Pirates!

von Dominik Daniel

28 Jan, 2011

Keine Bange, es handelt sich hierbei nicht um Freibeuter, sondern um ein kollaboratives Text-Editor-Tool, das kostenlos ist und auch keine Registrierung erfordert. Um Näheres zu diesem Tool zu erfahren, lesen Sie einfach den Artikel weiter und fürchten Sie sich nicht mehr vor Piraten …   PiratePad ist ein kostenloses Kollaborations-Werkzeug auf Textbasis. Im Gegensatz zu […]

Keine Bange, es handelt sich hierbei nicht um Freibeuter, sondern um ein kollaboratives Text-Editor-Tool, das kostenlos ist und auch keine Registrierung erfordert. Um Näheres zu diesem Tool zu erfahren, lesen Sie einfach den Artikel weiter und fürchten Sie sich nicht mehr vor Piraten …

 

PiratePad ist ein kostenloses Kollaborations-Werkzeug auf Textbasis. Im Gegensatz zu anderen Tools, wie z.B. dem sehr mächtigen Adobe Connect, gibt es keine Video- oder Audio-Kommunikation, sondern ausschließlich das Text-Pad. Allerdings lässt sich diese  “Schwäche” durch paralleles Nutzen von z.B.  Skype recht gut wettmachen, was sich in einigen Versuchen bei Online-Teammeetings zeigte. Alle Texteingaben- bzw. änderungen sind zwar live, also ohne Verzögerung oder Neuladen sichtbar, für die eigentliche Diskussion eignet sich PiratePad aber nicht unbedingt. Das liegt an der unterschiedlichen Schreibgeschwindigkeit der Teilnehmer, unvorhersehbaren Änderungen des Textes durch andere Teilnehmer usw. Insgesamt findet dann ein relativ unkontrolliertes Produzieren von Text statt, zumal man, während man selbst etwas schreibt, die ganze Zeit den neuen Text der anderen Teilnehmer lesen muss. Gerade für Vertreter des männlichen Geschlechts, ist dieses Multitasking evtl. etwas zu viel des Guten. 😉

 

Der Nutzen liegt mehr im Bereich der Protokollierung. Bei paralleler Nutzung von Skype für die Audio-Diskussion, ist PiratePad ein schönes Tool, um Inhalte schriftlich festzuhalten, diese auch im Nachhinein noch zu bearbeiten, Autoren der einzelnen Textpassagen zu identifizieren etc. Zusätzlich existiert noch eine Chat-Box, welche dann für Nebengespräche genutzt werden kann, wenn nicht ein Messenger (z.B. Skype) parallel genutzt wird. Darüber hinaus lässt sich der Text in diversen, gängigen Dateiformaten exportieren und ebenso auch anderer Textinhalt importieren. Zusätzlich können online Revisionspunkte gespeichert werden, um z.B. die Entwicklung eines Textes, der jede Woche erweitert wird, auch rückblickend betrachten zu können. Eine nette Funktion, die ähnlich zu den Revisionen ist, ist der “Time Slider”. So kann man sich, wie einen Film, das gesamte Geschehen eines Meetings im Zeitraffer angucken.

eigener Screenshot

Für die Nutzung des PiratePads ist nicht viel von Nöten, außer ein Browser und eine Internetverbindung. Die Anwendung ist, wie bereits eingangs erwähnt, völlig kostenlos. Es bedarf nicht ein mal einer Registrierung o.ä. Um ein neues Pad anzulegen (einmal angelegt, bleibt dieses bestehen) geht man einfach auf http://piratepad.net/ und klickt auf den Piratenfrosch. Es wird das Pad erzeugt und man kann sofort starten.

Möchte man auch in Zukunft an den Inhalten weiterarbeiten, kann man sich entweder die URL des Pads abspeichern (in der kryptischen Form http://piratepad.net/lYSfqXxC0l) oder von Anfang an ein Pad mit individuellem Namen erstellen. Dazu gibt man einfach die URL von PiratePad ein und schreibt hinter den Slash den gewünschten Namen, hier z.B. EigenerPadName: http://piratepad.net/EignerPadName. Es erscheint ein Button mit der Aufschrift “Yes, create the Pad”, auf den man klickt und schon ist das individuell benannte Pad fertig. Auch dieses ist dann dauerhaft unter der jeweiligen URL zu erreichen (die Inhalte bleiben bestehen).

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Aus Sicherheitsgründen sollten daher natürlich keine sensiblen Informationen, wie beispielsweise Passwörter oder Kontoverbindungen, dort eingegeben werden. Trotz der “unbegrenzten” Verfügbarkeit sollten Texte regelmäßig gesichert werden, da zum einen kein Anspruch auf die Verfügbarkeit besteht und zum anderen ein Pad vermutlich nach längerer Inaktivität gelöscht wird.

Für die “Techies” noch eine kleine Zusatzinformation:
Hinter der Technik von PiratePad steckt eigentlich Google’s EtherPad-Software. Google hatte die Rechte an EtherPad bzw. Google-typisch gleich die ganze Firma gekauft und anschließend als Open-Source-Code zur Verfügung gestellt. Die Software ist in Java geschrieben und benutzt eine MySQL-Datenbank.

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