Werkstattgespräche Intercampus – Viel Stoff, wenig Zeit

von Susanne Mey

16 Apr, 2013

Ich folgte gestern einer Einladung unseres Partnerprojektes „Neue Lehr- und Lernformen“ (wie wir ein Teilprojekt der „HWR-Berlin Qualitätsoffensive“). Prof. Dr. Martin Lehner von der Fachhochschule Technikum Wien stellte in einem interessanten Vortrag zum Thema Stoffreduktion in der Lehre verschiedene Wege aus der Vollständigkeitsfalle vor. Das E-Learning kam nicht immer gut dabei weg. Denn auch ein Lernportal […]

Ich folgte gestern einer Einladung unseres Partnerprojektes „Neue Lehr- und Lernformen“ (wie wir ein Teilprojekt der „HWR-Berlin Qualitätsoffensive“). Prof. Dr. Martin Lehner von der Fachhochschule Technikum Wien stellte in einem interessanten Vortrag zum Thema Stoffreduktion in der Lehre verschiedene Wege aus der Vollständigkeitsfalle vor. Das E-Learning kam nicht immer gut dabei weg. Denn auch ein Lernportal kann mitunter dazu verführen, noch umfassendere, noch gründlichere und vor allem noch mehr Informationen bereitzustellen, anstatt eine gezielte Auswahl aus der Stofffülle zu treffen.

Aber m.E. bieten sich gerade viele mediale Werkzeuge an, um die vorgeschlagene Lernpfadtrennung (Track 1 für den Blick auf das Wesentliche, Track 2 für ergänzende Vertiefungen) gut umzusetzen.

Für die Umsetzung des Konzeptes „Vereinfachen des Komplizierten“ finden sich zahlreiche Best-Practice-Beispiele außerhalb  (z.B. Matheprisma) und innerhalb der HWR Berlin.

Um das didaktische Potential von E-Learning auszuschöpfen, ist eine gründliche Konzeption notwendig. Neben dem Buch von Prof. Lehner „Viel Stoff – wenig Zeit: Wege aus der Vollständigkeitsfalle“, empfehlen wir gern die Schulungen am BZHL, die Informationen bei e-teaching.org  und die Zusammenfassung unseres Lehrkräfteseminars (interner Moodlelink  mit dem Thema Stoffreduktion aus der Sicht von splendid).

Wer sich der Planung ganz methodisch nähern möchte, kann sich an verschiedenen Modellen wie z.B. der PAS 1069 „Aus- und Weiterbildung unter besonderer Berücksichtigung von E-Learning- Leitfaden zum Referenzprozessmodell für Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung – Planung, Entwicklung, Durchführung und Evaluation von Bildungsprozessen“ orientieren.

Auch wir helfen Ihnen gern, die passenden Werkzeuge auszuwählen, um E-Learning weniger als „Dokumentenschleuder“, sondern gezielter zur Veranschaulichung und zum Austausch von Lehrinhalten einzusetzen.

Hier: mehr Info zu unserem “Blended Learning” Teilprojekt.

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1 Kommentar

  1. JScheibe

    Ich finde, die sinnvolle Auswahl von Inhalten für eine Vorlesung und die wohlüberlegte Strukturierung und Präsentation kommt tatsächlich in vielen Kursen zu kurz. Und das gilt nicht nur im Bereich E-Learning. Vor allem die Aufbereitung und der “rote Faden” sind – egal, ob on- oder offline – in meinen Augen nicht nur “nice to have”, sondern ein zentrales Kriterium, um die zu vermittelnden Inhalte wirkungsvoll und nachhaltig an den Mann bzw. an die Frau zu bringen. Und nicht nur eine gute Strukturierung, auch die gezielte Verwendung didaktischer Werkzeuge und Methoden ist für eine gute Lehre entscheidend…

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