“Hi”

„Hi“

Hu-llo | Chikmàa | Moi | Ciào | おはよう| Mambo | Kia ora | Iakwe | Privet | Haja | Cześć

Oder einfach nur Hallo. Früher oder später muss, naja, vielleicht sollte sich jeder Student mit dem Thema Fremdsprache auseinandersetzen. Zum einen, weil es doch eigentlich ziemlich cool ist, zum anderen, weil es eine enorme Aufwertung der Vita darstellt, wenn man in der Lage ist, sich in einer Fremdsprache ordentlich zu unterhalten.

Vor allem eröffnet es einem eine ganz neue Welt.

Neue Welt
The LEAF Project Modern Languages at Finger Lakes Community College – Costa Rica 2013

Weil das eben so cool ist und nahezu alle Studenten chronisch pleite sind, Sprachkurse aber einen Haufen Geld kosten, habe ich mich mit ein paar Online-Portalen auseinandergesetzt, die günstig oder gar kostenlos sind: Babbel, Duolingo und Busuu.

Babbel

An Babbel bin ich ziemlich jungfräulich herangegangen und habe mich für Niederländisch entschieden. Hintergrund ist, dass ich mich um ein Auslandssemester für die Hogeschool Gent in Belgien beworben habe, tja, und dort sprechen die so eine Art Niederländlich.

Die Lektionen sehen gut aus, sie sind verständlich aufgebaut, und nach jeder Lektion wird man gefragt, ob die Übungen einem zu leicht, genau richtig oder zu schwer waren.

Neue Vokabeln werden anhand von Bildern gelernt, die meistens Brechreiz erregend glückliche Menschen zeigen. Nicht, dass ich unglücklich bin oder glückliche Menschen nicht ertrage, aber niemand kann sich ehrlich über das neu erlernte Wort „bloem“ so sehr freuen, dass ihm eine Bowlingkugel in den Mund passt.

Kurz, knapp, sachlich. So könnte man Babbel auf den ersten Blick beschreiben, denn die Lektionen sind kurz, der Umfang wirkt anfangs etwas knapp und das Feedback ist sehr sachlich.
Nichtsdestotrotz hat Babbel seine Vorzüge. Es ist sehr günstig.
10 Euro im Monat oder 20 Euro für drei Monate.
Unter Anbetracht dieses Preises ist dieses “kurz, knapp und sachlich” dann doch reichlich viel.

Duolingo

Duolingo appelliert an das Spielerherz im Gamer. Denn ähnlich wie in den meisten Spielen werden bei Duolingo sogenannte Experience-Punkte für das Beenden von Lektionen erteilt; man hat drei Lebenspunkte in Herzform und, wenn man etwas richtig gut macht, gibt es die charakteristischen „Lingots“, irre! Mit diesen „Lingots“ kann man sich diverse Sachen im Portal-eigenen Shop kaufen.

Die Lektionen sind gut strukturiert, und die spielerische Komponente animiert zum Weitermachen. Der markanteste Unterschied zu Babbel liegt aber darin, dass man bei Duolingo sehr viel mehr Schreibaufgaben macht, z. B. in Form von Übersetzungen.

Was wiederum super nervig ist: die Stimme. Herr Gott, wer hat sich ausgedacht, so eine Stimme zu verwenden, um mir Englisch beizubringen. Bitte, bitte Duolingo, ändert das.

Womit Duolingo aber eigentlich fast am meisten punktet: es ist kostenlos und muss sich dennoch nicht hinter seinen bezahlten Brüdern verstecken. Das Niveau reicht bis B2, und Novizen sowie Fortgeschrittene kommen kostenlos auf ihre Kosten.

Busuu

Oder doch Facebook? Naja, nicht ganz, aber um richtig loslegen zu können, braucht man Freunde, am besten die, die Sprache sprechen, die man lernen möchte. Ist dies geschehen – kann man los „Busuutalk“en.
Wenn man die ersten Schamgefühle überwunden hat, ist das gar nicht so dämlich, denn deutlich besser, als die nicht sehr genauen Sprachanalyse Systeme von Babbel und Co. Ist die Korrektur durch einen Muttersprachler.

Ebenfalls ein Vorteil von Busuu ist eine GSE-Zertifizierung, zwar kostet diese 20 Euro, dafür bekommt man aber eben EIN Zertifikat. Schlecht wiederum ist die Tatsache, dass es keine Grammatiklektionen gibt, und über diesen Fehler können auch die „Busuutalk“ Lektionen mit Muttersprachlern nicht hinwegtäuschen.

Der allergrößte Vorteil, den ich anfangs schon erwähnte, ist ebenfalls Busuu‘s größter Nachteil. Es lebt von der Community. Das heißt, dass egal wie Cool die Busuu Berries (Belobigungspunkte) sind, ist die ganze Plattform enorm von der Community abhängig.

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3 thoughts on ““Hi”

  1. Vielen Dank hierfür! Ich habe zu verschiedenen Zeitpunkten mit allen 3 online Programmen gearbeitet. Die besten Erfahrungen habe ich mit @duolingo gemacht. Dieser Service, der auch der einzige ist, der wirklich umsonst ist und bleiben wird, wächst auch am schnellsten. Die Qualität der Kurse (ich habe mir Französisch, Englisch, Schwedisch, Spanisch angesehen) ist ausgezeichnet. Besonders gut gefällt mir bei dieser Form des Sprachenlernens, dass ich tatsächlich 5, 10 oder 15 Minuten jederzeit nutzen kann, um zu lernen. Der ganze SocialMedia aspect dieser Lernumgebungen hingegen ist mir vergleichsweise fremd – vielleicht eine Generationsfrage? Für mich ist das Lernen einer Sprache eine einsame Sache (außer, man lerne sie im Land selbst, was natürlich am besten ist), keine Teamaufgabe oder Gruppenerlebnis…ein Feature was der Autor vergessen hat, das ganz einzigartig ist bei Duolingo: die Anwendung in Form von Übersetzungen – das ist der geniale Trick des Schöpfers Luis von Ahn, der auch recaptcha erfunden hat. Auf jeder Stufe werden einem Texte zum Übersetzen angeboten, mit denen man dan im Internet tatsächlich etwas Gutes getan hat (z.B. einen Wikipedia-Text übersetzt).

  2. Hallo Adam, habe mir eben einen Account bei Duolingo gemacht und fange mit Französisch an. Habe schon länger vor, die Sprache wieder zu reaktivieren. Merci beaucoup pour la motivation! (keine Gewähr, dass das Französisch korrekt ist). Durch Marcus’ Kommentar habe ich spontan Doulingo gewählt. Danke auch dafür!

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