Spielt Generationenübergreifendes Wohnen im Alter zukünftig eine größere Rolle?

Spielt Generationenübergreifendes Wohnen im Alter zukünftig eine größere Rolle?

Einleitung

Für Menschen aller Altersstufen und in allen Lebensphasen hängen Lebensqualität und Wohlbefinden in hohem Maße von der Zufriedenheit mit ihrer Wohnsituation ab. Dies gilt insbesondere für alte Menschen, denn für sie ist die Wohnung oftmals der räumliche Lebensmittelpunkt. Mit zunehmendem Alter verbringen Menschen durchschnittlich mehr Zeit in der eigenen Wohnung und ihr Bewegungsradius wird kleiner. Die Teilhabe alter Menschen am gesellschaftlichen Leben findet zu einem Großteil am Wohnort statt. So ist auch die Unterstützung, Versorgung und Pflege alter Menschen räumlich an ihren Wohnort gebunden. Für die Politik stellt sich daher die Frage, welche Möglichkeiten sie hat, die Wohnsituation alter Menschen so zu gestalten, dass ihre soziale Teilhabe gefördert und ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter ermöglicht wird. (BMFSFJ 2016, S. 255)

Insbesondere im Alter sind Wohnung und Wohnumgebung bedeutsam, denn diese nehmen einen entscheidenden Einfluss auf das gesundheitliche Wohlbefinden. Sowohl bei älteren Menschen selbst, als auch in Politik und Öffentlichkeit gewinnt das Thema Wohnen aufgrund veränderter Anforderungen an die Formen und Funktionen derzeit zunehmend an Aufmerksamkeit. Dies wird verstärkt durch soziale und demografische Herausforderungen, die zu einer Abnahme sozialer Unterstützungsleistungen im Alter führen werden. Besonders unter dem Aspekt der Unterstützung gewinnen daher gemeinschaftliche, insbesondere auch generationenübergreifende Wohnprojekte an Bedeutung. (Hellwig 2014, S. 1)

Demografie – Generationenwandel

Ein wesentliches Merkmal des demografischen Wandels ist die Alterung der Bevölkerung, welches sich in Deutschland in einem kontinuierlich steigenden Anteil älterer Menschen zeigt. Während im Jahr 1950 nur jeder zehnte Einwohner mindestens 65 Jahre alt war, ist es heute jeder Fünfte und bis 2060 könnte es jeder Dritte sein. Auch der Anteil der über 80-Jährigen hat sich gegenüber 1950 auf fünf Prozent verfünffacht und wird bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts auf 13 Prozent steigen. Hintergrund dieser Entwicklung ist einerseits die seit Jahrzehnten anhaltend niedrige Geburtenrate, andererseits die stetig zunehmende Langlebigkeit der Menschen in Deutschland. (Demografie-Portal 2015)

(Abbildung 1: Demografie-Portal 2015)

Die Anteile der Hauptaltersgruppen der Bevölkerung verschieben sich massiv, Hochaltrigkeit wird zum Massenphänomen – wie die nachfolgende Grafik zeigt.

(Abbildung 2: Demografie-Portal 2018)

Da in Deutschland die Zahl älterer Menschen und ihr Bevölkerungsanteil zunehmen und steigendes Alter oftmals mit vermehrter Pflegebedürftigkeit einhergeht, wächst auch die Anzahl der pflegebedürftigen Personen. So ist deren Anzahl zwischen 1999 und 2015 von 2,0 auf 2,9 Millionen gestiegen. Bei unveränderten alters- und geschlechtsspezifischen Pflegequoten und einer Bevölkerungsentwicklung entsprechend der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung könnte die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2060 auf 4,8 Millionen steigen. Der Anteil Pflegebedürftiger würde bei rund sieben Prozent der Gesamtbevölkerung liegen und wäre damit doppelt so hoch wie heute. (Demografie-Portal 2017a)

(Abbildung 3: Demografie-Portal 2017a)

Leben und Wohnen im Alter

Die Altersstruktur der Gesellschaft in Deutschland verändert sich aufgrund des demografischen Wandels – die gesamte Gesellschaft altert. Viele der älter werdenden Menschen führen ein gesünderes, längeres Leben, dennoch benötigen sie oftmals Unterstützung, um weiterhin ihren Alltag möglichst selbstbestimmt – in den eigenen vier Wänden – meistern zu können. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Unterstützung benötigt wird, wobei die Unterstützung und Betreuung der hilfe- sowie pflegebedürftigen Personen zu einem Großteil von Angehörigen erbracht wird. (Pohlmann 2012, S. 125 f.)

Nach wie vor stellt das Wohnen im eigenen Haushalt die häufigste Wohnform im Alter dar. In einer solchen „normalen“ Wohnsituation leben nach einer Studie des Bundesverbands freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen 93 Prozent der Menschen ab 65 Jahren. Lediglich 7 Prozent der Personen dieser Altersgruppe leben in Heimen, betreuten Wohnformen oder Altenwohnungen (BMVBS 2011, S. 27). Mit fortschreitendem Alter steigt dieser Prozentsatz, so leben von den über 85-jährigen Frauen und Männern etwa 17 Prozent in Heimen oder Gemeinschaftseinrichtungen (Statistisches Bundesamt 2011, S. 17).

Im Alter stellt das Wohnen in einem Ein-Personen-Haushalt die dominanteste Wohnform dar. Frauen leben auf Grund ihrer längeren Lebenserwartung häufiger allein als Männer. (Hellwig 2014, S. 19 f.)

So lebten im Jahr 2014 in Deutschland rund 44 Prozent der Frauen ab 65 Jahren allein in einem Haushalt – der Anteil der alleinlebenden Männer lag hingegen bei 18 Prozent. Dies liegt nur bedingt an der höheren Lebenserwartung der Frauen. Im Jahr 2014 führten 79 Prozent der Männer über 65 Jahre eine Ehe mit einer jüngeren Frau, dagegen waren nur rund 20 Prozent der älteren Frauen mit einem jüngeren Mann verheiratet. (Demografie-Portal 2016)

(Abbildung 4: Demografie-Portal 2016)

Die Wohnvorstellungen der zukünftigen Rentnergeneration, der derzeitigen Generation 50plus, unterliegen einem umfassenden Wandel. Schon im Rahmen des dritten Altenberichts machte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) 2001 deutlich, dass zukünftige Generationen älterer Menschen differenziertere Wohnbedürfnisse aufweisen als ältere Generationen. (Hellwig, 2014, S. 21)

So möchten ältere Menschen selbstständig, aber nicht allein sowie unabhängig, aber mit Verantwortung für andere leben. Sie möchten Hilfe im Notfall, aber nicht rundum versorgt sein, möchten auch beim Wohnen im Interesse eigener Bedürfnisse flexibel sein, ohne ihr eigenes Zuhause ganz aufzugeben. (BMFSFJ 2001, S. 252)

Gemäß einer im Jahr 2011 vom BBSR (Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung) herausgegeben Studie über die Wohnverhältnisse im Alter hatten aufgrund höher gelegener Wohnungen mehr als die Hälfte aller älteren Haushalte keinen unbeschwerten Zugang zu Ihrer Wohnung. Nur 5 Prozent aller im Rahmen dieser Studie erfassten Wohnungen konnten als barrierefrei bewertet werden. Ohne entsprechende Umbaumaßnahmen ist ein Leben im Alter in der eigenen Wohnung so nicht mehr möglich. Im Zuge der gesellschaftlichen Alterung wird der Bedarf an barrierefreien Wohnungen wachsen. Dieser Bedarf wird nicht durch Neubauten, sondern in erster Linie durch Umbauten bestehender Wohnungen gedeckt werden können, was auch dem Willen der meisten älteren Menschen entgegenkäme, möglichst lange in ihrer Wohnung bleiben zu können. (Just 2013, S. 95 ff.)

Im Jahr 2015 wurden von den rund 2,9 Millionen pflegebedürftigen Personen in Deutschland 73 Prozent zu Hause betreut – überwiegend allein durch Angehörige. Jeder vierte Pflegebedürftige wurde vollstationär in Pflegeheimen versorgt, wobei dieser Anteil mit steigendem Alter zunimmt. (Demografie-Portal 2017b)

Der Gesetzgeber könnte die häusliche Pflege attraktiver gestalten, um Erwerbstätigkeit und Pflegeleistungen zu Hause besser vereinbaren zu können und mit dem Ziel, dadurch den Bedarf an stationären Pflegeeinrichtungen zu verringern. (Just 2013, S. 209 f.)

(Abbildung 5: Demografie-Portal 2017b)

Im Auftrag der Landesbausparkassen wurde 2006 von der empirica AG eine Studie zur Wohnsituation, Potentiale und Perspektiven der Generation 50plus durchgeführt. Hierbei wurden im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 3.004 in Privathaushalten lebende Personen im Alter von über 50 Jahren zu ihren Wohnwünschen und Wohnpräferenzen telefonisch befragt und zusätzlich vertiefende Fallstudien durchgeführt. Ein wesentliches Ergebnis dieser Erhebung ist bei Menschen dieser Generation der sehr ausgeprägte Wunsch nach einem Leben in einer gemeinschaftlichen Wohnform. Zugleich ist der Wunsch, mit anderen in räumlichen Kontakt zu treten, mit dem Wunsch der Wahrung der eigenen Selbstständigkeit verbunden. Lediglich fünf Prozent aller Befragten bevorzugen ein Leben allein bzw. zusammen mit einem Partner/einer Partnerin und stehen gemeinschaftlichen Wohnformen negativ gegenüber. Die beliebteste Wohnform der Befragten stellt nach wie vor das gemeinschaftliche Zusammenleben mit den eigenen Kindern bzw. der eigenen Familie dar. Doch daneben bevorzugt ein beachtlicher Anteil der Generation 50plus auch das Wohnen mit Älteren, Gleichgesinnten und Freunden, wobei das Zusammenleben in einem Mehrgenerationenhaus bzw. in einer Mehrgenerationennachbarschaft auf besonderes Interesse stößt. (Hellwig 2014, S. 21 f.)

Generationenübergreifendes Wohnen

Die zu den gemeinschaftlichen Wohnformen zählenden generationenübergreifenden Wohnprojekte lassen sich ganz allgemein als „dauerhafte Zusammenschlüsse von Menschen, die freiwillig und bewusst bestimmte Bereiche ihres Lebens räumlich und zeitlich miteinander teilen“ (Rettenbach 2008, S. 13) definieren, wobei das Besondere an diesen Wohnprojekten die Zusammensetzung der Altersstruktur der Bewohner ist. Mehrgenerationenwohnprojekte sind nach dem Vorbild früherer Mehr-Generationen-Großfamilien entstanden, so dass das Altersspektrum der Bewohner vom Säuglings- bis ins hohe Erwachsenenalter variieren kann. Bei der für diese Wohnform typischen Durchmischung verschiedener Haushaltstypen wohnen häufig Familien mit und ohne Kinder, Alleinerziehende und Singles unter einem Dach, sie leben jedoch in voneinander abgetrennten Wohnungen. Allen Bewohnern stehen darüber hinaus Gemeinschaftsflächen wie Gemeinschaftsräume oder Grünflächen zur Verfügung. (Hellwig 2014, S. 27 f.)

Das Wohnen in generationenübergreifenden Wohnprojekten hält für ältere Bewohner vielfältige gesundheitliche Potenziale bereit, welche vornehmlich aus dem Vorhandensein des nachbarschaftlichen Netzwerks resultieren. Dieses bietet älteren Menschen die Chance zur Integration in eine Gemeinschaft, ermöglicht den Erhalt und die Vergabe sozialer Unterstützung und regt zur Ausführung eines aktiven Lebensstils an. (Hellwig 2014, S. 1)

Das Zusammenleben in generationenübergreifenden Wohnprojekten zeichnet sich nicht nur durch ein freundliches Miteinander aus, vielmehr steht im Vordergrund eine bestimmte Art der Beziehungsgestaltung. Im Unterschied zur häufig durch Anonymität geprägten Wohnsituation in einem Mietshaus, lässt sich das Wohnen in einem Mehrgenerationenhaus durch ein vertrautes Miteinander charakterisieren. (Hellwig 2014, S. 47)

Das öffentliche Interesse an gemeinschaftlichen und insbesondere generationenübergreifenden Wohnprojekten nimmt stetig zu. Neben lokalen Print- und Fernsehmedien sowie Fachzeitschriften trägt auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend dazu bei, dass generationenübergreifende Wohnprojekte mehr ins öffentliche Bewusstsein rücken. So unterstützt insbesondere die durch das BMFSFJ geförderte Initiative „Wohnen für (Mehr)Generationen – Gemeinschaft stärken, Quartier beleben“ innovative und barrierearme Wohnkonzepte im Stadtviertel. (Hellwig 2014, S. 29 f.)

Ein Beispiel für generationenübergreifendes Wohnen ist das erfolgreich umgesetzte Projekt der ProPotsdam:

 

Ausblick

Der siebte Altenbericht aus dem Jahr 2016 spricht zum Thema Wohnen und Wohnumfeld älterer Menschen im Hinblick auf die Bewältigung des Demografischen Wandels u.a. folgende Empfehlungen an Bund, Länder und Kommunen aus: Der dominierende Wunsch der Älteren in Deutschland, möglichst lange selbstständig in den eigenen vier Wänden zu leben, führt zu einem wachsenden Bedarf an Barrierefreiheit in der Wohnung und im Wohnumfeld, an Assistenzsystemen sowie an unterstützenden Dienstleistungen. Die lokale Politik soll auf die Förderung und den Aufbau sozialer Netzwerke, in denen Familienangehörige und bürgerschaftlich Engagierte, mit Unterstützung professioneller Dienste, Verantwortung für alte Menschen übernehmen, hinwirken. Bund, Länder und Kommunen sollen demnach die Voraussetzungen dafür verbessern, dass alte Menschen möglichst lange selbstständig zu Hause leben können – auch im Falle gesundheitlicher Einschränkungen. (BMFSFJ 2016, S. 291 f.)

Da aufgrund der demografischen Entwicklung von einem wachsenden Bedarf an barrierefreien und barrierearmen Wohnungen auszugehen ist, sind Anreize zu schaffen, damit ältere Menschen wie auch die Wohnungswirtschaft stärker in den Umbau zur Barrierereduzierung investieren und technische Angebote besser nutzen. Daher sollen Bund und Länder ihre Förderprogramme für einen altersgerechten Umbau von Wohnungen und des Wohnumfelds ausbauen. (BMFSFJ 2016, S. 292)

Über 90 Prozent der älteren Menschen leben in einer für alle Lebensphasen standardmäßig ausgestatteten Wohnung und die meisten wollen, auch wenn sie auf Hilfe und Pflege angewiesen sind, in der vertrauten Wohnumgebung bleiben. Die Ermöglichung eines selbstständigen und selbstbestimmten Wohnens ist das Ziel vielfältiger Programme und Initiativen, in den es um eine altersgerechte Gestaltung von Wohnraum und Wohnumfeld sowie die Schaffung von Hilfestrukturen geht. (BMFSFJ 2017)

Auf dem Internet-Portal des BMFSFJ werden einige Projekte und Förderprogramme vorgestellt. So fördert das bis Ende 2019 laufende Modellprogramm „Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben“ gemeinschaftliche Wohnprojekte, die Vorbildwirkung entfalten und zur Nachahmung anregen. (BMFSFJ 2017)

Als beispielgebendes Projekt des gemeinschaftlichen, altersgerechten und inklusiven Bauens und Wohnens wird das in der Sredzkistraße 44 in Berlin Prenzlauer Berg entstandene Musterhaus Generationswohnen vorgestellt. Mit Förderung des Bundesfamilienministeriums wurde durch die Mietergenossenschaft Selbstbau e.G. das mehr als 100 Jahre alte Gebäude im Zeitraum von 2016 bis 2017 bedarfsgerecht saniert und bietet nun elf Wohnungen für Menschen aller Altersgruppen. Ein Informations- und Ausstellungszentrum im Erdgeschoss soll zeigen, wie barrierefreies Wohnen unter schwierigen baulichen Bedingungen realisiert werden kann. Dieser Bereich dient zudem auch als Gemeinschaftsfläche für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie zum Austausch mit Vereinen und Initiativen des umliegenden Quartiers. (BMFSFJ 2017)

Obwohl für ältere Menschen die Wohnung als zentraler Lebensort eine immer stärkere Bedeutung erhält, sind bisher nur wenige Wohnungen barrierefrei gestaltet. Im Rahmen des Programms „Altersgerecht umbauen“ werden durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für Modernisierungsmaßnahmen zur Beseitigung oder Verringerung von Barrieren in bestehenden Wohnungen Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen vergeben, womit der leichtere Zugang zum Haus, der Einbau eines Aufzugs oder Treppenlifts oder notwendige Umbauten in Küche und Bad realisiert werden können. (BMFSFJ 2017)

Auch die Pflegeversicherung gewährt unter bestimmten Voraussetzungen finanzielle Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes, beispielsweise für technische Hilfen im Haushalt wie festinstallierte Rampen, Verbreiterung von Türen, Entfernen von Türschwellen, Umbauten in Badezimmern und Küchen, Einbau eines Treppenlifts oder Sitzlifts (§ 40, Abs. 4 SGB XI).

Abhängig vom Einkommen und Vermögen sind bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen Zuschüsse oder Darlehen des Sozialamtes für altersgerechte Wohnungsumbauten möglich.

Der überwiegende Teil der älteren Menschen möchte seinen Lebensabend in der ihm vertrauten Wohnung verbringen. Für viele Menschen wäre jedoch ein Umzug auch im höheren Lebensalter sinnvoll und vorstellbar, wenn ein größeres Angebot von für das Leben im Alter geeigneten und bezahlbaren Wohnformen zur Verfügung stünde, den Menschen die verschiedenen Wohnformen bekannt wären und ein Wohnungswechsel innerhalb des gewohnten Sozialraumes möglich wäre. (BMFSFJ 2016, S. 255)

Wörter: 2.054

Abbildungs- und Videoverzeichnis

Abbildung 1: Anteil der über 65- und über 80-Jährigen an der Gesamtbevölkerung, 1950-2060, Demografie-Portal 2015, www.demografie-portal.de/SharedDocs/Informieren/DE/ZahlenFakten/Bevoelkerung_ueber65_ueber80.html [Abruf 11.02.2018]

Abbildung 2: Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland, 1950-2060, Demografie-Portal 2018, www.demografie-portal.de/SharedDocs/Informieren/DE/ZahlenFakten/Bevoelkerung_Altersstruktur.html [Abruf 11.02.2018]

Abbildung 3: Pflegebedürftige nach Altersgruppen, Demografie-Portal 2017a, www.demografie-portal.de/SharedDocs/Informieren/DE/ZahlenFakten/Pflegebeduerftige_Anzahl.html [Abruf 11.02.2018]

Abbildung 4: Anteil der Alleinlebenden 2014 nach Altersgruppen, Demografie-Portal 2016, www.demografie-portal.de/SharedDocs/Blog/DE/160727_Aeltere_Menschen_Deutschland_EU.html [Abruf 11.02.2018]

Abbildung 5: Pflegebedürftige Personen nach Art der Versorgung, Demografie-Portal 2017b, www.demografie-portal.de/SharedDocs/Informieren/DE/ZahlenFakten/Pflegebeduerftige_Versorgung.html [Abruf 11.02.2018]

Video 1: Generationenübergreifendes Wohnen – Projekt der ProPotsdam:

Literatur- und Quellenverzeichnis

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, BMFSFJ (2001), Dritter Altenbericht, Berlin

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, BMFSFJ (2016), Siebter Altenbericht, Berlin

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, BMFSFJ (2017), Zuhause im Alter – Wohnen im Alter, 05.10.2017, https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/aeltere-menschen/zuhause-im-alter-soziales-wohnen/zuhause-im-alter—wohnen-im-alter/75580 [Abruf 11.02.2018]

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, BMVBS (2011),
Wohnen im Alter. Marktprozesse und wohnungspolitischer Handlungsbedarf,
Forschungsheft 147, Berlin

Demografie-Portal (2015), Immer mehr Alte und Hochaltrige in Deutschland, www.demografie-portal.de/SharedDocs/Informieren/DE/ZahlenFakten/Bevoelkerung_ueber65_ueber80.html [Abruf 11.02.2018]

Demografie-Portal (2016), Ältere Menschen in Deutschland und der EU, 27.07.2016, www.demografie-portal.de/SharedDocs/Blog/DE/160727_Aeltere_Menschen_Deutschland_EU.html [Abruf 11.02.2018]

Demografie-Portal (2017a), Anzahl der Pflegebedürftigen steigt vor allem bei den Hochbetagten, www.demografie-portal.de/SharedDocs/Informieren/DE/ZahlenFakten/Pflegebeduerftige_Anzahl.html [Abruf 11.02.2018]

Demografie-Portal (2017b), Pflegebedürftige werden meistens zu Hause versorgt, www.demografie-portal.de/SharedDocs/Informieren/DE/ZahlenFakten/Pflegebeduerftige_Versorgung.html [Abruf 11.02.2018]

Demografie-Portal (2018), Immer mehr ältere Menschen in Deutschland, www.demografie-portal.de/SharedDocs/Informieren/DE/ZahlenFakten/Bevoelkerung_Altersstruktur.html [Abruf 11.02.2018]

Hellwig, Ann-Cathrin (2014), Unterstützungspotenzial generationenübergreifender Wohnprojekte, Bielefeld

Just, Tobias (2013), Demografie und Immobilien, München, 2. Auflage

Pohlmann, Stefan (2012), Altern mit Zukunft, Wiesbaden

Rettenbach, H. (2008): Gemeinschaftliches Wohnen – eine Einführung. Raus aus der Nische – rein in den Markt! Ein Plädoyer für das Produkt „gemeinschaftliches Wohnen“.

Statistisches Bundesamt (2011): Im Blickpunkt: Ältere Menschen in Deutschland
und in der EU, Wiesbaden

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3 Kommentare zu Spielt Generationenübergreifendes Wohnen im Alter zukünftig eine größere Rolle?

  1. Fortesa F. sagt:

    Der eingestellt Blogartikel befasst sich mit der Möglichkeit von generationsübergreifendem Wohnen im Alter. Die Gliederung baut aufeinander auf, sodass zunächst die Alterung der Gesellschaft im Hinblick auf den demografischen Wandel dargestellt wird. So wird dem Leser die Notwendigkeit der Entwicklung von neuen Konzepten bewusst. Durch den Aufgriff der aktuellen Pflegesituation, der Darstellung des Willens der Betroffenen und der Förderprogramme der Bundesregierung ermöglicht Fraya F. dem Leser einen kurzen aber ausreichenden Einblick und Übergang in das eigentliche Thema. Im Ergebnis zeigt sich, dass das Konzept von generationsübergreifendem Wohnen zum einen den Wunsch der älteren Menschen selbstständig und unabhängig zu leben und zum anderen nicht allein zu sein verbindet.

    Da der Wunsch im eigenen Heim bleiben zu können durch das generationsübergreifende Wohnen nicht erfüllt werden kann, kann ergänzt werden, dass es wichtig ist die Betroffenen in den Veränderungsprozess einzubinden. Denn ein Umzug in ein Mehrgenerationenhaus führt im Ergebnis nicht zwangsläufig zu einer höheren Lebensqualität, auch wenn die neue Wohnung altengerecht ausgestattet ist. Die Betroffenen müssen selbst in einem solchen Umzug eine positive Hilfe für sich sehen und bereit sein ihre aktuelle Wohnung aufzugeben (Pohlmann 2004: S. 32).

    Doch profitieren nur die Älteren von der Umsetzung solcher generationsübergreifenden Wohneinrichtungen?

    Die Gesellschaft ist sehr stark in die verschiedenen Generationen aufgeteilt, sodass die Kommunikation zwischen Jung und Alt nach der Verrentung erschwert wird (Backes u. Clemens 2013: S.155). Im Hinblick auf die Nutzung der Potenziale des Alters können die Ausführungen im Blogartikel von Frederica F. auch auf das gemeinsame Wohnen von Generationen übertragen werden. Denn laut Frederica F. sollen Generationen miteinander, voneinander und übereinander lernen. Das bedeutet, dass alle Generationen von einem Zusammenleben profitieren können. Integrierte Gemeinschaftsräume und -flächen fördern die Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein für die Mitbewohner. Das soziale Netzwerk eines Menschen trägt entscheidend dazu bei eigene Potenziale und Ressourcen zu nutzen. Das Zusammenleben von Jung und Alt wird in diesem Zusammenhang als positiver Weg gesehen die eigene Definition des Alters anders zu interpretieren (Pohlmann 2004: S.41).

    Die Familie hat für alte Menschen einen hohen Stellewert (Backes u. Clemens 2013: S.236). Doch oftmals ist es den Angehörigen nicht möglich die Pflegeleistungen eigenständig und in vollem Umfang zu erbringen. In solchen Fällen werden Hilfeleistungen gemäß § 37 SGB V durch einen ambulanten Pflegedienst wahrgenommen. Doch auch hier wachsen die Probleme, Stichwort Pflegefachkräftemangel. Aktuell fehlen in allen Bundesländern Fachkräfte in der Altenpflege. In keinem Bundesland stehen genügend Arbeitslose zur Verfügung, um die benötigten Stellen im Pflegebereich zu besetzen (Bundesagentur für Arbeit 2017: S.17). Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass Möglichkeiten gefunden werden müssen die Familien und die Pflegekräfte zu entlasten.

    In generationsübergreifenden Wohneinrichtungen könnten zwar nicht alle Arten von Pflegemaßnahmen durch andere Bewohner geleistet werden, jedoch wird ermöglicht kleinere Hilfebedarfe, wie beispielweise einkaufen, kochen und putzen, durch das gemeinschaftliche Zusammenleben abzufangen. Ein generationsübergreifendes Wohnen stellt somit in jedem Fall eine positive Alternative zu Pflegeheimen dar. Auch die ambulante Pflege und die Angehörigen können von solchen Möglichkeiten profitieren. Vielleicht ermöglichen solche Konzepte es sogar den älteren Bewohnern ihre Jugend länger zu erhalten.

    Fraya F. hat es geschafft mit ihrem Blogartikel dem Leser die aktuelle und künftige Problemlage in der Altenpflege zu vermitteln und eine Idee für die Zukunft aufzuzeigen. Der Artikel regt zur weiteren Recherche an, weckt das Interesse die politischen Projekte näher zu betrachten und zu verfolgen. Ein sehr gelungener Artikel.

    Literatur- und Quellenverzeichnis:

    Backes, G.; Clemens, W.: Lebensphase Alter, Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche Alternsforschung, 4. Auflage, Weinheim und Basel 2013

    Bundesagentur für Arbeit: Statistik/ Arbeitsmarktberichterstattung, Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt – Fachkräfteengpassanalyse, Nürnberg 20147, URL Online unter: https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Fachkraeftebedarf-Stellen/Fachkraefte/BA-FK-Engpassanalyse-2017-12.pdf, abgerufen am 17.02.2018

    Pohlmann, S.: Das Alter im Spiegel der Gesellschaft, Idstein 2004

  2. Fijara F. sagt:

    Liebe Fraya F., danke für Deine Themenauswahl.

    „Generationsübergreifendes Wohnen“ und Zusammenleben ist ein Thema unserer Zeit. Die Möglichkeiten dies umzusetzen sind so verschieden, wie die Menschen es auch sind. Die Idee der Mehrgenerationenhäuser, die auf eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren und Jugend aus dem Jahre 2006 zurückzuführen ist, kann aber nur eine Antwort auf diese drängende Frage sein, wie wir morgen zusammenleben wollen. Bei der Beantwor-tung dieser Frage spielen aus meiner Sicht zunehmend die Themen Mobilität und Barriere-freiheit (für alle Generationen) eine große Rolle.

    Du hast richtig beschrieben, wie mühsam die Wege sein können, um bestehenden Wohn-raum auf die Bedürfnisse von Älteren und Pflegebedürftigen anzupassen. Ein Berg von Büro-kratie muss bewegt werden, um kleinste Maßnahmen realisieren zu können. Dabei wissen alle Beteiligte, dass barrierefreies Wohnen nicht nur das Leben von Älteren und behinderten Menschen erleichtern kann.
    Es ist also an der Zeit, dass Politik Verantwortung übernimmt und Maßnahmen entwickelt werden, die beim Eigentümer von Wohnraum und Wohnumfeld ansetzen. Weg vom Appell an Bund und Länder, Förderprogramme auszubauen, sondern hin zu einer gesetzlichen Ver-pflichtung, die barrierefreies Wohnen als Grundrecht für alle ansieht.

    Natürlich gebe ich Dir Recht, dass diese Maßnahmen nicht von heute auf morgen umzusetzen sind. Deshalb muss die Frage aus meiner Sicht heute im Vordergrund stehen, warum große Wohnungsbauunternehmen bei Modernisierungsmaß-nahmen „Barrierefreiheit“ nicht generell umsetzen. Sind es die Kosten? Sind es die zusätzlichen Belastungen für die Mieter bei Umbaumaßnahmen oder gibt es noch andere Gründe? Und wie kann heute ein Zusam-menleben von Generationen in einem 11- oder 18-geschössigen Wohnhaus gestaltet werden? Gibt es Angebote für Mieter sich kennenzulernen? Gibt es ein Hausfest oder Räume für die Mieterschaft, wo sie Aktivitäten planen und umsetzen können?

    Es gibt bereits gute Beispiele für ein Zusammenwohnen(-leben) von Jung und Alt. Ich spre-che von den Wohnungsbaugenossenschaften, die der Zielsetzung der Mehrgenerationshäu-ser sehr nahekommen. Sie werben bereits über 100 Jahre für das Wohnen in der Gemein-schaft. Sie organisieren Sport- und Bildungsangebote. Laden ein zum nachbarschaftlichen Austausch und ermöglichen Mieterbeiräte. Nachbarschaftliche Hilfe wird dabei gelebt und durch Strukturen der Genossenschaft, wie zum Beispiel durch Sozialpädagogen und –arbeiter, unterstützt. Ein Berliner Beispiel finden Interessierte unter http://www.wbg-hub.de (Woh-nungsbaugenossenschaft „Humboldt-Universität“ e.G.)

    Und Du sprichst noch ein wichtiges Thema an. Die Bereitstellung von geeignetem und be-zahlbarem Wohnraum (nicht nur) für Ältere. Dazu gehört für mich auch, dass ein Wohnungs-wechsel von einer großen Wohnung in eine kleinere und umgekehrt nicht zwangsläufig dazu führen muss, dass bei einer Neuvermietung die Miete für eine 2-Raumwohnung teurer ist, als für die 4-Raumwohnung, in der man gerade lebt. So begrüße ich persönlich die Initiative der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, noch im Jahr 2018 eine Online-Plattform für den Wohnungstausch einzurichten. Sechs Wohnungsbauunternehmen wollen sich dieser Ini-tiative anschließen und ich hoffe, dass die Wohnungsbaugenossenschaften und Privateigen-tümer dieser Stadt, dem Weg folgen werden.

    Die Grundidee des generationsübergreifenden Wohnens muss in jedem Haus, in jeder Stadt und auf dem Land wieder mit Leben erfüllt werden. Das Motto „Gemeinsam statt einsam“ muss im Alltag der Menschen wieder greifen und nicht nur im Zusammenwohnen eine Rolle spielen. Daher brauchen wir heute zivilgesellschaftliches Engagement und morgen politische Konzepte, die für das Hier und Jetzt und für die Zeit, für die Generationen, die nach uns kommen, greifen. Vielleicht ein Thema für Deinen nächsten Blog.

  3. Felia F. sagt:

    Liebe Fraya,

    mit deinem Blog-Artikel zum generationsübergreifenden Wohnen im Alter greifst du ein sehr interessantes Thema, welches in Zeiten des demografischen Wandels eine immer größer werdende Rolle einnimmt, auf. Du beginnst deinen Artikel mit einer klar formulierten Fragestellung und hast mich damit neugierig auf deine Ausführungen gemacht. Durch deine logische Struktur im Aufbau des Blog-Artikels konnte ich deinem roten Faden gut folgen.

    Du beschreibst in deinem Blog-Artikel, dass das Thema Wohnen bei älteren Menschen, in der Politik und Öffentlichkeit aufgrund veränderter Anforderungen derzeit zunehmend an Aufmerksamkeit gewinnt. Welche Bedeutung das Thema für die Politik hat, sieht man beispielsweise daran, dass im Rahmen der aktuellen Koalitionsverhandlungen zwischen der CDU, CSU und SPD das Themenfeld „Mehrgenerationshäuser“ aufgegriffen wurde. Im kürzlich verfassten Koalitionsvertrag wurde festgehalten, dass Mehrgenerationenhäuser „besonders für den ländlichen Raum, eine unverzichtbare soziale Infrastruktur“ darstellen und damit „einen wichtigen Beitrag zum generationenübergreifenden Dialog und zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse“ leisten. Aus genannten Gründen planen die Parteien Mehrgenerationshäuser weiter zu fördern sowie das Angebot, vor allem im ländlichen Raum, auszubauen.

    Mit deinen Ausführungen zum demografischen Wandel bringst du den Lesern den Begriff Demografie näher und zeigst auf, welche Auswirkungen die Bevölkerungsentwicklung auf die Anzahl der pflegebedürftigen Personen in Zukunft haben wird. Ebenso verdeutlichst du, welche Wohnformen im Alter bevorzugt werden und welchen Wandel es in Bezug auf die eigenen Wohnvorstellungen gibt. In diesem Zusammenhang hast du in deinem Blog-Artikel angesprochen, dass im Alter das Wohnen im Ein-Personen-Haushalt sehr häufig vertreten ist, z. B. durch frühzeitiges Ableben des Partners. Damit wird das Alleinsein lieber dem Wohnen in einem Pflegeheim vorgezogen. Ich sehe diesbezüglich in einem Mehrgenerationshaus den Vorteil, dass die älteren Bewohner ihren eigenen Rückzugsort haben und die Möglichkeit der Selbstversorgung besteht. Durch vorhandene Gemeinschaftsräume können sie zudem einem teilweise sehr einsamen Alltag entfliehen und dies auch bei eingeschränkter Mobilität.

    Die von dir verwendeten Quellen finde ich dem Thema entsprechend. Du hast interessante ergänzende Literatur vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie aus dem Demografie-Portal herangezogen. In diesem Zusammenhang hättest du das Angebot an Quellen etwas vielfältiger gestalten können. Weitere wesentliche Lektüre, die sich mit dem Alter(n) der Gesellschaft beschäftigt, wie das „Dritte Alter“ von Peter Laslett oder die aktuellen Ergebnisse des Alterssurveys, habe ich in deinem Blog-Artikel vermisst.

    Als relevant erachte ich genauso wie du, dass das Wohnen in generationenübergreifenden Wohnprojekten für ältere Bewohner vielfältige gesundheitliche Potenziale bereithält und zur Ausführung eines aktiven Lebensstils anregt. Ich sehe in generationsübergreifenden Wohnprojekten ebenso die Möglichkeit, dass ältere Menschen von Jüngeren unterstützt werden können, aber auch eine Chance aktiv zu altern und vor allem gesellschaftliche Aufgaben wahrnehmen zu können. Die Ergebnisse des letzten Alterssurveys sowie die neueren soziologischen Theorien zeigen schließlich, dass die Lebenserwartungen stets steigen und die Älteren durchaus fähig sind, wichtige gesellschaftliche Aufgaben wahrzunehmen. Sie können im Rahmen von Mehrgenerationshäusern vor allem ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die nachfolgenden Generationen weitergeben, zeitweise die jüngeren Mitbewohner betreuen, Jugendlichen das Kochen beibringen oder die Geschichte Deutschlands zum Anfassen erklären. Dies ist besonders wertvoll, wenn die älteren Mitbewohner selbst keine Nachkommen haben oder diese nur selten sehen können.

    Mir gefällt an deinem Blog-Artikel sehr gut, dass du praktische Beispiele, wie das Haus für gemeinschaftliches und generationsübergreifendes Wohnen der ProPotsdam GmbH und das Musterhaus Generationswohnen Sredzkistraße 44 in Berlin Prenzlauer Berg, zur Veranschaulichung angebracht hast. Damit hast du aus meiner Sicht eine gute Theorie-Praxis-Verknüpfung hergestellt. Bei meiner weitergehenden Recherche zum Thema bin ich auch auf zahlreiche weitere Projekte im Zusammenhang mit generationsübergreifenden Wohnhäusern gestoßen, wie z. B. das Wohnprojekt „Alte Schule Karlshorst“, das mich sehr beeindruckt hat. Die Initiatoren von „CoHousing“ Michael LaFond und Winfried Härtel haben zudem eine Internetplattform geschaffen, auf der gemeinschaftliche Wohnprojekte für Jung und Alt vermittelt werden. Hierbei kann man sich bereits bestehende oder geplante Bauprojekte anschauen und z. B. selbst ein Gründungsmitglied für ein Mehrgenerationshaus werden.

    Du hast es mit deinem Blog-Artikel geschafft, mein Interesse für das generationsübergreifende Wohnen zu wecken und mich dazu animiert, selbst inhaltlich in das Thema einzusteigen. Vielen Dank dafür. Ich hoffe, dass mein Feedback für dich hilfreich ist.

    Liebe Grüße,

    Felia

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