Arbeitgeberattraktivität & Image der ÖV

Barth-Farkas, Faye; Hagelskamp, Carolin und Ringeisen, Tobias (2023): Attraktivität, Image und Personalmarketing der öffentlichen Verwaltung, in: VM Verwaltung & Management, Band 29, Heft 6, 254-265. Online verfügbar unter https://doi.org/10.5771/0947-9856-2023-6 

In dem Beitrag werden Ergebnisse einer Studie dargestellt, mit der untersucht wurde, (1) welche Merkmale sich Studierende der öffentlichen Verwaltung (ÖV) von einer attraktiven Berliner ÖV als Arbeitgeber wünschen, (2) wie die Studierenden das Image der Berliner ÖV wahrnehmen und (3) wie Personalmarketing Arbeitgebermerkmale bestmöglich an zukünftige Bewerber:innen kommunizieren kann. Die Ergebnisse aus einer Erhebung über Fragebogen mit Erstsemestern (N=700) werden durch die inhaltsanalytische Auswertung von drei Fokusgruppen mit Studierenden (N=15) qualitativ bewertet. Ergänzend wurde ein Workshop mit 23 Personal-Expert:innen der Berliner ÖV durchgeführt.

Im Ergebnis zeigt sich, dass der Begriff der Sicherheit die empfundene Arbeitgeberattraktivität der ÖV dominiert. Dies manifestiert sich im Wunsch nach einem langfristig sicheren Job als stärkstes Motiv (M=4,61; SD=0,72), was insbesondere durch die während der Covid-19-Pandemie erlebte Krisenfestigkeit sowie die generelle Planbarkeit der eigenen Biografie und Karrierewege untermauert wird. Eine gute Arbeitsatmosphäre und abwechslungsreiche Aufgaben tragen zu einer positiven Einschätzung der ÖV bei. Besonders die Möglichkeit, intern Einrichtungen oder Amtstätigkeiten wechseln zu können, wird hier als positiv bewertet. Auch der Wunsch nach einer strikten Work-Life-Balance wird aus Sicht der Studierenden durch die ÖV besser erfüllt als in der freien Wirtschaft.

Mittelwertvergleiche der Studierendenantworten auf die Frage: „Ich habe mich für den Studiengang Öffentliche Verwaltung entschieden, vor allem weil…“

Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass Studierende mit einem von ihnen empfundenen Imagekonflikt der ÖV hadern. Während sie im familiären Umfeld Zuspruch für ihre Studienwahl erhalten, sehen sie sich im Freundeskreis oft mit negativen Stereotypen konfrontiert. Für das Personalmarketing leitet sich daraus die Notwendigkeit ab, statt allgemeiner Aussagen persönliche Einblicke in den Arbeitsalltag zu gewähren, die Vielfalt der Arbeit in der ÖV zu verdeutlichen und das Sicherheitsversprechen zielgruppenspezifisch auszudifferenzieren.

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