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Twitter Wall

Kristina Kuznetcova 7 Juli 2017 2 Comments

Nach einer langen Pause wurde das Werkzeug Twitter Wall an der HWR Berlin wieder genutzt. Ende letzter Woche (29 – 30.07.17) fand am Campus Lichtenberg die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Fernstudium (AG-F) zum Thema „Fernstudium im digitalen Zeitalter – ein Bildungsformat im Wandel“ statt. Eine Woche zuvor habe ich als studentische Mitarbeiterin des E-Learning-Teams den Auftrag erhalten, ein passendes Werkzeug für die Nutzung der Twitter Wall für diese Veranstaltung zu finden. Hier möchte ich über meine Erfahrung mit diesem Werkzeug berichten.

Twitter Wall, oder sinngemäß übersetzt “Schwarzes Brett bei Twitter”, ist eine Projektion mit Twitter-Kurznachrichten, die bei Veranstaltungen eingesetzt wird.  Dies stellt eine synchrone “Wand” dar, auf der von den Teilnehmenden geschriebene Tweets zu einem vorher bestimmten einheitlichen Hashtag gesammelt werden.

Quelle: Screenshot der Twitter Wall von der oben erwähnten Tagung

Was benötigt man, um eine Twitter Wall zu erstellen?

vor der Veranstaltung brauchen Sie:

  • einen gültigen Twitter Account
  • eine entsprechende Software (z.B. Tweetwally, Hootsuite, Twitter Fontana etc.)
  • einen ausgewählten Hashtag, unter dem alle Tweets später gesammelt werden.

Wenn Sie die passende Software gefunden haben, melden Sie sich auf der Seite der Software mit Ihren Twitter Benutzerdaten an und tragen den ausgewählten Hashtag für Ihre Wall ein. Die Software erstellt den personalisierten Link (Subdomain), die erstellte Wall Seite wird bei der Veranstaltung aufgerufen und an die Wand geworfen.

während der Veranstatung benötigen Sie:

  • einen zweiten Rechner
  • sowie einen zweiten Beamer, um die Twitter Wall neben den Veranstaltungsmaterialien an die Wand  projezieren zu können.
Welche Vor- und Nachteile verbergen sich hinter diesem Werkzeug?
Zunächst ermöglicht es eine Twitter Wall, sich einen schnellen Überblick über die im Laufe der Veranstaltung ansgesprochenen Themen zu verschaffen. Das Ganze geschieht in Echtzeit und bezieht nicht nur anwesende Teilnehmer sondern auch die anderen Twitter-User mit ein. Da keine Beiträge gelöscht werden können, sind alle Tweets immer für alle Teilnehmer zu sehen. Das könnte man gleichzeitig als Vorteil, aber auch als Nachteil betrachten, je nach Art der Veranstaltung. Einerseits sieht man dabei das kritische Feedback , andererseits können es unzulässige beleidigende Kommentare sein.
Außerdem ermöglichen es die Kommentare bei Twitter, das diskutierte Problem oder den Sachverhalt vom anderen Blickwinkel zu betrachten und neue Zusammenhänge aufzudecken. Jedoch kann es gleichzeitig die Diskussion von dem Hauptthema wegführen und damit kostbare Zeit verschwenden.
Welches Software braucht man für eine Twitter Wall?
Mittlerweile gibt es viele Webseiten, die die Erstellung einer  Twitter Wall ermöglichen. Viele davon sind kostenfplichtig. Am Anfang, wenn man noch keine Erfahrung mit dem Werkzeug hat, ist es nicht besonders geschickt, eine kostenpflichtige Software zu nutzen, weil man nicht weiß, welche Funktionen der Twitter Wall für eine Veranstaltung benötigt werden. Deswegen würde ich raten, zunächst eine kostenlose Software auszuprobieren und auszutesten. Hier sind die Webseiten, die bei meiner Recherche für die Jahrestagung in die engere Auswahl gekommen wurden:
  1. Tweetwally
    Website: www.tweetwally.com
    Twitter: “Tweetwally

Enthält den personalisierten Link, der weitergegeben werden kann (Subdomain), z.B. http://Hashtag.tweetwally.com. Der Begleittext kann angepasst werden. Die Tweets erscheinen erst  3 Minuten nach der Veröffentlichung, bei dem Erscheinen neuer Kommentare wird die Seite automatisch neu geladen. Außerdem wird eine aktive E-Mail-Adresse für die spätere Löschung der Wall benötigt. Man hat die Möglichkeit, das Hintergrundbild und die Farben zu wechseln. Genau dieses Tool wurde für die oben genannte Tagung genutzt.

  1. Hootsuite
    Website: hootsuite.com/hootfeed

Enthält einen Profanitätsfilter. Erlaubt den Firmen/Eventnamen und das Logo mit einem entsprechenden Farbthema anzupassen. Hier gibt es auch einen personalisierten Link, der weitergegeben werden kann. Die Tweets erscheinen leider nicht automatisch, man muss die Seite immer neu laden. Die Interfacesprache ist Englisch. Hier ist eine Test-Wall für die HWR mit dem angepassten Logo und dem Farbthema.

Quelle: Screenshot von Twitter Wall beim Software “Hootsuite”

  1. Twitter Fontana
    Website: twitterfontana.com/

Dieses Software ist an sich kostenpflichtig. Es gibt eine kostenfreie Version mit Einschränkungen. Man muss sich per Email anmelden, um die Trial Version für 7 Tage zu bekommen. Die Interfacesprache ist English. Es besteht die Möglichkeit, die Wall mit anderen Social Networks zu verbinden, z.B. Facebook, Instagram etc. und einen Titel,  eine Beschreibung und ein Bild für die Wall hinzuzufügen.  Man kann außerdem die Quellen bzw. soziale Netzwerke auswählen, von wo die Tweets und/oder Beiträge mit dem Hashtag gesammelt werden. Wie bei Hootsuite ist es erlaubt, ein eigenes Logo hinzuzufügen und die Farben zu wechseln. Dazu gibt es noch eine Schwarz- und Weißliste, um die Kommentare zu filtern. Die Ergebnisse können später als Excel, OpenDokument, CSV File oder HTML File gespeichert werden. Die erweiterten Einstellungen, wie z.B. die Änderung des URL-Namens der Wall, gibt es nur in der kostenpflichtigen Version.

Wenn Sie sich für mehrere Funktionen der Twitter Wall (z.B. Filtern u.a.) interessieren, können Sie dieses Tool innerhalb von 7 Tagen kostenlos testen, und eventuell zur kostenflichtigen Version wechseln, wenn es sich für Sie lohnt.

Quelle: Screenshot von Twitter Wall beim Software “TwitterFontana”

Insgesamt kann ich meine Erfahrung mit der Twitter Wall sehr positiv bewerten. Trotz einiger kleinen technischen Schwierigkeiten mit dem Beamer, konnten wir die Twitter Wall den Teilnehmer erfolgreich zur Verfügung stellen.

 

 

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2 Gedanken zu „Twitter Wall“

  1. Susanne sagt:

    Hallo Kristina,
    und wie wurde die Twitterwall von den Teilnehmer/innen angenommen? Ich habe bei Konferenzen die Twitterwalls manchmal kontrovers zu den “offiziellen” Diskussionen aber immer interessante und lebendig empfunden.

    Der (einseitig abwertende)FAZ-Artikel könnte gute Beispiele aus der Lehre vertragen. Es muss nicht immer Twitter sein – aber die Konzentration auf wenige Zeichen zur Kernaussage lässt sich gut mit Lehraufgaben (z.B. Brainstorming, Reflexion im Lerntagebuch,…) verbinden.

  2. Kristina Kuznetcova sagt:

    Hallo Susanne,
    soweit ich das einschätzen kann, wurde die entweder positiv oder neutral angenommen. Einige Teilnehmer haben Tweets aktiv gepostet, die anderen haben davon Abstand genommen. Es gab auf jeden Fall keine negativen Reaktionen. Deswegen glaube ich, dass dieses Tool das hohe Potential für uns verbirgt.

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