Thesen aus WS 2_Wissenschaft und Praxis

Hier finden Sie nun die zusammengefassten Thesen aus dem zweiten Leitbildworkshop.
In den Workshops wurde zu den Schwerpunktbereichen Studium & Lehre, Arbeitsplatz Hochschule sowie Forschung & Wissenstransfer gearbeitet. In Anbetracht der Fülle der Ergebnisse und um Redundanz zu vermeiden, wurden  diese Bereiche für den Blog aufgelöst.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare:

  1. Die HWR Berlin hat intensive, strukturierte und  gut ausgebaute Praxiskontakte, die sich förderlich auf die Lehre und die Employability auswirken. Diese sollen auch für andere Bereiche, z.B. die Forschung fruchtbar gemacht und in einer zentralen Datenbank verwaltet werden.
  2. Eine große Bandbreite von unterschiedlicher Forschung ist wertvoll.
  3. Es besteht ein Wunsch nach mehr interdisziplinärer Forschung, auch fachbereichsübergreifend. 
  4. Die Lehrinhalte sollten auch auf die eigene Institution übertragen und dort angewandt werden.
  5. Die Begeisterungsfähigkeit der Studierenden muss gefördert und erhalten werden.
  6. Studierende sollten mehr in die Forschung einbezogen werden.
  7. Es gibt zu wenig wissenschaftliches Lehrangebot für Studierende. Die Methodenlehre als Handwerkszeug muss gefördert und ausgebaut werden, auch für eine bessere Reflexions- und Abstraktionsfähigkeit.
  8. Praxisanforderungen müssen zwischen den Lehrenden besser geklärt und standardisiert werden.
  9. Anforderungen an Studierende müssen zwischen Lehrenden abgestimmt werden.
  10. Substantielle Forschung braucht mehr zeitliche Ressourcen.
  11. Wissenschaft und Praxis brauchen regelmäßigen Austausch.
  12. Ein wissenschaftliches Studium braucht mehr Freiräume.
  13. Eine abgestimmte Personalentwicklung sowohl für Verwaltung als auch Akademische Weiterbildung für Lehrende sollte etabliert werden, um Kompetenzen zu fördern und auszubauen.
  14. Die HWR Berlin sollte sich zum Think Tank entwickeln und Wissenstransfer fördern durch Verbindung der Statusgruppen, Alumni, Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen und Institutionen, lokal, national und international, und dies auch öffentlichkeitswirksam kommunizieren.
  15. Die HWR Berlin muss bessere Perspektiven für ihren wissenschaftlichen Mittelbau schaffen und die Möglichkeit zur Promotion fördern.
Dieser Beitrag wurde unter Workshop 2 - Wissenschaft und Praxis veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Antwort zu Thesen aus WS 2_Wissenschaft und Praxis

  1. Marcus Birkenkrahe sagt:

    Tolle Ergebnisse! Zwar wirken die Thesen im Vergleich zum vorangegangenen Workshop („Tradition und Innovation“) etwas zusammengewürfelt, ich bin aber trotzdem dankbar, nur 15 Thesen lesen und verdauen zu müssen – denn die Aussagen sind doch sehr verdichtet. Spannend wäre, ich habe in meinem letzten Blogbeitrag darauf hingewiesen, von den Teilnehmern zu hören: wie hat sich Ihr Denken seit dem Workshop entwickelt? Fehlt Ihnen in dieser Zusammenfassung etwas? Usw. — Vielleicht könntet ihr die (ja vermutlich belegten) TN kontaktieren und fragen? — Rein inhaltlich liegt mir besonders (7) (Methodenlehre) sehr nahe und wird auch Thema meines Forschungsemesters sein (nämlich die Entwicklung eines wissenschaftlichen Methodenkurses als online Veranstaltung). Abstimmung der Lehrenden (9) gehört unbedingt dazu – in unserer Facheinheit (Wirtschaftsinformatik) sind wir, was das anbetrifft, sehr gut aufgestellt, finde ich. Das hängt aber auch mit den vielen, in den letzten paar Jahren hinzugekommenen KollegInnen zusammen, deren Ankunft uns motiviert hat, die eigenen Prozesse anzugucken und uns häufiger zu treffen. Auch der Qualitätsmanagementprozess (im Rahmen des HSP) hat hier geholfen (auch wenn die ersten Ergebnisse viele Fragen aufwarfen, aber das war ja Sinn der Sache). Ob allerdings Praxisanforderungen standardisiert werden sollten, ist für mich zweifelhaft. Punkt 10 (mehr zeitliche Ressourcen zum Forschen): ich finde, wir kommen ganz gut zurecht. KollegInnen, die nicht forschen, weil ihnen die Zeit fehlt…wo sind sie? Vielleicht habe ich sie nur nicht getroffen? Natürlich sind wir alle überfordert und unterbezahlt…aber die Möglichkeiten, über Einwerbung von Drittmitteln oder Forschungsbefreiung Freiräume zu schaffen, sind vorhanden. Dass (und das habe ich leider auch schon erlebt) die eingeworbenen Mittel sich dann nur unter großem Aufwand in Deputats-Verringerung ummünzen lassen, scheint mir eher ein Fehler des Systems, der durch noch mehr Zeit nicht behoben werden würde. Aber jetzt bin ich im Bereich der Spekulation – und ohnehin kann ich nur für mich sprechen. — Punkt 12 bezieht sich wohl auf die Überlastung der Studierenden? Auch diese Überlastung ist zum Teil systemisch (Regelstudienzeit usw.) und zum Teil persönlich/sozial bestimmt (Studierende, die in Teilzeit arbeiten): ein großes Problem für mich vor allem im Hauptstudium (Studenten, die einfach zu viele Kurse parallel nehmen müssen). Personalentwicklung wäre eine tolle Sache — Coaching für Interessierte (Neuberufene?) gibt es ja bereits und scheint auch nachgefragt zu werden. Ebenso am Herzen liegt mir der letzte Punkt — anstelle von mehr Zeit (die, wie ein Wolkenbruch in der Wüste, leicht versickert) wären strukturelle Reformen, die Promotion ermöglichen und den Mittelbau erweitern, sehr, sehr hilfreich bei der Forschung. Auch der inhaltlich sehr reiche Punkt 14 spricht mir aus der Seele: vielleicht nicht gleich „Think Tank“, aber stärkere Vernetzung und Öffnung nach außen ist gut. Mein Verdacht ist, dass wir das mit vielen einzelnen Kollegen und Kolleginnen ständig machen, dass diese Bemühungen aber nicht koordiniert (und vielleicht nicht einmal koordinierbar?) sind. Dies ist ein altes Wissensmanagementproblem, an dem schon ganz andere Institutionen verzweifelt sind…Und jetzt bin ich, nach all den Diktieren, hinreichend für meinen nächsten Blogartikel angewärmt!

Kommentare sind geschlossen.