Das Besondere am Moodle Hochschultreffen

Moodle an Hochschulen e.V.
Blitzlicher aus den Sessions
Kursvorlagen
Die Sessions zu Kursvorlagen machten deutlich, wie groß der Wunsch nach mehr Struktur, Übersicht und Orientierung in Moodle Kursen ist. Gute Kurse wurden vor allem mit einer klaren Navigation, einem erkennbaren roten Faden und einer didaktisch stimmigen Gestaltung verbunden. Genannt wurden außerdem standardisierte Kursvorlagen, Schulungen, Best Practice Beispiele sowie Beratungsangebote als wichtige Ansätze, um die Qualität von Kursräumen zu unterstützen. Ein Praxisbeispiel der RWTH Aachen zeigte, wie Kursvorlagen auf Basis von Befragungen und didaktischen Überlegungen entwickelt werden können. Besonders gefragt sind demnach anpassbare Templates, die Lehrenden eine verlässliche Grundstruktur bieten, ohne zu starr zu sein. Die Vorlagen orientieren sich an didaktischen Modellen und wurden in verschiedenen Kursformaten erprobt. Die bisherigen Rückmeldungen fallen überwiegend positiv aus. Das Thema ist auf die Agenda des ELZ für das Sommersemester gewandert. #Didaktik
Digitale Barrierefreiheit
Der Beitrag zur digitalen Barrierefreiheit zeigte, dass Moodle zwar bereits einige Unterstützungsmöglichkeiten bietet, um Barrierefreiheit zu erreichen, jedoch weiterhin Handlungsbedarf besteht. Ein erster wichtiger Schritt ist die Sensibilisierung der Nutzer:innen, die Inhalte in Moodle einpflegen – insbesondere der Dozierenden. Zwar bieten einfache automatisierte Prüfungen eine erste Orientierungshilfe, doch liegt die Verantwortung für die korrekte Einschätzung der Barrierefreiheit letztlich bei den Autor:innen. Leider erkennen diese Tools nach wie vor viele Barrieren nicht. Im Rahmen des Beitrags wurden Materialien vorgestellt, die bei der menschlichen Überprüfung der Barrierefreiheit von Inhalten helfen. Darüber hinaus bietet Moodle selbst weitere Optionen zur Verbesserung der digitalen Barrierefreiheit: Neben einem dedizierten Support-Formular für die Ticketgenerierung gibt es nun auch die Möglichkeit, eine Erklärung zur Barrierefreiheit einzubinden. Das ELZ hat dieses Thema zur weiteren Prüfung mitgenommen. #Barrierefreiheit
Browser-Security
In einer Joker-Session wurde klar, dass Browser-Security ein Thema ist, das viele Hochschulen beschäftigt. Leider ist es über die Texteditoren in Moodle – trotz zahlreicher Sicherheitsmechanismen – nach wie vor zu einfach möglich, ungewollt Schadcode auf Seiten einzuschleusen. Besonders häufig handelt es sich dabei um versteckte Links zu externen Skripten, die dann im Browser der Nutzer:innen ausgeführt werden. Wie bei vielen Themen ist auch hier die Sensibilisierung für die Problematik ein erster wichtiger Schritt. Unterstützung bieten Plugins, die beim Editieren eingepflegten Schadcode erkennen und blockieren können. Die Herausforderung besteht jedoch darin, bereits im Vorfeld zuverlässig zwischen harmlosem und schädlichem Code zu unterscheiden. Das ELZ hat sich dieses Themas bereits angenommen: Wir prüfen systematisch unsere aktuellen Moodle-Instanzen auf mögliche Sicherheitslücken und entwickeln weitere Sicherheitsstrategien. #Sicherheit
Infrastruktur und Wartung
Wie geht man am besten mit vielen Moodle-Instanzen und vielen Plugins um? In den Sessions zu „Moodle in Docker“ wurde sehr anschaulich demonstriert, wie produktive Moodle-Installationen mithilfe sogenannter Container-Plattformen wartbarer gemacht werden können – inklusive automatisierter Updates mit einer Downtime von maximal 60 Sekunden. Container sind leichte, isolierte Boxen für Software und enthalten alles, was eine Anwendung wie Moodle benötigt. Eine einfache Textdatei definiert dabei, was alles in einem Container aufgebaut werden soll – zum Beispiel welches Betriebssystem in welcher Konfiguration, welche Moodle-Version oder welche Plugins in welcher Version verwendet werden. Bei einem Update wird diese Datei einfach angepasst und innerhalb von Sekunden wird ein komplett neuer Container hochgefahren. Auch weitere, baugleiche Moodle-Instanzen lassen sich so schnell bereitstellen. #Infrastruktur
Learning Analytics und Lernfeedbacks
Ein spannender Beitrag kam von Elmar Junker, Professor für Physik an der TH Rosenheim, zum Thema Learning Analytics. Anhand der Datenspuren, die Studierende in einem Moodle-Kurs hinterlassen, etwa durch Ergebnisse von Übungsaufgaben oder den Zeitpunkt der Quizbearbeitung, lassen sich Prognosen darüber erstellen, ob sie die Abschlussklausur voraussichtlich bestehen und in welchen Themenbereichen noch Verbesserungsbedarf besteht. Dafür werden die aktuellen Daten mit den Nutzungsdaten früherer Studierendengruppen verglichen, um Muster zu erkennen und Gruppen mit ähnlichen Lernständen zu bilden. Auf dieser Grundlage erhalten die Studierenden in regelmäßigen Abständen automatisch generierte Feedback-E-Mails, die ihnen aufzeigen, ob sie die Klausur nach aktuellem Stand voraussichtlich bestehen würden oder ob in bestimmten Themenbereichen noch Defizite bestehen. #Didaktik
Digitale Prüfungsthemen
Auch in diesem Jahr gab es wieder viele interessante Beiträge zum Thema „Digitale Prüfungen“. Wie auch schon letztes Jahr wurden die Fortschritte der Entwicklung des Plugins „BookIt“ präsentiert. Mittlerweile gibt es eine Testumgebung, in der die Basisfeatures getestet werden können. Wer sich für die Features des Plugins interessiert, darf gerne in unserem Beitrag vom letzten Jahr nachlesen.
In einem anderen Vortrag hat die Berner Fachhochschule ihre digitale Prüfungslandschaft vorgestellt. Die Besonderheit an der BFH ist, dass neben dem Safe Exam Browser noch andere digitale Prüfungsformate angeboten werden. Mithilfe eines „H5P Branching Scenario“ in Moodle kann ermittelt werden, welches Prüfungsformat sich hier empfiehlt. Die Anmeldung einer E-Klausur kann hier dann direkt innerhalb Moodles erfolgen. Ebenfalls spannend ist das verwendete Plugin „Openbook Resource Folder“. Mit Hilfe von diesem Plugin lässt sich für Klausuren, in dem die Studierenden selbsterstellte Notizen, bzw. Dateien verwenden dürfen, eine passende Umgebung für solche Dateien erstellen. #Prüfungen



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