Die MoodleMoot 2011 in Elmshorn

Die MoodleMoot vom 14. / 15. April in Elmshorn liegt nun schon einige Wochen hinter uns. Wir haben dort einige interessante Präsentationen zu verschiedensten Themen in Bezug auf Moodle erleben können. Grund genug, sowohl das Erlebte als auch das seitdem Verarbeitete Revue passieren zu lassen.

Es wurde dort eine Vielzahl von Vorträgen verschiedenster Themen angeboten, sodass wir nicht an allen parallel teilnehmen konnten und demnach selbstverständlich nur ein kleiner subjektiver Teil von mir hier dargestellt werden kann.

Unsere MoodleMoot begann am 14. April mit einem Treffen der Moodle-KoordinatorInnen der anderen Hochschulen und dem gegenseitigen Austausch von Erfahrungen und Kontakten. Neben einigen Detailfragen zu virtuellen Vorlesungen, Videoerstellung bzw. Einbindung und dem Thema der Evaluation, ging es schließlich doch hauptsächlich um Moodle 2.0 und es stellte sich heraus, dass zwar fast alle Anwesenden sich schon auf Testsystemen damit auseinander setzen, aber noch kaum jemand produktiv mit Moodle 2.0 gegangen ist.

Besonders der Aspekt der Dateiverwaltung (in Moodle 2.0 werden Repositories eingebunden), wodurch jedoch Probleme beim Sortieren von Dateien, insbesondere von vorhandenen Kursdateien aus Version 1.9, entstehen, verursachte schon einiges Kopfzerbrechen. Strittig ist hierbei weiterhin die Frage, wie man am besten die vorhandenen Dateiverzeichnisse auflöst und in das Repository verschiebt. Mehr zum Thema Dateisystem in 2.0 unter: http://docs.moodle.org/de/Kursdateien

Neben der Frage, wie man künftig am besten mit den Dateien umgeht, stellte sich die Frage nach einem für Hochschulen am geeignetsten erscheinenden Repository, da das Angebot hierbei sehr groß ist, jedoch eher Qualität als Quantität die Devise sein sollte. Auch hierbei gibt es keine ultimative Lösung, man könnte beispielsweise Alfresco nutzen, zu dem wir auch einen Vortrag gehört hatten.

Die TU Wien hat ihre personalisierte MyMoodle Seite (für 1.9, es liegen noch keine Erfahrungen vor, wie sich das mit 2.0 verträgt) vorgestellt, in der die Kurse nach Semestern sortiert sind und zusätzliche Optionen für den Nutzer ermöglichen. Da wir davon ausgehen, dass dies allen Nutzern unserer Plattform zu Gute kommen würde, werden wir versuchen, nach Möglichkeit zum Start des Wintersemesters 2011 ebenfalls eine neue MyMoodle Kursübersichtsseite präsentieren zu können.

Weitere Vorträge behandelten die Themen “Aktivitäten in Moodle” und wie häufig bestimmte Aktivitäten genutzt werden.

Zu guter letzt hat eine Sprachlehrerin verschiedenste Tools unter der Überschrift “The Social Moodle” vorgestellt, beispielsweise http://www.360cities.net/?lang=de oder “Fakebook” http://classtools.net/fb/home/page, mit dem man für Schul / Hochschulzwecke Accounts anlegen kann.

Ein Highlight der gesamten MoodleMoot war sicherlich der Beitrag von Max Woodtli, der anhand John Hatties “ Visible learning: what’s good for the goose…” vorstellte, wie das Lernen erfolgreich gestaltet / vermittelt werden kann und verglich das ganze mit einer Reise, die auch nicht immer geradlinig verläuft bzw. verlaufen muss.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass die Teilnahme an der MoodleMoot uns in einigen Punkten weiter gebracht (MyMoodle) und uns in einigen bestärkt hat (Moodle 2.0 ist zum jetzigen Zeitpunkt wohl für die HWR noch nicht einsetzbar). Außerdem konnten wir wichtige Kontakte mit E-Learning-Koordinatoren anderer Hochschulen knüpfen. Einige Hochschulen haben geplant, zum WS 2011/12 produktiv auf Moodle 2.0 zu gehen, zu einigen Detailfragen kannten sie jedoch teilweise bisher keine Antwort, häufig hörten wir ein “das werden wir dann sehen, aber eine Idee haben wir noch nicht”, was mir persönlich nicht ausreichen würde, ein so gravierendes Update durchzuführen. Wir bleiben am Ball und verfolgen, was die anderen Hochschulen diesbezüglich so auf die Beine stellen können.

Wir rechnen nach derzeitigem Stand nicht mir einem Update der Moodleversion von 1.9 auf 2.0 vor dem Wintersemester 2012, da wir sicher gehen möchten, dass die „Kinderkrankheiten“ bis dahin beseitigt sind.

Wir wurden übrigens gut versorgt, es gab in den Pausen stets die Möglichkeit, “Köllner Müsli” zu probieren (die Werke stehen in Elmshorn) und auch auf der Abendveranstaltung gab es neben interessanten Gesprächen bei guter Stimmung und etwas zu lauter Musik ausreichend zu essen. 🙂

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