der Schule. In folgender Karikatur wird pessimistisch davon ausgegangen, dass es 2020 kaum noch Schülerinnen und Schüler gibt. Es entbrennt ein harter Wettkampf, um die Bestandsfähigkeit der eigenen Schule zu sichern.

Abbildung 2: Demographischer Wandel 2020: Schulen suchen Schüler, online unter URL: http://www.jugend-und-bildung.de/files/616/j+b_Juni_dem._Wandel_300_dp.jpg [30.01.2018].

In diesem Blog wird der Frage nachgegangen, was an diesen Bildern „dran“ ist und vor welchen Herausforderungen das Schulsystem vor dem Hintergrund des Demografischen Wandels tatsächlich steht.

Der Fokus soll dabei darauf liegen, welche Zukunft „Schule“ erwartet: Leere Klassenzimmer, fehlende Lehrkräfte oder volle Klassen mit „alten“ Lehrkräften? Schüler- und Lehrkräftezahlen werden analysiert und einige mit der demografischen Entwicklung einhergehende Herausforderungen im Schulbereich dargestellt. Am Beispiel des künftigen Lehrkräftebedarfes an Grundschulen wird die Komplexität des Themas „Demografischer Wandel und Schule“ aufgezeigt. Außerdem wird die Alterszusammensetzung der Lehrkräfte angesprochen und ein Ausblick zum Einsatz „älterer“ Lehrkräfte gegeben.

(Schul-)Statistik

Zunächst wird untersucht, wie sich Schüler- und Lehrkräftezahlen in den vergangenen Jahren vor dem Hintergrund des demografischen Wandels entwickelt haben.

Demografischer Wandel in der Bundesrepublik Deutschland (BRD)

Kennzeichnend für den Demografischen Wandel generell ist die Zunahme des Anteils älterer Menschen durch sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartungen. So betrug der Anteil der über 64-Jährigen an der Gesamtbevölkerung 2015 21,1 % und hat sich seit 1960 somit fast verdoppelt (1960: 11,6 %). Die Zahl der 6 bis 24-Jährigen und damit einer relevanten Größe für das Bildungssystem, hat sich seit 1960 um rund ein Drittel von 27,7 % auf 18,7 % im Jahr 2015 verringert (vgl. Statistisches Bundesamt 2017a: 31). Dies führt auf lange Sicht zu einer negativen Bevölkerungsentwicklung. Die Zahl der Sterbefälle lag mit 925.200 im Jahr 2015 um 187.625 über der Zahl der Lebendgeborenen von 737.575 (vgl. ebenda: 33). Neben der Mortalität und Fertilität beeinflusst die Migration die Bevölkerungsentwicklung und kann einer negativen Bevölkerungsentwicklung entgegenwirken. Das Statistische Bundesamt geht aber davon aus, dass die hohe Zuwanderung seit 2015/2016 die Alterung und das Sinken der Bevölkerungszahl nicht umkehren kann. Das Tempo und das Ausmaß könnten lediglich gemildert werden (vgl. Statistisches Bundesamt 2016). Denn durch die niedrige Geburtenrate wird der Anteil potentieller Mütter kleiner (vgl. Statistisches Bundesamt 2015: 5).

Abbildung 3: Zusammengefasste Geburtenziffer von 1990 bis 2015,
Statistisches Bundesamt 2017a: 35.

Die Geburtenrate ist in den letzten Jahren zwar relativ stabil geblieben und zuletzt leicht auf 1,5 Kinder pro Frau im Jahr 2015 gestiegen (vgl. Abbildung 3), um ein natürliches Bevölkerungswachstum von null zu erreichen wäre jedoch eine Fertilitätsrate von 2,1 (Bestandserhaltungsniveau) notwendig.

Die aktuellen Mädchenjahrgänge sind zahlenmäßig bereits kleiner als ihre Mütterjahrgänge und wenn sie ebenfalls weniger als 2,1 Kinder gebären, wird die Geburtenzahl weiter sinken. Die Zahl der Sterbefälle wird trotz höherer Lebenserwartung durch das Hineinwachsen der stark besetzten Altersjahrgänge in die hohen Lebensalter steigen (vgl. Statistisches Bundesamt 2015: 5f). Selbst wenn vom Statistischen Bundesamt die Wanderungseffekte nach der Korrektur 2016 in allen Varianten noch unterschätzt wurden, sinkt die Bevölkerungszahl bis 2060 um einige Millionen Menschen:

Abbildung 4: Bevölkerungszahl von 1950 bis 2060, Statistisches Bundesamt 2015: 15.

Demografischer Wandel und Schule

Schülerzahlentwicklung

Die auf unter 2,1 Kinder pro Frau gesunkene Geburtenrate hat auch Auswirkungen auf die Schülerzahl. Die Schülerzahlentwicklung in der BRD von 1992 bis 2015 stellt sich wie folgt dar:

Abbildung 5: Schülerzahlentwicklung der BRD 1992 bis 2015, Daten der Kultusministerkonferenz (o.J.)., eigene Darstellung.

Bei der Schülerzahlentwicklung an allgemein bildenden Schulen erkennt man

Abbildung 6: Schülerzahlentwicklung
an allgemein bildenden Schulen
in der BRD 1992 bis 2015,
Daten der Kultusministerkonferenz (o.J.).,
eigene Darstellung.

eine ab Ende der 90er Jahre stärker sinkende Schülerzahl. Insgesamt ist von 2015 bezogen auf 1992 ein Schülerrückgang von 10,8 % zu verzeichnen (gemäß den Daten der Kultusministerkonferenz (o.J.), eigene Berechnung). In den einzelnen Bundesländern unterscheidet sich die Schülerzahlentwicklung. So kam es in den „neuen“ Bundesländern nach der Wiedervereinigung zu einem regelrechten

Geburteneinbruch (vgl. Weishaupt 2013), wodurch die Schülerzahlen zwischen 1992 und 2009 um annähernd die Hälfte sanken (45,5 % gemäß Statistischem Bundesamt 2009).

Abbildung 7: Schülerzahlentwicklung an
beruflichen Schulen in der BRD 1992 bis 2015,
Daten der Kultusministerkonferenz (o.J.),
eigene Darstellung.

Zuerst treffen die Kinder veränderter „Geburtentrends“ immer im Grundschulbereich und danach in den weiterführenden Schularten und beruflichen Schulen ein. Dadurch unterscheiden sich die Schülerzahlentwicklungen nach Schularten.

An den beruflichen Schulen setzte der Schülerrückgang deshalb erst von 2008 zu 2009 ein.

Geburtenzahlen und somit Schülerzahlen entwickeln sich nicht nur zwischen Schularten oder in den Bundesländern, sondern auch regional innerhalb der Länder sehr unterschiedlich. So entwickeln sich die Schülerzahlen in ländlichen, von Abwanderung geprägten Regionen – im Gegensatz zu größeren Städten – eher rückläufig (vgl. Weishaupt 2013). Die Besonderheiten der einzelnen Schularten oder Regionen zu beleuchten, bedürfte daher einer gesonderten Betrachtung.

Entwicklung der Lehrkräftezahlen und Alterszusammensetzung der Lehrkräfte

Mit einer geringen Schülerzahl sinkt auch der Bedarf an Lehrkräften, weil weniger Klassen gebildet werden, die unterrichtet werden müssen. Dennoch hat sich die Lehrkräfteanzahl nicht gleichermaßen rückläufig entwickelt wie die Schülerzahlen. Sie schwankt seit 1992 im allgemein bildenden Bereich um die 600.000 und ist im beruflichen Bereich sogar leicht gestiegen und liegt bei etwa 117.000 (gemäß den Daten der Kultusministerkonferenz (o.J.)). Gründe dafür sind zum Beispiel verbesserte Rahmenbedingungen, die einen höheren Lehrkräftebedarf bedingen oder auch v.a. in den neuen Ländern geschlossene Vereinbarungen mit den Lehrerverbänden, die generelle Teilzeitbeschäftigungen für einzelne Lehrämter erlaubten, um Entlassungen zu vermeiden (vgl. Weishaupt 2006: 38).

Doch wie setzt sich die Lehrerschaft zusammen? Der Frauenanteil betrug im Schuljahr 2015/2016 72 % Prozent (vgl. Statistisches Bundesamt 2017a: 89) und ist somit sehr hoch. Zudem besteht wie in der Gesamtbevölkerung ein hoher Altersdurchschnitt der Lehrkräfte:

Abbildung 8: Altersverteilung der Lehrkräfte 2016/17
an allgemein bildenden Schulen,
Statistisches Bundesamt 2017d.

Prognose oder „Demographische Rendite adé“

Entgegen des dargestellten Trends ist die Schülerzahl zum Schuljahr 2016/2017 das erste Mal seit dem Schuljahr 2000/2001 – wahrscheinlich aufgrund höherer Zuwanderung aus dem Ausland[1] – leicht, um 0,3 %, angestiegen (vgl. Statistisches Bundesamt 2017b).

Doch hält diese Entwicklung an?

Jahrelang herrschten aufgrund der eher negativen Schülerzahlentwicklungen und -prognosen in Verbindung mit der prognostizierten zurückgehenden Bevölkerung Befürchtungen von „leeren Klassenzimmern“ vor. Diese hätten jedenfalls ein Gutes: dass Ressourcen im Bildungsbereich frei würden mit denen Rahmenbedingungen verbessert werden könnten. Von der sogenannten demografischen Rendite war daher die Rede (vgl. Weishaupt 2013). Bis 2017 von der Bertelsmannstiftung die Studie „Demographische Rendite adé – Aktuelle Bevölkerungsentwicklung und Folgen für die allgemeinbildenden Schulen“ veröffentlicht wurde. Diese geht von einer stärker steigenden Schülerzahl bis 2030 aus, was die erwartete demografische Rendite ins Leere laufen ließe und stattdessen zu ungeplanten Mehrausgaben von mehreren Milliarden Euro jährlich führen und den Bildungssektor vor große Herausforderungen stellen würde (vgl. Klemm und Zorn 2017: 6f, 9).

Die steigende Geburten- und Schülerzahl ist durch eine vorteilhafte Altersstruktur der potentiellen Mütter erklärbar: Die Kinder der „Baby-Boomer“ (gut besetzte Jahrgänge der 1980 er Jahre) sind mit Mitte 20 bis 30 in einem Alter mit hoher Geburtenhäufigkeit (vgl. Statistisches Bundesamt 2015: 5). Dazu kommt die schon dargestellte leicht gestiegene Fertilitätsrate. Außerdem schlägt die Zuwanderung stärker zu Buche als bisher geplant (vgl. Klemm und Zorn 2017: 8, 14). Dennoch wird die Geburtenzahl, wenn die weniger stark besetzten Jahrgänge in das potentielle „Mütteralter“ kommen und die Fertilitätsrate nicht steigt, bis 2060 wieder sinken (vgl. Statistisches Bundesamt 2015: 15f). Auch die von Klemm und Zorn vorgenommene Prognose bezieht sich nur auf einen Zeitraum bis 2030 und sollte nicht über die langfristige Entwicklung hinwegtäuschen. Die Autoren gehen bereits ab Schuljahr 2026/2027 selbst von einem leichten Rückgang der Schülerzahlen im Grundschulbereich aus (vgl. Klemm und Zorn 2018: 16f).

Dennoch ergeben sich aus den aktuellen Prognosedaten höhere Schülerzahlen für die nähere Zukunft. Laut der Bertelsmannstudie 2017 seien diese Entwicklungen lange Zeit unterschätzt worden und würden Bildungsverwaltung und Schulsystem weitgehend unvorbereitet treffen (vgl. Klemm und Zorn 2017: 6). Die letzte Schülerzahlprognose der Kultusministerkonferenz sei seit 2013 nicht mehr aktualisiert worden (vgl. ebenda: 8, 10). Die durch die Bertelsmann Stiftung veröffentlichten Daten beziehen sich aber nur auf Gesamtdeutschland, länderspezifische und regionale Besonderheiten bleiben weitgehend unberücksichtigt[2] (vgl. ebenda: 9, 11). Es wird zwar darauf hingewiesen, dass nun regionenspezifische Prognosen für die Detailsteuerung vor Ort notwendig seien (vgl. ebenda: 28), dass es diese bereits gibt, wird jedoch nicht erwähnt. Der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz weist im Deutschlandfunk daraufhin, dass die Daten der Kultusministerkonferenz keine Planungsdaten seien. Die Länder würden für ihre Planung eigene Prognosen anhand aktueller Daten ermitteln, weshalb Erkenntnisse zu steigenden Schülerzahlen in den Ländern bereits vorliegen und berücksichtigt würden (vgl. Deutschlandfunk 2017). Mitteilungen der Länder zu eigenen Schülerzahlprognosen bestätigen, dass diese in den nächsten Jahren ebenso von steigenden Schülerzahlen ausgehen (vgl. Baden-Württemberg 2017, Schleswig-Holstein Drs. 19/114).

Aufgrund der tendenziellen Übereinstimmung mit den Mitteilungen der Länder sowie der einmaligen Aktualität der Daten (bezogen auf die BRD insgesamt) kann hier auf die Ergebnisse der Bertelsmannstudie 2017 zurückgegriffen werden. Demnach wird die Schülerzahl (ohne Förderschulen) bis 2025 insgesamt um rund 3,8 % von etwa 7.952.000 auf 8.257.000 und von 2025 bis 2030 um weitere rund 4 % auf 8.586.000 anwachsen. Von positiven Schülerzahlzuwächsen werden zunächst bis 2030 die Grundschulen betroffen sein (+12,3 %) und danach ab 2025 der Sekundarbereich I (+8,9 %). Im Sekundarbereich II wird bis 2030 die Schülerzahl zunächst insgesamt um 7,9 % sinken (vgl. Klemm und Zorn: 44, eigene Berechnung).

Planungshorizonte

Die Entwicklung in den verschiedenen Schularten führt zu jeweils anderen Reaktionszeiträumen, da unterschiedliche Planungshorizonte bestehen (vgl. Weishaupt 2013):

Abbildung 9: Sicherheit von Prognosen in den verschiedenen Bildungseinrichtungen, Weishaupt 2013.

Herausforderungen vor dem Hintergrund aktueller Erkenntnisse

Vor dem Hintergrund der dargestellten aktuellen Erkenntnisse wird im Folgenden auf die sich aus den demografischen Entwicklungen ergebenden Herausforderungen im Schulbereich, insbesondere im Bereich der Lehrkräftebedarfsentwicklung, eingegangen.

Insgesamt werde die prognostizierte Schülerzahlentwicklung zu einem schülerzahlbedingten Lehrkräftebedarf von rund 42.800 Vollzeitstellen und etwa 28.100 neuen Klassen bis 2030 führen (vgl. Klemm und Zorn 2017: 8).

Aufbauend auf diesen Ergebnissen haben Klemm und Zorn (2018) gerade vor wenigen Tagen eine weitere Studie zum Lehrkräftebedarf an Grundschulen veröffentlicht, deren Ergebnisse und die sich daraus ergebenden Folgen von den Medien aufgegriffen und dieser Tage stark diskutiert werden:

Abbildung 10: Screenshots: Tagesschau 2018, Frankfurter Allgemeine Zeitung 2018, Norddeutscher Rundfunk 2018.

Neben den Schülerzahlen werden dort weitere Entwicklungen im Bildungssystem analysiert, die den Lehrkräftebedarf in den nächsten Jahren beeinflussen werden.

Die einflussreichste Größe ist die hohe Zahl an älteren Lehrkräften, die in den kommenden Jahren aus dem Schuldienst ausscheiden werden. Im Grundschulbereich sind fast 40 % der Lehrkräfte 50 Jahre oder älter und werden bis 2030 die Pensionierungsgrenze erreichen (vgl. Klemm und Zorn 2018: 13).

Die folgende Abbildung stellt den Lehrkräftebedarf der Grundschulen da:

Abbildung 11: Gemittelter jährlicher Einstellungsbedarf an Grundschulen, Klemm und Zorn 2018: 18.

Bis 2030 müssten danach mehr als 80.000 Vollzeitstellen aufgrund altersbedingt ausscheidender Lehrkräfte neu besetzt werden, im Jahresmittel die meisten schon bis zum Schuljahr 2020/2021. Zwischen den Schuljahren 2021/2022 und 2025/2026 ist der Ersatzbedarf wegen höherer Schülerzahlen mit 3.569 jährlich sehr hoch, bis sich dieser Wert ab 2026/2027 sogar leicht negativ entwickelt. Neben demografisch bedingten Faktoren (Schülerzahlerhöhung/Ausscheiden älterer Lehrkräfte) führen veränderte Rahmenbedingungen oder organisatorische Veränderungen, wie beispielsweise der Ausbau von Ganztagsschulen oder die weitere Umsetzung der Inklusion, zu Ersatzbedarfen (vgl. Klemm und Zorn 2018: 10, 18).

Diesem Bedarf stünden etwa 7.000 Bewerber pro Jahr gegenüber, weshalb jährlich bis zu 1.000 bis 2.000 grundständig ausgebildete Lehramtsabsolventen fehlen würden. Eine Erhöhung von Lehramtsstudienplätzen würde sich aufgrund der langen Studierdauer erst Mitte der 2020er-Jahre auswirken (vgl. ebenda: 20f).

Außer dem steigenden Lehrkräftebedarf sind räumliche Kapazitäten erforderlich, um die Beschulung zusätzlicher Klassen zu gewährleisten. Hat sich die Anzahl der allgemein bildenden Schulen seit 1992 verringert (vgl. Statistisches Bundesamt 2017c: 17) und wurden Lösungen zur Weiterentwicklung der Schulstrukturen bei sinkenden Schülerzahlen erörtert (vgl. Weishaupt 2006: 32), besteht aktuell ein umgekehrtes Erfordernis: bis 2025 würden in Deutschland insgesamt mehr als 2.360 Grundschulen fehlen (vgl. Klemm und Zorn 2017: 20).

Klemm und Zorn 2017 und 2018 gehen bei ihren Annahmen jedoch vom Status Quo aus. So rechnen sie u.a. mit den heutigen Schüler-je-Stelle-Relationen und den heutigen durchschnittlichen Klassengrößen (vgl. Klemm und Zorn 2017: 33; vgl. Klemm und Zorn 2018: 21). Gerade bei den Klassengrößen ist aber ein Ansteigen des durchschnittlichen Wertes bei höheren Schülerzahlen denkbar. Außerdem liegen in den Ländern aktuelle regionenspezifische Prognosen vor. Deshalb bleibt abzuwarten, ob der prognostizierte Bedarf an Lehrkräften und Schulbauten tatsächlich so groß wird, wie von ihnen vorausgesagt wird. Es wird im Schulbereich jedoch definitiv einen höheren Personalbedarf geben.

Neben den dargestellten unmittelbaren Auswirkungen demografischer Aspekte auf das Bildungssystem gibt es auch indirekte Auswirkungen, zum Beispiel das geringere Angebot an qualifizierten Arbeitskräften durch niedrigere Absolventenzahlen in Folge gesunkener Schülerzahlen. Diese sind verbunden mit der „Notwendigkeit einer Erhöhung des Anteils besser qualifizierter Absolventen des Bildungssystems allein um den Ersatz der bisherigen Beschäftigten auf gleichem Qualifikationsniveau sicher zu stellen“ (Weishaupt 2015: 1).

Die vorstehenden Ausführungen zeigen, dass ein breites Themenspektrum im Schulbereich mit demografischen Entwicklungen zusammenhängt. Nachfolgend wird am Beispiel des Lehrkräfteersatzbedarfes an Grundschulen die Komplexität der Planungsprozesse und der Gestaltung von Lösungsprozessen dargestellt, die aufgrund demografischer Veränderungen im Schulbereich erforderlich werden.

Lösungsoptionen

Da im Bereich der Grundschulen die Prognose noch am sichersten sein dürfte, aber anderseits die Reaktionsmöglichkeiten aufgrund des relativ kurzen Planungshorizontes beschränkt sind, werden anhand der Grundschulen kurzfristige Lösungsoptionen für die Deckung des nahenden Ersatzbedarfes erörtert.

Von Klemm und Zorn 2018 benannt und wieder verworfen werden beispielsweise mögliche Reduzierungen des Bedarfs an Unterrichtsstunden durch die Erhöhung von Klassengrößen oder eine Reduzierung der Stundentafeln; aber auch die Erhöhung des Unterrichtstundenangebots bereits beschäftigter Lehrkräfte u.a. durch Verschärfung der Voraussetzungen für Teilzeitbeschäftigung, die Anhebung des Mindestdeputats Teilzeitbeschäftigter, den Abbau des Einsatzes von Lehrkräften in Ganztagsangeboten oder des sonstigen Abbaus des nicht unterrichtswirksamen Einsatzes von Lehrerwochenstunden (Verringerung von Entlastungstatbeständen), die Rückführung abgeordneter Lehrkräfte, die Verschärfung der Voraussetzung für vorzeitige Pensionierungen und generell die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung (vgl. Klemm und Zorn 2018: 22-25). Demgegenüber fordern Lehrkräfte immer wieder eine Verringerung der Unterrichtsverpflichtung aufgrund ihres zu hohen Arbeitspensums (vgl. Deutschlandfunk 2018b). Dies zeigt beispielhaft die Auswirkung solcher Maßnahmen auf unterschiedliche Akteure im Schulbereich und die politische Brisanz des Themas.

Zudem wird die Gewinnung zusätzlichen Personals beispielsweise durch die Übernahme von in der „Flüchtlingskrise“ befristet eingestellten Lehrkräften oder den Einsatz stundenweiser Beschäftigter thematisiert (vgl. Klemm und Zorn 2018: 22-25).

Im folgenden Video werden die aus Sicht der Studienautoren zielführenden Möglichkeiten zur kurzfristigen Gewinnung von Lehrpersonal aufgezeigt:

 

An den benannten Handlungsmöglichkeiten werden das Diskussionspotential und die Bedeutung des Themas deutlich. Die Gewährleistung der Unterrichtsversorgung vor dem Hintergrund eines hohen Lehrkräftebedarfes hat Auswirkungen in den Bereichen Beschäftigungsbedingungen und Arbeitszeit der Lehrkräfte, aber auch auf den Unterricht ganz direkt, durch ggf. größer werdende Klassen. Auf eine Lösungsoption soll im Folgenden noch näher eingegangen werden:

Im Video wurde für die Deckung des Lehrkräftebedarfes die Förderung der freiwilligen Verlängerung der Beschäftigung älterer Lehrkräfte empfohlen, um Unterricht abzusichern.

Das Stereotyp der „alten“ Lehrkraft

Das Zurückgreifen auf „ältere“ Lehrkräfte wurde in der ersten Karikatur schon angedeutet, in welcher der „alte“ Lehrer im Bild eher negativ dargestellt wird. Auch der Ausspruch „Was soll’s: Hauptsache, es ist Leben in der Schule“ spricht nicht für eine noch vorhandene „Unterrichtskompetenz“ des Lehrers, die ihm aufgrund seines Alters abgesprochen wird. Es erscheint nicht erstrebenswert solche „alten“ Lehrkräfte an der Schule zu beschäftigen.

Mit einem höheren Alter verbundene negative Stereotype der „Alten“, welche Ältere mit verminderter Leistungsfähigkeit assoziieren, haben eine lange Geschichte (vgl. Göckenjahn 2002: 50f).

Pohlmann (2004) setzt sich in „Das Alter im Spiegel der Gesellschaft“ mit verschiedenen in der Wissenschaft und Bevölkerung bestehenden Altersbildern auseinander und kommt zu dem Schluss, dass positive und negative Facetten nebeneinander stehen. Ihm fällt aber auch auf, „wie selten Belege für positive Altersbilder gefunden werden“, wenn man „die ansehnliche Zahl an empirischen Befunden zum Altersstereotyp“ betrachtet (Pohlmann 2004: 100f). Pohlmann benennt mit Thürkow, Hendricks und Hendricks, Blaschke und Debast einige Autoren, die für die Verbreitung von Altersbildern und Altersklischees Institutionen wie Schulen, Wissenschaft und die Massenmedien verantwortlich sehen (vgl. ebenda: 109) und damit wahrscheinlich auch den Karikaturenzeichner. Im Rahmen einer eigenen Quellenuntersuchung von Printmedien stellte er aber fest, dass zwar eine negativ getönte Berichterstattung überwiegt, aber nicht von einer unmittelbaren Altersstigmatisierung gesprochen werden könne (vgl. ebenda: 110f).

Laut dem deutschen Alterssurvey hat sich zwischen 1996 und 2014 ein positiver Wandel der Altersbilder „zu einer weniger verlustorientierten und mehr gewinnorientierten Sichtweise“ vollzogen (Mahne et al. 2017: 329). Die Idee des produktiven und aktiven Alters verbunden mit der Entwicklung der eigenen Möglichkeiten, Ressourcen und Kompetenzen prägt stärker den gesellschaftlichen Diskurs (vgl. Wurm, Berner, Tesch-Römer 2013: 8). Dies klingt vielversprechend, da jedenfalls feststeht, dass nicht ab einem bestimmten „Alter“ von verminderter Leistungsfähigkeit, Krankheit und Gebrechen ausgegangen werden kann. Zwar gibt es einen biologischen Alterungsprozess, dieser ist aber nicht direkt abhängig vom kalendarischen Alter und hängt neben den individuell genetischen auch von sehr individuellen äußeren Umständen und sozialen Faktoren ab (vgl. Pohlmann 2004: 16f). Die Anfälligkeit für chronische Erkrankungen steige allerdings mit dem Alter deutlich an (vgl. ebenda: 19).

Mit dem Gesundheitsschutz und Entlastungserfordernissen wird im Schulbereich auch die Gewährung von Altersanrechnungsstunden begründet (vgl. beispielhaft Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern 2015: 5, 10), aufgrund derer Lehrkräfte in Deutschland ab einem bestimmten Alter (je nach Bundesland ab 55 oder älter) ein bis drei Unterrichtsstunden pro Woche weniger unterrichten müssen als ihre jüngeren Kolleginnen und Kollegen (vgl. Kultusministerkonferenz 2017: 5f).

Dies ist aus mehreren Gründen kritisch zu sehen. Zum einen vor dem im Grundgesetz verbürgten Recht auf Gleichheit unabhängig vom Alter gegenüber den jüngeren Lehrkräften. Außerdem vor dem Hintergrund der dargestellten Erkenntnisse zum sehr individuellen Alter(n). Zudem sei zwar die Krankheitsanfälligkeit für chronische Erkrankungen im Alter höher, viele Erkrankungen ließen sich aber auch auf einen ungesunden Lebensstil zurückführen (vgl. Pohlmann: 21).

Hier schlummert eine nicht genutzte Personalressource. In Baden-Württemberg, wo die Abschaffung dieser Anrechnungsstunden am Widerstand der Lehrkräfte scheiterte, sind durch diese Stunden etwa 1.300 Lehrerstellen personell gebunden (vgl. Allgöwer 2013). Eine Evaluation dazu, ob die Lehrkräfte durch diese Stundenanrechnung weniger krank sind und damit weniger Unterricht ausfällt, fehlt.

Wie der Widerstand der Lehrkräfteinteressenvertretungen in Baden-Württemberg zeigte, scheint die Gewährung dieser Anrechnungsstunden möglicherweise die Eigenstigmatisierung der Lehrkräfte zu fördern, sodass Lehrkräfte vielleicht ein Altersbild von sich entwickeln, welches von einer mit dem Alter eher zunehmenden geringeren Belastbarkeit geprägt ist. Dies im Rahmen einer Evaluation mit zu untersuchen, wäre hilfreich.

Dieser kleine Ausblick soll mit einem Gedankenspiel enden: Was wäre wenn Lehrkräfte ihr Drittes Alter in der Schule gestalten würden? Nach Laslett, der den Begriff des dritten Alters entscheidend geprägt hat, muss dieses nicht zwangsläufig erst nach dem Eintritt in den Ruhestand beginnen. Kennzeichnend für das dritte Alter sei die persönliche Erfüllung: dass „der höchste Punkt in der Bahn individuellen Lebens erreicht wird“ (Laslett 1995: 35). Deshalb könne das Dritte Alter auch zeitgleich mit dem zweiten (Unabhängigkeit, Reife, Verantwortung) gelebt werden, was zum Beispiel auf Künstler zutreffe (vgl. ebenda: 35f, 129). Denn erst das Vierte Alter wäre geprägt von unabänderlicher Abhängigkeit, Altersschwäche und Tod (vgl. Laslett 1995: 35).

Gerade für den Lehrerberuf werden neben Risikofaktoren immer wieder die positiven Aspekte betont, die ihn zu einem sehr erfüllenden Beruf machen (vgl. Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern (o.J.): 6).

Schluss

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass demografische Aspekte direkte und indirekte Auswirkungen auf den Bildungssektor haben. Als Ergebnis der Fertilitätsentwicklung führen sinkende als auch steigende Schülerzahlen zu Herausforderungen. Zudem wird die Alterung der Bevölkerung auch im Schulbereich anhand der Alterszusammensetzung der Lehrkräfte deutlich. Demografische Entwicklungen betreffen neben dem Lehrkräftebedarf eine Vielzahl an weiteren Themen im Bildungsbereich wie beispielsweise den Schulbau, die Absolventenzahlen und damit einhergehende Fachkräftebedarfe, die Lehrerausbildung und Vieles mehr. Jedes dieser Themen ist wiederum selbst ein sehr komplexer Baustein, was am Beispiel des Lehrkräftebedarfes und seiner Lösungsansätze aufgezeigt wurde. Wobei auf die noch hinzukommende Fächersteuerung in diesem Blog noch gar nicht weiter eingegangen werden konnte.

Gerne wird der demografische Wandel für die Herausforderungen im Bildungssektor verantwortlich gemacht. Wie mit diesen Herausforderungen umgegangen wird, hängt aber auch stark von allen Beteiligten vor Ort ab, beispielsweise wie die Beschäftigung älterer Menschen im Schulbereich gesehen wird. Vor dem Hintergrund eines steigenden Lehrkräftebedarfes bildet die längere Beschäftigung älterer Lehrkräfte und ihr verstärkter Einsatz eine verfügbare Personalressource. Der Einsatz älterer Lehrkräfte sollte zu keinem Aufschrei in der Gesellschaft führen. Statt eine (Eigen-)Stigmatisierung noch zu begünstigen, sollte lösungsorientiert vorgegangen, das Potential erkannt und ausgeschöpft werden.

Zudem liegt die Herausforderung auch in den Planungsinstrumenten: Prognosen werden nicht häufig genug aktualisiert oder sind vage, da sie einen größeren Planungszeitraum von mehreren Jahren oder gar Jahrzehnten umfassen. Andererseits ist dadurch lange vorher bekannt, wann welche Schülerzahlen in den weiterführenden Schulen eintreffen werden. Prognosen bilden aber auch die Grundlage für kurzfristige Planungshorizonte und müssen nicht so wie geplant eintreten, sodass ein kurzfristiges Umdenken und neue Lösungsstrategien erforderlich werden.

Die Schule der Zukunft bis 2030 wird voraussichtlich jedenfalls nicht aus leeren Klassenzimmern bestehen, auch wenn nach 2030 durch die Abnahme der Bevölkerung insgesamt auch wieder mit sinkenden Schülerzahlen zu rechnen sein wird.

 

Wörter:   3224 (inkl. der Quellenangaben im Text)

 

Fußnoten

[1] Da es sich nur um vorläufige Daten handelt, könne dazu noch keine abschließende Aussage getroffen werden (Statistisches Bundesamt 2017b).

[2]  Die Prognosen wurden zwar für die Flächenländer West, Flächenländer Ost und die Stadtstaaten getrennt vorgenommen, weiter wurden diese jedoch nicht spezifiziert. (Klemm und Zorn 2017: 11).

 

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Herausforderung Demographischer Wandel, o.O., o.J., online unter URL: http://www.jugend-und-bildung.de/files/616/Demografischer_Wandel_web.pdf [30.01.2018].

Abbildung 2: Demographischer Wandel 2020: Schulen suchen Schüler, o.O., o.J., online unter URL: http://www.jugend-und-bildung.de/files/616/j+b_Juni_dem._Wandel_300_dp.jpg [30.01.2018].

Abbildung 3: Zusammengefasste Geburtenziffer von 1990 bis 2015, Statistisches Bundesamt 2017a: 35.

Abbildung 4: Bevölkerungszahl von 1950 bis 2060, Statistisches Bundesamt 2015: 15.

Abbildung 5: Schülerzahlentwicklung der BRD 1992 bis 2015, Daten der Kultusministerkonferenz (o.J.), eigene Darstellung.

Abbildung 6: Schülerzahlentwicklung an allgemein bildenden Schulen in der BRD 1992 bis 2015, Daten der Kultusministerkonferenz (o.J.), eigene Darstellung.

Abbildung 7: Schülerzahlentwicklung an beruflichen Schulen in der BRD 1992 bis 2015, Daten der Kultusministerkonferenz (o.J.), eigene Darstellung.

Abbildung 8: Altersverteilung der Lehrkräfte 2016/17 an allgemein bildenden Schulen, Statistisches Bundesamt 2017d.

Abbildung 9: Sicherheit von Prognosen in den verschiedenen Bildungseinrichtungen, Weishaupt 2013.

Abbildung 10: Lehrer verzweifelt gesucht, Screenshots: Tagesschau 2018, Frankfurter Allgemeine Zeitung 2018, Norddeutscher Rundfunk 2018.

Abbildung 11: Gemittelter jährlicher Einstellungsbedarf an Grundschulen, aus: Klemm und Zorn 2018: 18.

 

Literatur- und Quellenverzeichnis

Allgöwer, Renate (2013), Lehrer reagieren verärgert, in: Stuttgarter Zeitung, 07.11.2013, online unter URL: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.verschiebung-der-altersermaessigung-lehrer-reagieren-veraergert.3e697db1-bf63-48bc-810b-c0410c8aeb55.html [08.02.2018].

Deutschlandfunk (2017), Bertelsmann zeigt uns hier nichts Neues, Udo Michallik im Gespräch mit Benedikt Schulz, im: Deutschlandfunk, 12.07.2017, online unter URL: http://www.deutschlandfunk.de/studie-zu-steigenden-schuelerzahlen-bertelsmann-zeigt-uns.680.de.html?dram:article_id=390891 [01.02.2018].

Deutschlandfunk (2018), Wir brauchen eine Pflichtstundenentlastung, Marlis Tepe im Gespräch mit Manfred Götzke, im: Deutschlandfunk, 30.01.2018, online unter: http://www.deutschlandfunk.de/lehrerarbeitszeiten-wir-brauchen-eine.680.de.html?dram:article_id=409592 [11.02.2018].

Göckenjahn, Gerd (2002), Die Bedeutung der Geschichte des Alters in der Soziologie des Alters. In: Backes, Gertrud M./Clemens, Wolfgang (Hrsg.), Alter(n) und Gesellschaft, Zukunft der Soziologie des Alter(n)s, Bd.8, Leske und Budrich, Opladen, 47-73.

Klemm, Klaus/ Zorn, Dirk (2017), Demographische Rendite adé. Aktuelle Bevölkerungsentwicklung und Folgen für die allgemeinbildenden Schulen, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh.

Klemm, Klaus/Zorn, Dirk (2018), Lehrkräfte dringend gesucht – Bedarf und Angebot für die Primarstufe, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh.

Kultusministerkonferenz (o.J.), Schüler, Klassen, Lehrer und Absolventen der Schulen, o.O., online unter URL: https://www.kmk.org/dokumentation-statistik/statistik/schulstatistik/schueler-klassen-lehrer-und-absolventen.html [31.01.2018].

Kultusministerkonferenz (2017), Übersicht über die Pflichtstunden der Lehrkräfte an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Ermäßigungen für bestimmte Altersgruppen der Voll- bzw. Teilzeitlehrkräfte. Besondere Arbeitszeitmodelle, o.O., online unter URL: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/Statistik/Pflichtstunden_der_Lehrer_2017.pdf [08.02.2018].

Landesregierung Schleswig Holstein (Drs. 19/114), Folgen der demographischen Entwicklung für das Bildungswesen, Antwort auf eine Kleine Anfrage der SSW, Drucksache 19/114, 28.07.2017, Kiel.

Laslett, Peter (1995), Das Dritte Alter. Historische Soziologie des Alterns, Juventa, Weinheim und München.

Mahne, Katharina/Wolff, Julia Katharina/Simonson, Julia/Tesch-Römer, Clemens (Hrsg.) (2017), Altern im Wandel. Zwei Jahrzehnte deutscher Alterssurvey (DEAS), Berlin.

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern (2015), Zukunftsprogramm für gute Schulen. Schule besser gestalten, Schwerin.

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden Württemberg, Schülerzahlprognose 2017 bestätigt Trend langfristig steigender Schülerzahlen in Baden-Württemberg, Pressemitteilung, 23.08.2017, Stuttgart.

Norddeutscher Rundfunk (2018), Diskussion über Zukunft der Grundschulen, o.V. im: Norddeutschen Rundfunk, 31.01.2018, o.O., online unter URL: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Diskussion-ueber-Zukunft-der-Grundschulen,lehrerstudie112.html [01.02.2018].

Frankfurter Allgemeine Zeitung (2018), Deutschland fehlen bald 35.000 Grundschullehrer, o.V. in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.01.2018, o.O., online unter URL: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bertelsmann-studie-deutschland-fehlen-bald-35-000-grundschullehrer-15425371.html [01.02.2018].

o.V., Herausforderung Demographischer Wandel, o.O., o.J., online unter URL: http://www.jugend-und-bildung.de/files/616/Demografischer_Wandel_web.pdf [30.01.2018].

o.V., Demographischer Wandel 2020: Schulen suchen Schüler, o.O., o.J., online unter URL: http://www.jugend-und-bildung.de/files/616/j+b_Juni_dem._Wandel_300_dp.jpg [30.01.2018].

Pohlmann, Stefan (2004), Böhme, Günther (Hrsg.), Das Alter im Spiegel der Gesellschaft, Schulz-Kirchner Verlag, Idstein.

Statistisches Bundesamt 2009, 45,5% weniger Schülerinnen und Schüler in Ostdeutschland als 1992/93, Pressemitteilung Nr. 066, 26.02.2009, Wiesbaden.

Statistisches Bundesamt (2015), Bevölkerung Deutschlands bis 2060 – 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung, Wiesbaden.

Statistisches Bundesamt (2016), Alterung der Bevölkerung durch aktuell hohe Zuwanderung nicht umkehrbar, Pressemitteilung Nr. 021, 20.01.2016, Wiesbaden, online unter URL: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2016/01/PD16_021_12421.html;jsessionid=36A083943F7E9E1624DEB343BB3A56A1.InternetLive2 [31.01.2018].

Statistisches Bundesamt (2017a): Statistisches Jahrbuch 2017 – Deutschland und Internationales, Wiesbaden.

Statistisches Bundesamt (2017b): Zahl der Schüler im Schuljahr 2016/2017 um 0,3 % gestiegen, Pressemitteilung, 16.03.2017, Wiesbaden, online unter URL: https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2017/03/PD17_099_211.html [31.01.2018].

Statistisches Bundesamt (2017c), Bildung und Kultur. Allgemeinbildende Schulen – Schuljahr 2015/2016, Fachserie 11 Reihe 1, Wiesbaden.

Statistisches Bundesamt (2017d), Altersverteilung der Lehrkräfte 2016/17 an allgemein bildenden Schulen, Wiesbaden, online unter URL: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/BildungForschungKultur/_Grafik/Schulen_AlterLehrkraefte.png;jsessionid=4A2787796DDD9863677C9E6454EF8C74.InternetLive1?__blob=poster [07.02.2018].

Tagesschau (2018), Lehrer verzweifelt gesucht, o.V. in: Tagesschau, 31.01.2018, o.O., online unter URL: http://www.tagesschau.de/inland/studie-lehrermangel-101.html [31.01.2018].

Weishaupt, Horst (2006), Veränderungen im elementaren und sekundären Bildungsbereich durch demographischen Wandel. In: Statistisches Bundesamt, Statistik und Wissenschaft. Demografischer Wandel. Auswirkungen auf das Bildungssystem, Band 6, 26-44, Wiesbaden.

Weishaupt, Horst (2013), Herausforderungen für die Bildungspolitik: Demografischer Wandel, o.O., online unter URL: http://www.bpb.de/gesellschaft/kultur/zukunft-bildung/175009/demografischer-wandel [31.01.2018].

Weishaupt, Horst (2015), Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Bildung: Prognosen, Strukturen, Reaktionen, Hintergrundpapier zu der Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung am 22.09.2015, Berlin, online unter URL: http://library.fes.de/pdf-files/studienfoerderung/11613-20150921.pdf [06.02.2018].

Wurm, Susanne/Berner, Frank/Tesch-Römer, Clemens (2013), Altersbilder im Wandel, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, 63. Jahrgang, 4-5/2013, 3-8, Bonn.

Weitere Medien:

Video: Lehrermangel an Grundschulen – Dirk Zorn zu den Ergebnissen, Youtube, 30.01.2018, Bertelsmann Stiftung, online unter URL: https://www.youtube.com/watch?v=lPPYFaFevDE [09.02.2018].

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Arbeit abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar