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Das Beste aus zwei Welten – BlendIT !

Stefanie Quade 18 November 2015 4 Comments
Children playing

Blended Learning – das Beste aus zwei Welten vereinen! (Children playing #fotolia)

Im Juni hat Prof. Martina Eberl den Aufruf zum Mitwirken an dem Pilot-Projekt Business Administration goes BlendIT gestartet und beschrieben, für wen, warum und woraus die Idee besteht. Nun ist das Team an Bord und es geht voller Tatkraft voraus! Und nicht nur das Projektteam ist gestartet, die Beteiligung verschiedener ExpertInnen, MitarbeiterInnen und ProfessorInnen und Lehrenden wird immer größer, der (Mit-)Wirkungskreis wächst und wächst.
Daher fragen vielleicht auch Sie sich:

Wer sind wir und was machen wir?

Das BlendIT (Kern-)Projektteam um Prof. Martina Eberl ist nun komplett durch Robert Dabitz, Anne Freiberg, Björn Lefers, Susanne Mey und mir, Stefanie Quade. Wir sind nun alle an Bord und arbeiten gemeinsam mit den o.g. Beteiligten daran, einen Business Administration (Teilzeit-)Studiengang zum Wintersemester 2016/17 in ein Blended Learning Format umzusetzen.

Was heißt denn hier jetzt ganz genau Blended Learning und warum ist das jetzt so neu und toll?

Blended Learning bedeutet eine Kombination aus Präsenz- und Online-Lehre mit dem Ziel, eine zeitgemäße, flexible, individuelle Lehr- und Lernform zu etablieren. Für das BlendIT Projekt heißt dies konkret, dass alle Kurse des BA Studiengangs in unserem Pilotprojekt zu 50% online und zu 50% in Präsenzkurs-Zeiten unterrichtet werden. Und das heißt keineswegs, dass jetzt sowohl Lehrende als auch Studierende nur zur Hälfte unterrichten und studieren – nein – hier wird das Beste aus zwei Welten kombiniert! Damit dies gelingt, ist es wichtig, eine Verzahnung der beiden Bestandteile Online + Präsenz herzustellen und einen roten Faden durch die wechselnden Phasen zu spinnen. Dies erfordert ein Umdenken bereits bei der Konzipierung der Kurse, Online- und Präsenzphasen müssen einander ergänzen und dürfen nicht parallel getrennt zueinander laufen. (Lefers, B. – Flipped Classroom und Gamification), die Umsetzung der Lehre neu gelebt werden (Quade, S. – Virtuelle Lehre). Zu berücksicktigen sind wichtige Elemente bei der Online-Lehre wie Instruktion, Interaktion und Immersion (Birkenkrahe, M. – LdL Online). Aber auch die Präsenzphasen werden neu gestaltet, best practices z.B.(Frantzius, T. – Lehren und Lernen HWR Berlin) in die Lehrkonzepte integriert.

Was hat BlendIT vor?

  • Kollaborative Modulerstellung: Das Blended-Lehr-Konzept wird optional von zwei oder mehr Lehrenden gemeinsam erstellt.
  • Nachhaltigkeit: Die Übertragbarkeit und Anschlussfähigkeit auf andere Studiengänge wird bei jedem Modul berücksichtigt.
  • Verbesserung der Studierbarkeit: Die Kursinhalte werden systematisch auf die Themen Märkte, Finanzen und Prozesse ausgerichtet und optimal aufeinander abgestimmt. Die Flexibilisierung der Lehre wird durch die Modularisierung und Abstimmung von Online- und Präsenz-Aktivitäten ermöglicht, die sich insbesondere an beruflich Qualifizierte / §11er / Menschen ohne Abitur richtet.
  • Intuitive Bedienbarkeit: Moodle als Lernmanagementsystem ist gesetzt, wir arbeiten – zusammen mit der Abteilung IT der HWR Berlin – daran, es schöner (Design), intuitiver bedienbar (Usability) und für die mobile Anwendung (Responsive) nutzbar zu machen.
  • Nah an den Studis: Wir entwickeln die BA Kurse nicht nur mit den Lehrenden, sondern mit und für unsere Zielgruppe, den Studierenden und hier insbesondere den §11ern – Befragungen und Usability-Tests sind fester Bestandteil in den einzelnen Projektphasen.

Was bietet das Projekt den Lehrenden?

  • Transfer Coaching: Wir unterstützen unsere Lehrenden bei der Umsetzung ihrer Konzepte und insbesondere bei der Medienproduktion ihrer Lernmaterialien durch Coachings, studentische MitarbeiterInnen und Werkverträge (und nicht zuletzt durch Lehrdeputate)
  • Didaktik und Technology-Round Tables: Wir wollen miteinander und voneinander lernen, daher werden regelmäßige Workshops und externe Expertinnen-Trainings während unserer BlendIT Pilotphase stattfinden
  • Content Exchange: Fachbereichsübergreifend wollen wir den Austausch zu den Inhalten der Lehrmodule fördern
  • Pilotieren und Evaluieren: Die Erprobung innovativer Lehr- und Lernformen wird Bestandteil des ersten Kursdurchlaufs

Neu ist die Blended Umsetzung eines kompletten Studiengangs und nicht nur einzelner Kurse von einzelnen DozentInnen! Toll finde ich bisher das große Interesse vieler Lehrender und last but not least die finanzielle Unterstützung in Form der Gelder aus dem Qualitätspakt der Lehre für diesen Piloten – eine tolle Chance, um in das Thema Blended Learning einzutauchen mit allerbesten Startvoraussetzungen!

Sie interessieren sich für das BlendIT Projekt? Sprechen Sie uns gern an, geben uns Feedback oder kommentieren Sie diesen Blog-Artikel.

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Die Autorin Stefanie Quade unterrichtet seit 3 Semestern Blended Learning Kurse, u.a. an der HdM Stuttgart im Mediapublishing, an der FH des bfi Wien im Master Virtual Collaboration und Project Management im MBA Film, TV & Digital Media Management. An der HWR Berlin hat sie den Kurs “Supervision” im IBMAN unterrichtet, der von Prof. Marcus Birkenkrahe initiiert wurde und seit mehreren Jahren als rein virtueller 3D Kurs läuft (Birkenkrahe, M. – Moodle ist sehr flexibel). Parallel entwickelt sie gerade u.a. in Zusammenarbeit mit Frank Habermann einen Online Elective Projektmanagement Vorkurs für die MBA Kurse im IMB Institut der HWR Berlin. Wissenschaftlich untersucht sie in ihrem PhD an der London South Bank University das Thema “Social Learning in the Workplace”, der von Prof. Marcus Birkenkrahe und Prof. Shushma Patel betreut wird und von Prof. Martina Eberl als Programmleiterin des Kooperativen Doktorandenprogramms begleitet wird.

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4 Gedanken zu „Das Beste aus zwei Welten – BlendIT !“

  1. birkenkrahe sagt:

    Sehr schöner Überblick. Besonders die Tandem-Entwicklung des Blended Learning Konzepts durch 2 oder mehr Lehrende finde ich gut. Denn besonders für Neulinge in diesem Bereich kann die Mehrbelastung durch neue digitale Methoden, die unausweichlich ist, dadurch verringert werden. Wenn dann noch zeitnahe, kompetente Betreuung hinzutritt, dann lässt sich dieses Projekt stemmen! Wie dies gelingt, wird vor allem von den Studierenden der ersten Semester abhängen, die hier Neuland betreten werden. Bei so viel Begeisterung für ein Thema, das ja gar nicht mehr SO neu ist, stehen die Chancen gut – denn der Enthusiasmus wird offenbar vor allem aus der Einsicht gespeist, dass die Zeit reif ist für BlendIt. Das erwähnte Konzept “Instruktion – Interaktion – Immersion” habe ich für eine Presentation zum Zwecke der Akkreditierung jüngst um ein weiteres “i” erweitert: “Inspiration”. Jedem der Begriffe ist ein Kursbeispiel zugeordnet. Hier ist die dazugehörige Presentation.

  2. Danke für die Ergänzung! Genau, so neu ist das Blended Learning Thema natürlich nicht – aber als Umsetzung für einen kompletten Studiengang und nicht nur einzelner Lehrender an der HWR denke ich schon. Ich bin auch sehr gespannt auf das erste Feedback der ersten Studierenden!

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