Virtual Reality im Klassenzimmer

Das E-Learning ist heutzutage in den meißten Klassenräumen und Universitäten schon fester Bestandteil. Neben den klassischen Smartboards haben Lehrende die Möglichkeit, ihre Materialien über Plattformen wie Moodle an die Studierenden möglichst unkompliziert weiterzugeben. Zusätzlich haben auch Livestreams sowie Konferenz-Videogespräche ihren Weg in die moderne Lehre gefunden.


Der neueste Trend für die interaktive Lehre: Virtual Reality

1. Virtual Reality als Lernmittel für SchülerInnen und Studierende

Virtual Reality bietet nicht nur den Lehrenden die Möglichkeit, ihren Unterricht abwechslungsreich zu gestalten, sondern motiviert gleichzeitig Kinder und Studierende, da dies eine gelungene Abwechslung für jeden Unterricht anbietet. Schüler und Lehrende können zusammen auf einem Smartboard/Laptop/Tablet über verschiedene Programme virtuelle Realitäten z.B. in Form eines Videos oder einer Expedition erstellen, die dann durch VR-Brillen zu Interaktivität durch die Visualisierung des Lehrinhaltes den Unterricht bereichern.

Boy Wearing Black and White Virtual Reality HeadsetIm Bildungskontext spielt VR mittlerweile eine große Rolle. Die Umsetzung der Expeditionen in eine virtuelle Welt verlangt den SchülerInnen nicht nur geistige Arbeit, sondern schärft nebenbei noch viele ihrer Sinne. Das Lernen durch VR fördert nämlich hierbei die Informationsaufnahme durch mehrere Sinne gleichzeitig, was nachweislich zu besseren Ergebnissen bzw. Noten führt.

Ein weiterer großer Vorteil von VR in Bildungskontexten ist ihre Barrierefreiheit und ihr inklusiver und integrierender Charakter. Menschen, die aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht ins Museum, Ausstellungen etc. können, wird nun die Möglichkeit gegeben, anhand von VR diese Orte zu entdecken und erleben. Ebenso ermöglicht es Geflüchteten, sich ein Bild ihres neuen Sozialraumes zu verschaffen.

In der Universität ist besonders der VR-360°-Livestream sehr beliebt, da nun kein Studierender mehr dadurch benachteiligt wird, nicht in der ersten Reihe sitzen zu können.

Google Expedition

Google Expedition in eine Virtual- und Augmented-Reality App, die es Lehrenden ermöglicht, ihren Unterricht mithilfe einer virtuellen Expedition didaktisch aufzuwerten. Von Nöten ist hierbei nur ein Tablet und mehrere Smartphones und schon können sowohl Lehrende, als auch SchülerInnen, eine der über 800 Expeditionen auf fesselnde und interaktive Art erforschen. Ausgebildete Google Expeditions-Trainer können von den Schulen eingeladen werden, um mithilfe derer Expeditions-Kit die virtuellen Ausflüge den Teilnehmenden näher zubringen. Besonders lobenswert ist es, dass von Google wert darauf gelegt wurde, dass die Expeditionen ganz einfach in den Lehrplan integrierbar sind.

 

2. Virtual Reality zur Erprobung von Lernstrategien für Lehrende

Gray Wooden Computer Cubicles Inside RoomHier ist besonders die Universität Potsdam schon weit voraus. In mehreren Seminaren wird es den (Lehramts-)Studierenden ermöglicht, Situationen des täglichen Unterrichts zu simulieren.
Ziel hierbei ist es, praktische Grundsätze und sowie Techniken und Strategien in einem “realen” Szenario auszutesten. Dies dient unter anderem der Ermittlung, ob die theoretischen Kompetenzen für das Klassenmanagement umsetzbar sind.
Es wird dafür ein virtuelles Klassenzimmer errichtet, in dem sich neben des Lehrbeauftragten noch diverse Schüler befinden. Diese Schüler werden von einem Coach gesteuert, der sie Dinge bzw. Aktionen ausführen lässt. Hierzu zählt z.B. die aktive Mitarbeit (Mitschreiben, eine Frage haben) sowie auch Störungen (Sachen werden rumgeworfen, es wird unerlaubt geredet).

 

Habt ihr bereits Erfahrungen mit VR und wollt diese teilen?

Dann hinterlasst doch gerne ein Kommentar!

 

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