Projektbeschreibung

Das Projekt PROVIS möchte exemplarisch in einigen Handlungsbereichen der Berliner Landesverwaltung erforschen, wie mathematisch-statistische Methoden, Methoden des maschinellen Lernens bis hin zur Künstlichen Intelligenz (KI) im Verwaltungshandeln nutzenbringend eingesetzt werden können. Dazu sollen zunächst die Steuerungsprozesse der Verwaltung, die jeweils von mehreren Akteuren aus verschiedenen Organisationseinheiten vollzogen werden, analysiert und optimiert werden. Es soll ein zielgerichteter und realisierbarer Einsatz moderner Technologien im operativen und strategischen Verwaltungsmanagement ermöglicht werden. Das Forschungsteam von PROVIS ist dementsprechend interdisziplinär aus den Disziplinen Verwaltungswissenschaft, Betriebswirtschaftslehre, Mathematik, Informatik besetzt.

Der Lösungsansatz basiert auf Verfahren der Predictive Analytics (PA) und Prescriptive Analytics (PE) im Bereich des Verwaltungscontrollings. Dies bedeutet, dass datenbasierte Prognosen (Forecasts) modelliert und in einem Softwaretool abgebildet werden. Dadurch wird die Verwaltung in die Lage versetzt, ihr Planen, Entscheiden und Handeln antizipierend und proaktiv zu gestalten, anstatt situativ zu reagieren. Die modellierten Verfahren bieten der Verwaltung eine Entscheidungsunterstützung. Voraussetzung hierfür ist eine entsprechende Datenbasis, die im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung zunehmend zur Verfügung steht und die von den Praxispartnern in das Projekt eingebracht wird. Die von PROVIS fokussierten Handlungsbereiche der Berliner Landesverwaltung sind Ordnungsämter, Gewerberechtsvollzug, Schulwesen und gesamtstädtische Verwaltungssteuerung, so dass wichtige Lebensbereiche von Bürger:innen abgedeckt werden.

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