Open Educational Resources

von http://pixabay.com/de/kreis-rund-gew%C3%B6lbt-menschen-kreise-291098/ Lizenz: CC0 Public Domain
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Jeder, der sich mit dem E-Learning beschäftigt, kommt an den Open Educational Resources (OER), den freien Bildungsmaterialien, nicht vorbei. Die Debatte rund um das Thema weitet sich durch die MOOCs zusätzlich aus. Kein Wunder also, dass die OER14 ausgesprochen gut besucht war.

Tagungungsteilnehmer waren  – erwartungsgemäß – OER Befürworter mit Vertretern aus allen Bereichen. Meines Erachtens waren es allerdings weniger (Hochschul)lehrende als Computerenthusiasten.

Die Tagung war mit jeweils einem halben Tag Vorträgen und der anderen Tageshälfte im Educampformat gut geplant. Viele Vorträge sind jetzt online zu finden, das Programm verlinkt auf Etherpad-Dokumentationen. Daher möchte ich hier nur einige Aspekte ansprechen.

Der Vortrag “Einfaches Erstellen von MOOCs auf Wikiversity” von Rene Pickhardt war ein gutes Beispiel der glaubhaft selbstlosen Einstellung von Vortragenden und Beteiligten. Es ging um die Anpassung von Wikiversity für die Durchführung von Kursen. Herr Pickhardt hat mit seinem Team sicherlich viel Zeit in die technischen Modifikation gesteckt. Jetzt setzen sie sich dafür ein, die Änderungen allen zugängig zu machen – der Scriptcode ist derzeit im Review-Prozess durch die Community. Und falls jemand Wikiversity noch nicht kennt: schaut doch mal in den HWR-Kurs: “Betriebliche Informationssysteme mit Übungen für Wirtschaftsinformatiker” von Prof. Birkenkrahe.

Beim Erfahrungsbericht “OER Informations- und Fortbildungsangebot an der Freien Universität Berlin” berichtete Victoria Castrillejo anschaulich uns sympathisch von den Bemühungen OER an der FU Berlin zu vewurzeln. Bedauerlich aber interessant war hierbei, dass das Workshopangebot zu dieser Thematik auf wenig Nachfrage trifft. Die Freie Universität – als eine der gößten Universitäten Deutschlands –  ist breit genug aufgestellt um die Netzwerkbildung der Interessierten gut zu unterstützen.  Außerdem wäre es wirklich gut, wenn  das Selbstlernmaterial zum Thema OER – ensprechend des OER-Gedanken – nicht nur intern für FU-Angehörige angeboten wird.

Hinweisen möchte ich außerdem auf den OPERA – Small Open Educational Resources Award. Vorgestellt hat diesen Wettbewerb Jens Schmelzle von Simpleshow – ein Vertreter eines kommerziellen Unternehmens der die altruistischen Motive der OER-Bewegung überzeugend vertreten kann.

Insgesamt fühle ich mich auch nach der Tagung dem Thema OER noch nicht ganz gewachsen. Häppchenweise sind die OERS schon jetzt leicht und gut einzubinden. Vernünftige Systeme zur Verwaltung und Suche werden sich weiterhin ohne mein Zutun entwickeln und herauskristallisieren. Werkzeuge zur Erzeugung können wir Hochschulakteure mit etwas Recherche finden und weitervermitteln, aber immer bleibt das Gefühl nicht alle Aspekte (Rechtsfragen, Kategorisierung, Pflege, Qualitätssicherheit,…) im Blick zu haben.

Trotzdem möchte ich meinen kurzen Bericht mit einem kurzen Zitat von Lorna M. Campbell (einer OER-Aktivistin auf der OERde14) abschließen: “….just get your content out there, do anything and release it”

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