Educamp Hamburg 2010

Für den schnellen Überblick dieser Veranstaltung lohnt sich, auf JeanPol Martins Blog nachzuschlagen. Da findet sich eine lebendige, lustige und frustige Debatte dieser Veranstaltung (inkl. meines Klein-Kommentars), die ich so genossen habe wie lange nix mehr im akademischen Betrieb. Dabei war es meine erste Konferenz seit 15 Jahren, bei der ich “bloß” Teilnehmer war – ansonsten immer Sprecher. Und ich empfehle jedem Kollegen, der sich (wie ich) gerne auf dem Podium räkelt, sich mal ein Educamp anzutun. Meine persönlichen Highlights, in dieser Reihenfolge:

1) Leute, die ich nur aus der virtuellen Welt von Twitter und Second Life kannte, einmal persönlich beschnuppern zu können – wie Tobias Würtz (van Zadark), Dörte Giebel (Dora Quar), Jean-Pol Martin, Alexander Rausch, Mel Gottschalk u.v.a.m. Ich war dabei erst recht scheu, weil ja jetzt jeder sehen konnte, wie wenige Haare ich wirklich auf dem Kopf habe, aber nach Kurzem fühlte ich mich gut aufgehoben und kann bestätigen: der Transfer Virtualität – Realität funktioniert!

2) Wegen meines re-vitalisierten (ohne Viagra!) Interesses an Second Life Edu (Info für Neulinge: meine Hochschule hat seit Januar zwei eigene virtuelle Inseln – mehr zu SL Teaching in diesem ausgezeichneten Artikel – Feb 2010 – Dan Holt’s Advice for First-Time SL Teachers) haben mir die von Würtz, Trude, Tietgens und Brettschneider moderierten und initiierten back-to-back Sitzungen am Samstag inhaltlich das Meiste gebracht. Hier tut sich so viel, dass mir der Kopf schmerzt!  Mitschnitte gibt’s net, aber es wird ein Follow-Up-Treffen in-world geben (contact me).

3)  Viele Einzeleindrücke, die erst wirken müssen – so die Sitzung zum extrem interessanten Game-based Learning (Moderation und In-Talk: Wey-Han Tan), Ricarda Reimer u.v. a. zum e(r)forschenden Lernen, und eine von der Gilde der Bibliothekare (“Librarians 2.0”!) von B. Lambert moderierte Runde zum Schicksal der Literatur (besonders belohnend: die Erwähnung des explosiv wachsenden Start-Ups PaperC, das u.a. aus der HWR Berlin hervorgegangen ist) usw. Selbst das Essen in der Mensa meiner Alma Mater war wieder…interessant.

Wenn Ihr von dem ein oder anderen mehr hören/sehen wollt, kontaktiert die verlinkten Tweeple selbst! Das Educamp ist, wie vielfach beschrieben, schwer zu beschreiben. Ich hoffe, es bleibt so erfrischend – und wenn nicht, dann machen wir eben eine andere Dose auf.

M. Birkenkrahe [repost]

Print Friendly, PDF & Email

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


CAPTCHA-Bild
Bild neu laden