Digitaler Graben in der Chefetage

von Marcus Birkenkrahe

25 Mai, 2008

Eine neue Umfrage der Hochschule St. Gallen unter 200 Managern zum Lernverhalten von Führungskräften hat ergeben, dass die Manager hohe Kompetenz bei der Aneignung von Wissen haben, aber digitalen Lernmedien mehrheitlich noch sehr kritisch gegenüber stehen. Und dies, obwohl der Zeitmangel als eine der wichtigsten Ursachen für “Lernschwächen” angegeben wird – eLearning kann nach anfänglich […]

Eine neue Umfrage der Hochschule St. Gallen unter 200 Managern zum Lernverhalten von Führungskräften hat ergeben, dass die Manager hohe Kompetenz bei der Aneignung von Wissen haben, aber digitalen Lernmedien mehrheitlich noch sehr kritisch gegenüber stehen. Und dies, obwohl der Zeitmangel als eine der wichtigsten Ursachen für “Lernschwächen” angegeben wird – eLearning kann nach anfänglich höherem Aufwand zu deutlicher Zeitersparnis führen.

Die Studie kommt weiterhin zu dem Schluss, dass “informelle Lernmethoden noch stärker mit Präsenzformen des Lernens” verzahnt werden müssen – d.h. “die weithin akzeptierte und geschätzte Form des Seminars intensiver mit informellen Lernformen zu verbinden.” Digitale Lernmedien aka eLearning kann hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Interessant ist auch, dass mangelnde Fehlerkultur (i.S. der Abneigung von Managern, Fehler zuzugeben) als Hindernis identifiziert wurde. Durch die Möglichkeiten der anonymisierten Lehre könnten bestimmte Formen der (Selbst-)Kontrolle im eLearning auch hier hilfreich sein.

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