PadLL – damals und heute
Im Sommer 2022 konnten wir im Rahmen des Projektes „Plattform für angewandtes, digitales Lehren und Lernen“ erstmalig studentische Beschäftigte zu E-Scouts qualifizieren. Im Rahmen eines Kurses und angeleitet von Expert*innen verschiedener Berliner Hochschulen durchliefen die Studierenden sieben Module, um auf die Herausforderungen des Einsatzes in der Lehre vorbereitet zu werden. Anschließend kamen sie in unterschiedlichen Szenarien zum Einsatz.
Wir freuen uns sehr, dass eine Verlängerung des Programmes uns die Gelegenheit gibt, jetzt im Frühjahr 2026 gemeinsam mit der Berliner Hochschule für Technik (BHT) erneut mehrere E-Scouts auszubilden.
Plattform für angewandtes digitales Lehren und Lernen“ (PadLL)
Das Projekt „Plattform für angewandtes digitales Lehren und Lernen“ (PadLL) ist ein hochschulübergreifendes Kooperationsprojekt verschiedener Berliner Hochschulen, das im Rahmen der Qualitäts- und Innovationsoffensive des Landes Berlin gefördert wurde. Ziel des Projekts war und ist es, den Studienerfolg durch Digitalisierung, Wissenstransfer und Rechtssicherheit zu stärken.
Neu strukturiert und kompakter gestaltet
Für die aktuelle Durchführung wurde der Kurs inhaltlich neu strukturiert und zugleich deutlich kompakter gestaltet. Ziel war es, die zentralen Inhalte noch klarer zu bündeln und eine bessere Vereinbarkeit mit dem Studienalltag zu ermöglichen.
Empfohlen wird eine Bearbeitungszeit von etwa sechs Wochen, bei einem durchschnittlichen Arbeitsaufwand von rund fünf Stunden pro Woche. Durch das asynchrone Format können die Teilnehmenden ihre Lernzeiten flexibel selbst einteilen und den Kurs gut in ihren individuellen Alltag integrieren.
Jedes Modul ist einheitlich aufgebaut und folgt einer klaren didaktischen Struktur: Zu Beginn erfolgt eine Einführung mit Zielsetzung sowie der Einordnung der Relevanz für die Tätigkeit als E-Scout. Daran schließen sich die inhaltlichen Lerneinheiten an, die aus Texten, Videos und – je nach Thema – interaktiven Elementen bestehen. Die Inhalte sind in Unterthemen gegliedert und werden durch kurze Übungen ergänzt. Zur Vertiefung bearbeiten die Teilnehmenden Anwendungs- und Reflexionsaufgaben.
Den Abschluss jedes Moduls bildet ein kurzer Test zur Wissensüberprüfung und Selbstreflexion. Diese Tests dienen der Festigung der Inhalte und sind Voraussetzung für die Teilnahme an der Abschlussprüfung.
Eine Teilnahmebestätigung wird ausgestellt, wenn alle Module bearbeitet, alle Modultests erfolgreich absolviert und die Abschlussprüfung bestanden wurden.
Aufbau
Der Kurs ist modular aufgebaut und beginnt mit einer optionalen Einheit zum selbstgesteuerten Lernen. Diese unterstützt die Teilnehmenden dabei, ihren eigenen Lernprozess zu reflektieren und effektiv zu gestalten. Im Anschluss folgen inhaltliche Module, die zentrale Kompetenzen für die Tätigkeit als E-Scout vermitteln.
Dazu gehört zunächst der sichere Umgang mit der Lernplattform Moodle aus Perspektive von Studierenden und Lehrenden – von der Kursgestaltung über die Bereitstellung von Materialien bis hin zu Kommunikation sowie Lern- und Prüfungsaktivitäten. Ergänzend erwerben die Teilnehmenden Grundlagen der Online-Lehre und lernen, digitale Konzepte zielgerichtet beim Einsatz von Medien in der Lehre anzuwenden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf inklusiver und hybrider Lehre, bei der die plattformunabhängige Gestaltung, Auswahl und Bewertung digitaler Lehrformate und -medien im Fokus steht.
Die Teilnehmenden werden befähigt, unterschiedliche Formate – etwa Video, Audio oder Webkonferenzen – didaktisch begründet auszuwählen, grundlegende Inhalte selbst zu erstellen und kritisch zu reflektieren. Dabei berücksichtigen sie technische, organisatorische sowie barrierebezogene Anforderungen systematisch. Ergänzt wird das Programm durch Module zu rechtlichen Grundlagen, Kommunikation und Beratung sowie zu generativer Künstlicher Intelligenz im Hochschulkontext, in denen Wissen zu Datenschutz und Urheberrecht, zur professionellen Zusammenarbeit mit Lehrenden und zum reflektierten Einsatz von KI vermittelt wird.
Das Selbstlernangebot wird durch einzelne Workshops ergänzt, in denen zentrale Themen vertieft und gemeinsam bearbeitet werden. Ein Beispiel ist die Aktivierung von Studierenden in Onlineveranstaltungen – ein Bereich, der in der Praxis häufig eine besondere Herausforderung darstellt und vom gemeinsamen Austausch profitiert.
Die ersten E-Scouts von diesem Durchgang haben in dieser Woche mit dem Kurs begonnen und durchlaufen aktuell die einzelnen Module.
Durch die überarbeitete Struktur, die flexible Zeiteinteilung und die ergänzenden Workshops bleibt die E-Scout-Qualifizierung ein gut zugängliches und zugleich solides Angebot, um digitale Kompetenzen im Hochschulkontext weiterzuentwickeln.
Interessiert?
Interessierte Studierende sind eingeladen, am Kurs teilzunehmen. Nach erfolgreichem Abschluss kann die zusätzliche Qualifikation bestätigt werden. Lehrende haben – auch abseits des Projektes – die Möglichkeit, ihre studentischen Mitarbeitenden im Rahmen ihrer Tätigkeit für den Kurs anzumelden, um ihnen gezielt Hintergrundwissen in relevanten Bereichen zu vermitteln.


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